Trends im Fertighausbau

Energiewende und demografischer Wandel haben großen Einfluss auf die Bauweise von morgen und übermorgen. Die Hersteller von Fertighäusern beschäftigen sich intensiv mit diesen Trends und antworten mit passenden Konzepten. Von Barrierefreiheit bis Plus-Energie-Haus – die fünf wichtigsten Bau- und Architekturtrends auf einen Blick.


Trend 1: Barrierefreiheit

Seit Jahren steigt der Anteil der Menschen in Deutschland, die sich in der zweiten Lebenshälfte zum Bau eines Eigenheims entscheiden. Laut einer aktuellen Befragung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) ist bereits heute jeder vierte Fertighaus-Bauherr über 50 Jahre alt.

Wer in diesem Alter erstmals oder noch einmal baut, der möchte selbstverständlich noch viele Jahre in seinem Eigenheim verbringen. Im Alter lassen jedoch Kraft und Beweglichkeit nach. Dadurch können vormals einfache Tätigkeiten zum großen Problem werden. Damit das Leben in den eigenen vier Wänden auch dann noch komfortabel und sicher bleibt, sollte das Eigenheim vollständig barrierefrei gestaltet werden.

Barrierefreiheit bedeutet beispielsweise, dass alle Türdurchgänge ausreichend breit sind für Fortbewegungshilfen wie zum Beispiel Rollstühle, und dass die Zugänge zu allen Räumlichkeiten schwellenlos gestaltet sind. Die Fertighaushersteller bieten hier vielfältige Konzepte an.

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Trend 2: Mehrgenerationenhäuser

Während es einerseits immer mehr Single-Haushalte gibt, erfreuen sich andererseits Mehrgenerationenhäuser einer steigenden Beliebtheit. Großeltern, Eltern und (Enkel-)Kinder wollen wieder vermehrt zusammen unter einem Dach wohnen.

Viele Hersteller haben diese Entwicklung aufgegriffen und bieten speziell auf generationenübergreifendes Wohnen abgestimmte Hauskonzepte an. Für das Miteinander steht ein großzügiger und offener Wohn-, Ess- und Kochbereich zur Verfügung. Für den notwendigen Freiraum ist eine räumliche Trennung der einzelnen Schlafbereiche wichtig.

Dies kann durch ein dazwischen liegendes Bad erreicht werden. Ein separates Badezimmer für den Nachwuchs bringt zusätzlich Ruhe in das Zusammenleben. Hilfreich ist auch eine große Diele im Eingangsbereich. Spätestens wenn die Kinder zu Erwachsenen und die Eltern zu Großeltern werden, sind separate Wohneinheiten erforderlich. Dafür gibt es mehrere mögliche Lösungen, deren einfachste das Wohnen auf mehreren Etagen ist. Dafür muss jedes Stockwerk vollwertig ausgestattet werden und einen geeigneten Grundriss mitbringen.

Holzfertighäuser lassen sich auch nachträglich durch Hinzufügen oder Entfernen von Innenwänden oder durch Anbauten an das bestehende Gebäude erweitern. In städtischen Lagen mit hohen Grundstückspreisen ist eine Aufstockung um ein zusätzliches Geschoss oft die vernünftigste Lösung. Auch mit einem ausgebauten Keller lässt sich der Wohnraum vergrößern. So entsteht eine Souterrainwohnung mit separatem Zugang, eine eigene Wohnebene für Jugendliche oder ein Büro.


Trend 3: Home Office - Wohnen & Arbeiten

Besonders freiberuflich tätige Bauherren wollen häufig Arbeiten und Wohnen miteinander verbinden. Ob Anbau, Haushälfte oder Einliegerwohnung – ein separater Gebäudebereich kann heute als Büro und morgen für generationenübergreifendes Wohnen genutzt werden. Der Unterschied: Während sich Anbau und Haushälfte architektonisch und optisch abheben können, ist die Einliegerwohnung integrativer Bestandteil des Hauptgebäudes.

Richtig geplant, wandeln sich die Büroräume dann im Alter zur seniorengerechten Wohnung. Viel wichtiger als viele Zimmer ist in dieser Lebensphase, die Selbstständigkeit im eigenen Haus so lange wie möglich zu erhalten. Zugleich bietet das Eigenheim der Eltern für die jüngere Generation eine günstige Gelegenheit, in den eigenen vier Wänden zu wohnen und Miete zu sparen.

 

Trend 4: Das intelligente Haus

Statt über einzelne Regler und Thermostate werden elektrische Geräte wie Heizungsanlagen, Licht oder Rollladen im Wohnraum zentral über einen Touchscreen gesteuert. Diese Automatisierung von Gebäudefunktionen bringt den Bewohnern ein Mehr an Komfort. So kann zum Beispiel die Beleuchtung im Voraus programmiert werden, die Rollläden sorgen automatisch je nach Lichteinfall für Sonnenschutz, und die Heizung sendet Daten zur Fernwartung an den Versorger.

Darüber hinaus trägt die Elektronik sogar zum Energiesparen bei: Alle Energieströme im Haus werden gemessen und automatisch reguliert – Stromfresser werden so ausfindig gemacht.

 

Trend 5: Energieeffizienz

Seit Jahren steigen die Energiepreise. Daraus resultiert der wohl wichtigste Trend –  Häuser, die mehr Energie produzieren, als ihre Bewohner verbrauchen. Mit dem Plus-Energie-Haus hat die Fertighausbranche dieses Ziel erfolgreich realisiert. Die Idee, sich von den Versorgungsunternehmen und ihren steigenden Preisen unabhängig zu machen und Geld zu sparen, wird bei Bauherren immer populärer. Der generierte Strom kommt zudem garantiert aus regenerativen Energiequellen und verursacht keine klimaschädlichen Emissionen.

In der Regel stammt er aus Photovoltaikanlagen, die Jahreserträge um die 1.000 Kilowattstunden pro kW Nennleistung bringen. Wie viel Strom wirklich eingespeist und damit vergütet werden kann, hängt jedoch von vielen individuellen Faktoren wie der Lage des Hauses oder den verwendeten Leitungen ab.

Laut Bundesbauministerium reichen 42 Quadratmeter Photovoltaikfläche aus, um aus einem ansonsten energieeffizienten Einfamilienhaus mit Luftwärmepumpe und Wohnungslüftung ein Plus-Energie-Haus zu machen. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus steht diese Dachfläche im Regelfall zur Verfügung. Aus den Berechnungen des Bundesministeriums geht aber auch hervor, dass der Standard eines Plus-Energie-Hauses nicht allein durch die Stromerzeugung erreicht werden kann. Um eine insgesamt positive Energiebilanz zu erzielen, bedarf es einer hocheffizienten Gebäudehülle, die die Wärmeverluste auf ein Minimum senkt.

Außerdem gehören fortschrittliche Elektroinstallationen und eine sparsame Haustechnik zum Standard. Erste marktreife Plus-Energie-Häuser in Holzfertigbauweise können in der Ausstellung FertighausWelt Köln besichtigt werden.

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