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Fragen & Anworten zum Thema Wärmedämmung

"Hinter den Möbeln bildet sich "riechender" Schimmel an den Wänden"

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Wir haben ein älteres Haus gekauft, das gut erhalten ist und an dem nicht viel renoviert werden musste. Wir haben vor allem die einfach verglasten Fenster ausgetauscht, weil diese nicht mehr dicht waren. Außenwände und Dach sind in Ordnung, der Keller ist trocken. Trotzdem hat sich im letzten Winter vor allem um die Fenster herum, aber auch in den oberen Zimmerecken und hinter den Möbeln, die an der Wand stehen, Schimmel gebildet, der sogar "riecht". Bevor wir alle Wände mit einer Schimmel abweisenden Farbe streichen, möchten wir wissen, ob das überhaupt sinnvoll ist.



Hier die Antwort:

Solange die Ursache der Schimmelbildung nicht beseitigt ist, nützt auch ein neuer Anstrich nichts. Die Ursache: Durch die verbesserte Dichtigkeit der Fenster bildet sich mehr Feuchtigkeit im Raum. Diese Feuchtigkeit schlägt sich an der nicht ausreichend gedämmten Außenwand nieder und an allen Stellen, die nicht sehr gut belüftet sind - also z. B. hinter Möbeln -, bildet sich Schimmel. Sie werden leider nicht darum herumkommen, die Außenwände zu dämmen. Auf dem Markt sind erprobte Dämmsysteme, die vom Fachmann angebracht werden müssen, damit sich nicht neue Wärme-/Kältebrücken bilden. Sollte eine äußere Wärmedämmung nicht möglich sein, können die Außenwände auch auf der Innenseite gedämmt werden. Von der Verwendung einer Schimmel abweisenden Farbe sollte man nach Möglichkeit absehen.

Die Kehrseite von Niedrigenergiehäusern

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Wir haben ein (winddichtes) Niedrigenergiehaus gekauft, haben aber leider keine rechte Freude daran, weil wir feststellen, dass die Luft in den Räumen nicht "frisch" ist. Bei winterlichen Temperaturen möchten wir auch nicht ständig die Fenster gekippt halten oder mit offenen Fenstern lüften. Gibt es eine Lösung für dieses Problem?

Hier die Antwort:

Durch die gut gedämmte und fast luftdichte Bauweise der Niedrigenergiehäuser wird zwar viel Energie gespart, aber das Wohnumfeld wird dabei auch hermetisch von der Außenluft abgekoppelt. Da reichert sich die Luft schnell mit allerlei Schadstoffen an. Wenn dann auch noch die Luftfeuchtigkeit im Haus relativ hoch ist, kann sich Schimmel bilden und die Hausstaubmilben vermehren sich rapide. Eine Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, wie sie bei neueren Niedrigenergiehäusern schon zum Standard gehört, kann Ihr Problem lösen, denn eine solche Anlage kann ohne weiteres auch in ein bestehendes Haus eingebaut werden. Sie reduziert nicht nur die Luftfeuchte, sondern verringert auch die Schadstoffbelastung, weil die Luft innerhalb einer Stunde komplett ausgetauscht wird.

Verschiedene Dämmarten

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Unser Haus, Baujahr 1978, hat doppelte Außenwände. Das Hintermauerwerk ist aus 24 cm dicken Porenbetonsteinen, davor ist eine Klinkerfassade gesetzt, dazwischen eine breite Luftschicht. Aus Gründen der besseren Wärmedämmung erwägen wir, in den Zwischenraum zwischen beiden Mauerschalen ein Dämmmaterial einzublasen. Lohnt sich das überhaupt?

Hier die Antwort:

Es gibt keine bessere Isolierung gegen Wärme und Kälte als das ruhende Luftpolster im Zwischenraum der Außenwände Ihres Hauses. Kein wie immer geartetes Isoliermaterial kann diese Dämmwirkung verbessern. Das gilt allerdings nur, wenn dieses Luftpolster in sich abgeschlossen ist und an keiner Stelle Verbindung mit der Außenluft hat. Ist das nicht der Fall, kann man durch Einblasen von kugelförmigem Isoliermaterial den ständig auskühlenden Luftstrom unterbrechen und damit die Dämmwirkung verbessern.

Aber: Bei älteren Häusern ist die Luftschicht oft durch unregelmäßiges Aufmauern, Mörtelbrocken usw. unterbrochen. Das mindert zwar nicht die Dämmung durch Luft, aber Füllmaterial kann nicht gleichmäßig im Zwischenraum verteilt werden. Und das wiederum mindert die Wirkung des Dämmmaterials. Vielleicht ist es in Ihrem Fall tatsächlich besser, als nachträgliche Wärmedämmung ein Wärmedämmverbundsystem außen auf die Außenwände aufzubringen.

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