Checkliste: Vorteile und Nachteile Fertighaus

Unsere umfassende Checkliste zum Thema Fertighäuser bietet Ihnen:

  • Vor- und Nachteile auf einen Blick
  • Vorschriften und Wissenswertes
  • Hilfreiche Tipps und Informationen

Welche Vorteile und Nachteile bietet ein Fertighaus?

Fertighäuser werden in Deutschland immer beliebter: Beinahe jedes fünfte Einfamilienhaus entstand 2018 in Fertigbauweise. Tatsächlich gibt es einige Vorteile, die ein Fertighaus mitbringt. Die Leichtbauweise hat aber auch Nachteile. Lesen Sie hier alles zum Thema Fertighäuser und Fertighaussanierung.

Was sind die Vorteile und Nachteile eines Fertighauses?

Als Hauptvorteile eines Fertighauses gelten zwei Punkte: die einfache Bauweise und – verglichen mit Häusern in Massivbauweise – der niedrigere Preis. Mögliche Nachteile, wie zum Beispiel eine schlechte Dämmung, treten bei modernen Fertighäusern kaum noch auf.

Einfache kleine Fertighäuser gibt es bereits für unter 100.000 Euro. Luxuriösere Premiumhäuser können jedoch die 300.000-Euro-Marke überspringen. Da Fertighäuser normalerweise nach einem standardisierten Grundriss gebaut werden, kann der Anbieter ein und dasselbe Modell vielfach verkaufen. Das ist ein Grund für den vergleichsweise niedrigen Preis. Fertighäuser entstehen aus fertigen Bauteilen, die vor Ort zusammengesetzt werden. Sie errichten sich somit einfacher als Häuser in Massivbauweise. Allerdings sollten Sie bei der Kalkulation auch die Kosten für eine Grundplatte oder einen geplanten Keller berücksichtigen.

Neben der hohen Planungssicherheit können auch die positive Energie- und Ökobilanz, die kurze Bauzeit sowie das witterungsunabhängige Bauen als klare Vorteile der Fertighausbauweise genannt werden.

Im Vergleich zu Massivhäusern stellt vor allem die Dämmung einen Nachteil des Fertighauses dar. Zudem ist ein Fertighaus meist hellhöriger als ein Massivhaus. Zusätzliche Maßnahmen zur Schalldämmung  verringern allerdings die Schalldurchlässigkeit. Generell ist zu sagen, dass Massivhäuser den Leichtbauvarianten in punkto Robustheit sowie Schall- und Wärmedämmung in der Regel überlegen sind.

Gleiches gilt für die Winddichtigkeit. Hier kommt es bei Fertighäusern stark darauf an, dass die einzelnen Bauteile präzise verarbeitet sind und die Schnittstellen exakt passen. Bei modernen Fertighäusern wurden zahlreiche Nachteile der frühen Modelle wie Hellhörigkeit, schlechte Dämmung, ineffiziente Heizung und sparsame Ausstattung der Elektroinstallationen beseitigt oder deutlich verbessert. Professionelle Anbieter von Fertighäusern werden auf hochwertiges Baumaterial und eine sorgfältige Verarbeitung achten.

Welchen finanziellen und gestalterischen Spielraum habe ich bei einem Fertighaus?

Welchen finanziellen und gestalterischen Spielraum habe ich bei einem Fertighaus?

Fertighäuser lassen durchaus Spielraum für eigene Ideen. Diese wirken sich jedoch auf die Kosten eines Fertighauses aus.

Viele Anbieter stellen ihre Modelle in Musterhausparks aus, in denen Sie diese in aller Ruhe besichtigen können. Dabei handelt es sich um Standardhäuser, die bei Gefallen eins zu eins übernommen werden können. Käufer wissen also genau, was auf sie zukommt. Anders als früher gibt es heute aber Spielraum bei der Gestaltung des künftigen Zuhauses. Abgesehen davon, dass die Auswahl an Grundrissen, Größen, Haustypen und Materialien recht groß ist, können Käufer auch individuelle Wohnwünsche einbringen.

Die Raumaufteilung zu ändern, ist relativ einfach möglich. Sie möchten einen Keller anlegen oder eine Garage bauen lassen? Auch das ist kein Problem, allerdings wirken sich eigene Gestaltungswünsche auf den Preis aus. Je mehr Abweichungen vom ursprünglichen Bauplan, desto höher steigt der Preis des Fertighauses. Sparen lässt sich wiederum, wenn Sie sich für die Variante des sogenannten Ausbauhauses entscheiden. Dabei übernehmen Sie bestimmte Arbeiten im Inneren des Hauses selbst, was den Preis spürbar drücken kann.

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Fertighauses?

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Fertighauses?

Die Lebensdauer eines Fertighauses ist über die letzten Jahrzehnte angestiegen. Heute geht man – je nach Ausführung – von 70 bis 90 Jahren Lebensdauer aus.

Die geringe Nutzungsdauer war lange Zeit eines der Hauptargumente gegen Leichtbauhäuser. Diese hat auch den Wiederverkaufswert stark beeinträchtig. Im Vergleich zu den früheren Generationen aus den 1960er-Jahren haben sich moderne Fertighäuser jedoch deutlich weiterentwickelt und die Lebensdauer hat sich stetig erhöht.

Laut Herstellerwerbung halten moderne Fertighäuser ebenso lange wie Massivhäuser, also 100 Jahre oder noch länger. Unabhängige Fachleute sprechen von 70 bis 90 Jahren, was sich der Lebensdauer von Massivbauten zumindest annähert. Zum Vergleich: Die meisten Fertighäuser der ersten Generationen hatten eine prognostizierte Nutzungsdauer von etwa 50 Jahren.

