Dachfenster: Schluss mit dunklen Dachböden

Die lichte Höhe zählt. Dachfenster und Gauben lassen die Sonne rein, schaffen Platz und Wohlfühlatmosphäre.


Dunkle Dachböden - warum?

Auf diese Idee würde heute niemand mehr kommen: dass ein Dachgeschoss nur als Bleibe für Dienstboten und arme Schlucker herhalten kann. So war es früher, und diese Vergangenheit merkt man vielen Dachböden immer noch an: Obwohl sich kein Raum leichter belichten lässt, ist es hier besonders dunkel.

Kein Wunder: Die Ausstiegsluke für den Schornsteinfeger lässt nun mal nicht besonders viel Licht herein. Wie sorgt man für mehr? Es gibt drei klassische Möglichkeiten, mit deren Hilfe sich die DIN 5034 erfüllen lässt – sie schreibt vor, dass Fenster mindestens 55 Prozent der Raumbreite einnehmen. Für Dachfenster stehen zur Verfügung:


1. Dachflächenfenster

Sie sind am einfachsten einzubauen und damit am preiswertesten. Die Gestaltungsmöglichkeiten dieser Dachfenster sind vielfältig, es gibt sie in etlichen Versionen: zum Schwingen, Klappen, Schieben und Ziehen, als Einzelfenster, zu mehreren nebeneinander, als Überfirstverglasung, mit Verglasung des Kniestocks und sogar mit einem ausklappbaren unteren Teil als einer Art Minibalkon. Im Vergleich zu Gauben ist die Lichtausbeute bei Dachfenstern um bis zu 50 Prozent höher.


3. Die Verglasung des Giebels

Sie wirkt besonders großzügig, ist freilich auch die teuerste Variante. Der Vorteil bei großem Dachüberstand: Im Winter kann die tief stehende Sonne den Raum heizen, im Sommer schützt der Überstand vor Überhitzung. Damit sind wir beim entscheidenden Problem, das bei der Belichtung eines Dachgeschosses überzeugend gelöst werden muss, damit tatsächlich jene Lebensqualität garantiert ist, die wir uns erhoffen. Wie alle anderen Räume im Haus sollen ja auch die unterm Dach winters wie sommers zur gemäßigten Klimazone gehören. Hier kommt es auf verschiedene Faktoren an.

  • Eine gute Wärmedämmung: Natürlich müssen alle Fenster der Energieeinsparverordnung genügen; es lohnt sich, etwas mehr für Wärmeschutzverglasung auszugeben. Auch die Gauben sollten sehr gut gedämmt werden. Beim Einbau der Verglasung ist Präzision wichtig, damit hier keine Wärmebrücken oder undichten Stellen entstehen. Sie könnten Bauschäden auslösen.
  • Den richtigen G-Wert der Verglasung: Dabei handelt es sich um einen weitgehend unbekannten Messwert, der die Durchlässigkeit für Sonnenstrahlen bezeichnet. Er sollte vor allem bei einer Verglasung des Firstes möglichst niedrig sein.
  • Eine gute Verschattung vor allem von Dachflächenfenstern: Sie kann nur wirksam sein, wenn sie außen angebracht ist. Nachträglich funktions- und sturmsichere Verschattungen zu montieren ist dagegen äußerst schwierig. Daher bieten immer mehr Fensterhersteller integrierte Lösungen an. Rollläden gewährleisten dabei nicht nur einen effektiven Hitzeschutz, sondern auch eine bessere Wärmeisolierung im Winter. Angenehm, wenn sie sich per Fernbedienung öffnen und schließen lassen. Für ausreichend Strom sorgt bei innovativen Modellen eine integrierte Solarzelle – auch im Winter. Kabel müssen bei der Montage nicht verlegt werden.

Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Hauses

Bleibt ein Problem, das mit am schwierigsten zu lösen ist: die Gestaltung. Drinnen ergibt sich ja wie von selbst, wo Tageslicht gebraucht wird, wo Gauben mehr Wohnfläche schaffen sollen. Aber wie sieht’s außen aus, wie prägen die Fenster oder erst recht die Gauben das Gesicht des Hauses? Ein Spaziergang durch ein beliebiges Wohngebiet beweist: Hier kann viel schiefgehen! Aber wie bekommt man es besser hin?

Bei Dachflächenfenstern ist das etwas leichter. Man sollte nach Möglichkeit identische Formate wählen, sie regelmäßig anordnen und dabei auf die Proportionen der umliegenden Dachfläche achten. Insbesondere Gauben sind aber ein gestalterisches Problem, an dem nicht wenige scheitern. Sie können das Erscheinungsbild des Hauses deutlich verändern.

Dachfenster und Gauben: Proportionen müssen stimmen

Damit Dachfenster und Gauben das Dachgeschoss bereichern, müssen vor allem die Proportionen stimmen, sie dürfen nicht zu klein oder gar zu wuchtig ausfallen. Auch die Position ist wichtig: Nicht zu nah am Dachrand oder zu hoch am First, angemessene Abstände zu den Fassadenfenstern – das sind Grundregeln, die den Blick des Architekten freilich nicht ersetzen.

Das gilt auch für die Wahl der Gaubenform. Satteldach- oder Schleppgauben sind klassische Formen, die auch heute auf vielen Dächern noch eine gute Figur machen. Flachdach- und Tonnengauben passen dagegen vor allem zu einer modernen Architektur.


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