Dachbegrünung selber machen

Gründächer verschönern das Gebäude und nützen der Umwelt. Mit den richtigen Grundlagen können auch Hobbygärtner die Dachbegrünung selber machen.


Für Fortgeschrittene

Der Fachmann unterscheidet grundsätzlich zwischen extensiv und intensiv begrünten Dächern. Die dünnschichtige extensive Begrünung kommt mit einem Minimum an Zuwendung aus. Bei der intensiv begrünten Variante lassen sich Gräser, Stauden, Sträucher und sogar kleine Bäume auf das Haus verpflanzen.

Ein „Gründach für Fortgeschrittene“ setzt sich aus mehreren Schichten zusammen. Grundlage für Hausherren, die eine solche Dachbegrünung selber machen, ist ein wurzelfester Untergrund. Die Wurzelschutzfolie verhindert, dass Pflanzenwurzeln in die Dachhaut eindringen können. Es gibt sie aus verschiedenen Materialien wie PVC, Polyethylen oder synthetischem Kautschuk (auf das Prüfsiegel „FLL-getestet“ achten). Die Folie kann zudem beidseitig mit einer Schutzschicht bestückt sein.

Als Nächstes folgt in der Regel die Entwässerungsschicht. Sie leitet überflüssiges Regenwasser ab und dient als Wasserspeicher. Eine aufliegende Filterlage verhindert, dass Schmutz in die Drainage gerät. Die Vegetationsschicht schließlich bildet das Fundament für die Pflanzen. Bei einem einfachen extensiven Gründach übernimmt eine einzige Schicht alle Funktionen des Aufbaus. Um die Wurzelschutzfolie kommt der Dachgärtner hierbei trotzdem nicht herum.

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Der Zustand des Daches ist entscheidend

Dachbegrünung selber machen - im Schnelldurchlauf.

Der bauliche Zustand des Hauses – genauer gesagt: die Dachkonstruktion – trägt im wahrsten Sinne des Wortes zur Entscheidungsfindung bei. Denn auf dem Dach lastet letzten Endes das Gewicht des grünen Pelzes. Extensive Begrünungen kommen mit einer Substratschicht von fünf bis 15 Zentimetern aus. Daher sollten Hausherren keine Dachbegrünung selber machen, ohne vorher die Dachlast zu prüfen. Die Dachlast beträgt zwischen 30 bis 120 Kilogramm pro Quadratmeter, abhängig von der Menge des gespeicherten Wassers. Die Kosten für ein solches Gründach belaufen sich auf 25 bis 45 Euro pro Quadratmeter.

Bei einem intensiv zu pflegenden Ökodach muss der Dachgärtner hingegen mit 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen, bei einfacher Intensivbegrünung mit etwas weniger. Die Dachlast kann auf 300 Kilogramm pro Quadratmeter ansteigen. Das hält nicht jedes Dach ohne weiteres aus. Daher sollte der Bauherr bei der grünen Nachrüstung einen Statiker zurate ziehen. Beim Neubau ist es sinnvoll, den Architekten möglichst frühzeitig zu informieren.

 


Abdichtung und den Wurzelschutz nicht vergessen

Das bepflanzte Dach sollte vor Durchnässung geschützt sein und muss den bohrenden Pflanzenwurzeln Paroli bieten. Ist es baulicherseits bereits feuchtigkeitssicher ausgeführt – beispielsweise Bitumenabdichtung beim Altbau –, reicht als Sperre gegen den pflanzlichen Wachstumsdruck eine einfache Wurzelschutzbahn. Hobbyhandwerker, die die Dachbegrünung selber machen, müssen diese Wurzelschutzbahn nach dem Sandwich-Prinzip zwischen zwei Schutzlagen (Geovlies) einbetten.

Darüber kommt dann das Substrat, mit Dachstauden bestückt. Ist eine Feuchtigkeitssperre nicht vorhanden – z. B. Holzdach ohne zusätzliche Abdichtung –, kann die Wurzelschutzfolie diese Aufgabe mit übernehmen.

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