Beschattung nach Maß

Rollläden sind Multitalente: Sie schützen vor zu viel Sonne oder Kälte, halten neugierige Blicke und ungebetene Gäste fern und sie können sogar helfen Energiekosten zu sparen.


Was schützt am besten?

Die Möglichkeiten, Innenräume vor zu viel Sonne zu schützen, sind vielfältig: Es gibt Rollläden und Rollos, Fensterläden und Jalousien. Am wirkungsvollsten sind Modelle, die außen vor dem Fenster angebracht werden. Die physikalische Erklärung: Das eigentlich kalte UV-Licht der Sonnenstrahlen geht ungehindert durch das Fensterglas. Im Raum trifft es auf feste Körper und wandelt sich dadurch in wärmeerzeugende Infrarotstrahlung um. Was Gärtner im Gewächshaus gern nutzen, ist in der Wohnung ausgesprochen unpopulär.

 

Außenjalousien vs. Innenjalousien

Von den „Außenlösungen“ sind Rollläden in puncto Sonnenschutz am effektivsten. Der Panzer aus gebogenen Rollstäben, meist aus Kunststoff oder schaumverstärktem Aluminium, hält gut 75 Prozent der Sonneneinstrahlung ab. Außenjalousien mit drehbaren Lamellen können annähernd die gleiche Wirkung erreichen, einfache Außenjalousien oder Fensterläden aus Holz oder Aluminium halten bis zu 60 Prozent der Sonnenstrahlung ab. Innenjalousien oder Rollos erreichen dagegen nur eine Sonnenablenkung von rund 25 Prozent.

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Rolläden mit Jalousiefunktionen

Lange Zeit hatten Rollläden allerdings einen entscheidenden Nachteil gegenüber der Jalousie: Wie bei Fensterläden, die man nur auf- oder zuklappen kann, war es praktisch nicht möglich, eine differenzierte Teilbeschattung zu erzeugen. Den Panzer nur halb herunterzurollen ist hinsichtlich des Blendschutzes unbefriedigend. Heute gibt es aber Rollladenmodelle, bei denen sich die Position der Stäbe ähnlich wie bei den Lamellen einer Jalousie verändern lässt. Dann kommt gerade so viel Sonnenlicht wie nötig durchs Fenster.

Rollläden mit Jalousiefunktion
Behagliches Raumklima dank Außenjalousien (Foto: Bundesverband Rolladen und Sonnenschutz e.V.)

Rolläden: Intelligenz statt Kurbeln

An Gurten ziehen oder kurbeln muss man bei modernen Rollläden auch nicht mehr. Sie lassen sich ganz einfach per Knopfdruck bedienen. Ein kleiner Motor in der Rollladenwelle sorgt für den Antrieb, der über Kabel oder per Funk gesteuert wird. Das kann über einen Schalter am einzelnen Rollladen, eine zentrale Schalteinheit oder – bequem vom Sofa aus – über eine Fernbedienung geschehen.

Noch komfortabler ist eine Zeitschaltuhr; mit ihr lassen sich die Rollläden automatisch zu bestimmten Zeiten öffnen oder schließen. Es gibt auch Steuerungsprogramme, die sich nach dem tatsächlichen Sonnenstand statt nach festen Zeiten richten. Es ist sogar möglich, die Schließzeiten mittels eines Zufallsgenerators zu variieren, um während der Urlaubs seine Anwesenheit zu simulieren.

Auch viele ältere Rollladenmodelle können nachträglich mit einem automatischem Antrieb und einer automatischen Steuerung ausgestattet werden.

 
  • Die drei Typen von Rolläden

    Es gibt drei Typen von Rollläden:

    Einbaurollläden kommen vor allem für Neubauten in Frage. Der Kasten wird schon beim Bau des Hauses in ein entsprechendes Fassadenelement oder eine Aussparung integriert. Der Rollladen „verschwindet“ dann im geöffneten Zustand im Mauerwerk. Das schützt ihn vor Witterungsschäden und lässt die Fassade optisch einheitlich erscheinen.

    Vorbaurollläden eignen sich gut zum Nachrüsten von Altbauten. Das Rollladenelement wird auf der Fassade angebracht, weshalb es deutlich sichtbar ist. Das Angebot an Rollladenkästen in verschiedenen Formen und Farben ist aber mittlerweile so groß, dass sich eigentlich für jeden Fassadenstil etwas Passendes findet.

    Bei Aufsatzrollläden ist der Kasten fest mit dem Fenster verbunden und wird mit diesem zusammen eingesetzt. Die dichte Verbindung von Fenster und Kasten ist günstig in puncto Wärmeschutz. Diese Alternative bietet sich vor allem an, wenn ohnehin ein Austausch der Fenster ansteht.

     

Energiesparen: Rollläden senken Energiekosten

Rollläden für Dachfenster senken die Energiekosten

Geschlossene Rollläden können in der kalten Jahreszeit die Energieverluste über die Fensteröffnungen – und damit die Heizkosten – um 25 bis 40 Prozent verringern. Voraussetzung: Sie müssen den Fensterbereich möglichst dicht abschließen, so dass ein Luftpolster zwischen Glasfläche und Panzer entsteht. Eine automatische Steuerung der Rollläden mittels einer Zeituhr oder nach dem Stand der Sonne optimiert den Energiespareffekt. Im Sommer verhindert ein wirksamer Sonnenschutz in Form von Außenjalousien oder Rollläden das Aufheizen der Räume. Damit kann der Einsatz von energieintensiven Klimageräten und Ventilatoren auf ein Minimum beschränkt oder sogar ganz überflüssig gemacht werden.


Schutz vor Insekten: Plagegeister bleiben draußen

Aufgrund der ungewöhnlich warmen Temperaturen der letzten Jahre hat sich auch die Saison für Stechmücken, Fliegen und Wespen verlängert. Statt gegen die Insekten mit der „chemischen Keule“ vorzugehen, sollte man einen vorbeugenden Gitterschutz an Fenstern und Türen installieren. Die Lösungen reichen von einfachen Spannrahmen über Drehrahmen für viel frequentierte Durchgänge bis zu Elektrorollos und Rollläden mit integriertem Insektenschutz. Bei Letzteren sitzt das aufrollbare Gitter im Rollladenkasten, ist aber separat vom Panzer zu bedienen.

Gitterschutz an der Tür zum Insektenschutz