Fensterarten: So behalten Sie den Durchblick

Fenster lassen nicht nur Sonnenlicht in Haus und Wohnung, sie erfüllen auch wichtige Funktionen bei der Schall- und Wärmedämmung. Und sie können sogar die Sicherheit Ihres Heims deutlich erhöhen. Welche verschiedenen Fensterarten es gibt und worin sie sich unterscheiden, erfahren Sie hier.  


Wann sind neue Fenster notwendig?

Die Frage nach der passenden Fensterart stellt sich natürlich beim Neubau, aber auch bei der Sanierung. Besonders bei alten Fenstern, die noch eine Einfachverglasung haben oder deren Rahmen bereits Witterungsschäden aufzeigen, macht ein Austausch Sinn – dadurch sinken die Energiekosten deutlich. Prüfen Sie folgende Punkte:

  • Ist am geschlossenen Fenster ein Luftzug zu spüren?
  • Dringt bei starkem Regen Wasser ein?
  • Beschlagen die Scheiben bei Frost von innen?
  • Klemmen die Öffnungsgriffe?
  • Ist störender Straßenlärm von außen zu hören?

Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, sollten Sie über den Einbau neuer, ausreichend gedämmter Fenster nachdenken.


Wichtige Fensterarten: Holz, Aluminium und Kunststoff

Bei den Fensterarten unterscheidet man neben der Art der Verglasung und der Funktion (etwa Dreh-, Kipp-, Schiebe- oder Schwingfenster) vor allem nach dem Material des Rahmens. Üblich sind Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium – oder einer Kombination dieser Materialien:

  • Kunststofffenster kosten am wenigsten, allerdings können die Dichtungen hier im Laufe der Jahre porös werden.
  • Holzfenster sind etwas teurer, verfügen aber über eine gute Wärmedämmung und erzeugen ein behagliches Ambiente. Sie verlangen einen höheren Pflegeaufwand.
  • Aluminiumfenster sind besonders robust und benötigen kaum Pflege. Außerdem bleicht das Material nicht aus. Größtes Manko ist der Preis. Alufenster sind etwa 10 bis 30 Prozent teurer als Kunststoff- und Holzfenster.
  • Bei Holz-Alufenstern besteht der Rahmen außen aus langlebigem Aluminium und innen aus Holz. Aufgrund der aufwendigen Konstruktion ist diese Fensterart die teuerste.

Bei der Zusammenstellung von Rahmen und Glas Ihrer Fenster können Sie einen Online-Konfigurator nutzen. Viele Anbieter ermöglichen so, mit wenigen Klicks Eigenschaften und Kosten des gewünschten Fensters zu ermitteln.


Das richtige Fensterglas zum Energiesparen

Die Wärmedämmung eines Fensters wird durch den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten (auch U-Wert genannt) beschrieben. Er misst den Wärmeverlust in der komplizierten Maßeinheit „Watt pro Quadratmeter und Kelvin“. Es reicht, wenn man sich merkt: Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung.

So weisen die heute nicht mehr verwendeten Fensterarten mit Einfachverglasung einen U-Wert von bis zu 6 auf, moderne Dreifachverglasungen kommen gerade mal auf 0,2. Bei Neubauten wie bei Sanierungen gibt die Energieeinsparverordnung die Einhaltung bestimmter Mindeststandards vor. Auch beim Lärmschutz ist die Verglasung entscheidend. Gute Schallschutzfenster sind dreifach verglast und haben eine besonders dicke Außenscheibe.


Sicherheitsaspekte bei Fenstern

Hundertprozentig einbruchsichere Fenster gibt es nicht. Man kann es Übeltätern jedoch so schwer wie möglich machen. Je länger Einbrecher brauchen, sich Zugang zu verschaffen, umso größer ist die Chance, dass sie aufgeben und wieder abziehen. Die Polizei empfiehlt einbruchhemmende Fenster nach DIN EN 1627, die wiederum in einzelne Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 6 (RC = Resistance Class) eingestuft sind:

  • In Wohngebäuden sollten Fenster ab Klasse RC 2 verwendet werden.
  • Bei leicht zugänglichen Fenstern, etwa im Erdgeschoss, ist eine zusätzliche Sicherheitsverglasung wichtig (Klasse RC 2 N). Ab RC 3 ist sie ohnehin Standard.
  • Pilzkopfzapfenbeschläge sowie abschließbare Griffe und Riegel machen es Langfingern ebenfalls schwerer und erhöhen die Sicherheit Ihres Heims.

Die Kosten im Blick haben

Qualitativ hochwertige Fensterarten haben ihren Preis. Ob es um die Ausstattung in einem Neubau geht oder die Sanierung der Fenster in einer bestehenden Immobilie: Welche Möglichkeiten es gibt, auch bei Förderungen, erfahren Sie im Gespräch mit einem Experten von Schwäbisch Hall.

Persönliche Beratung

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