Wie hoch die Lebensdauer von einem Fertighaus tatsächlich ist, hängt auch von der Qualität der verwendeten Materialien und von der Wartung des Hauses ab. Die übliche Grundkonstruktion aus einem Holzrahmen wird heute häufig durch Ziegel und Betonteile verstärkt, was die Außenwände robuster macht.

Wann und wie muss ich ein Fertighaus sanieren?

Wann und wie muss ich ein Fertighaus sanieren?

Beim Kauf eines älteren Objekts lässt es sich kaum vermeiden, das Fertighaus zu sanieren. Beim Umfang kommt es darauf an, ob das Haus aus den 1980er-Jahren oder der Zeit davor stammt. Wurden regelmäßig Renovierungsarbeiten durchgeführt? Auch das spielt eine große Rolle.

Bei der Fertighaussanierung muss meist veraltete Technik ausgetauscht und die Dämmung modernisiert werden. Beides reicht bei älteren Fertighäusern normalerweise nicht an den heutigen gesetzlich vorgeschriebenen Standard heran. Deshalb kann es nicht schaden, sich vor dem Kauf vom Vorbesitzer die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre zeigen zu lassen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). „In der Regel ist die energetische Sanierung  des Altbaus sinnvoll, muss aber gut geplant werden“, erklärt VPB-Experte Reimund Stewen. „In jedem Fall beachtet werden müssen die in der Energieeinsparverordnung vorgeschriebenen Nachrüstpflichten wie das Dämmen der obersten Geschossdecke oder der warmwasserführenden Leitungen und Armaturen.“

Vor allem die Heizung und die Wasserleitungen sind nach mehreren Jahrzehnten meist nicht mehr zu gebrauchen. Käufer älterer Fertighäuser sollten auch bedenken, dass gegebenenfalls Baustoffe, die inzwischen als gesundheitsschädlich bekannt sind, entfernt werden müssen. Asbest wurde bis Ende der 1970er-Jahre beim Hausbau eingesetzt. Fachleute raten daher, das Fertighaus immer auf Asbest überprüfen zu lassen, wenn es vor 1980 gebaut wurde. Falls eine Sanierung notwendig ist, darf sie nur durch eine Fachfirma unter strengsten Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. In manchen Fällen reicht eine Versiegelung von betroffenen Oberflächen.

Weitere Maßnahmen zur Fertighaussanierung betreffen unangenehme Gerüche, die bei alten Häusern wegen der früher verwendeten Holzschutzmittel auftreten können. Hier kann ein sogenanntes Absorber-Vlies in Verbindung mit einem speziellen Dämmsystem Abhilfe schaffen.

Welche Typen von Fertighäusern gibt es?

Welche Typen von Fertighäusern gibt es?

Von Bungalows bis zu Mehrgenerationen-Häusern ist alles vertreten. Fertighäuser im Landhausstil und Fertighaus-Bungalows sind seit einiger Zeit besonders beliebt. 

Vom kleinen, günstigen Haus für Paare oder Familien bis zum Premiumhaus zum Preis von mehreren Hunderttausend Euro. Ob rustikales Ambiente deutscher Landhäuser, mediterranes Flair oder amerikanischer Farmhausstil . Es gibt ein breites Angebot von Fertighäusern – in allen Preisklassen.

Altersgerechtes beziehungsweise generationenübergreifendes Wohnen ist in entsprechend ausgestatteten Fertighäusern ebenfalls möglich. Barrierefreiheit  ist typischerweise bei einem Fertighaus-Bungalow gegeben. Wie Massivhäuser lassen sich auch Fertighäuser mit schwellenfreien Zugängen, ebenerdigen Duschen, breiten, rollstuhlgerechten Türen und geraden Treppen ausstatten, an die gegebenenfalls später ein Treppenlift angebaut werden kann. Probleme mit undichten Flachdächern , wie sie früher häufig auftraten, entstehen heute im Grunde nicht mehr. Außerdem gibt es inzwischen auch Bungalows mit Sattel- oder Giebeldach.

Die Möglichkeit des familiären Zusammenlebens von den Großeltern bis zu den Enkeln bieten Mehrgenerationen-Fertighäuser. Sie zeichnen sich durch ihre Geräumigkeit aus und sind häufig in getrennte Wohnareale aufgeteilt. Damit gibt es für alle Familienmitglieder ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Die Auswahl an verschiedenen Formen und Typen von Fertighäusern ist heute kaum geringer als bei Massivhäusern.
 

Wie sieht es mit den ökologischen Aspekten bei einem Fertighaus aus?

Wie sieht es mit den ökologischen Aspekten bei einem Fertighaus aus?

Ökologische Aspekte rücken mehr und mehr in den Fokus. Die Hersteller eines Fertighauses verwenden vermehrt nachhaltige Materialen. 

Die Hersteller setzen beim Bau von Bio-Fertighäusern neben Holz auf weitere natürliche Materialien wie Lehm, Stroh und Schilfrohr. Holzteile kommen meist aus den Wäldern der Region. Naturdämmstoffe, wie zum Beispiel Holzfaserdämmplatten, sind wasserdampfdurchlässig und weisen damit deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Wärmedämmstoffen auf.

Für den Anstrich finden Naturfarben Verwendung. Die Wärmedämmung genügt heutzutage allen Ansprüchen der Energieeinsparverordnung, so dass Fertighäuser sogar als Plus-Energiehäuser erhältlich sind. Solche Gebäude erzeugen zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen  mehr Strom und Wärme, als die Bewohner wegen der guten Dämmeigenschaften von Wänden, Dach und Fenstern selbst verbrauchen.

Sie haben weitere Fragen zu Finanzierungsthemen? Für eine persönliche Beratung stehen Ihnen unsere Heimatexperten vor Ort sehr gerne zur Verfügung.

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