Vorteile Eigenheim: Gründe für den Immobilienkauf

Wann – wenn nicht jetzt? Diese Frage stellen sich viele potenzielle Immobilienkäufer. Ob als Familiendomizil, Alterssicherung oder Geldanlage: Es gibt viele Vorteile eines Eigenheims. Und die Zinsen sind noch niedrig.


1. Vorteil des Eigenheims: Die höhere Lebensqualität

Für viele Menschen bringt das eigene Haus oder die eigene Wohnung einen großen Zugewinn an Lebensqualität. Sie genießen den Gestaltungsfreiraum: Sie wählen oder bauen das Haus bereits nach eigenen Vorlieben. Der eine liebt den Charme vergangener Jahrhunderte, der andere mag es modern; Gartenliebhaber suchen sich ihr Traum-Domizil mit viel Grün, Pragmatiker wählen eine pflegeleichte Immobilie.

Auch nach dem Einzug hört die Gestaltungsfreiheit nicht auf. Keiner schreibt vor, ob ein Umbau oder die Markise erlaubt sind, welcher Belag für den Boden geeignet ist und ob das Bad modernisiert wird. Hausbesitzer wissen zudem, dass sich die Investition in höherwertige Materialien lohnt: Die perfekte Wohnumgebung erhöht ihre Lebensqualität und steigert gleichzeitig den Wert der Immobilie. All diese Faktoren tauchen in einer rein wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Rechnung nicht auf – sind aber für viele Hauskäufer ein ganz entscheidender Vorteil des Eigenheims!

Lebensqualität entsteht auch durch das ausreichende Platzangebot für die ganze Familie: Viele Familien mit mehreren Kindern haben Schwierigkeiten, eine angemessen große Mietwohnung zu finden. Im eigenen Haus ist es eher möglich, allen Kindern einen eigenen Bereich zu geben und gleichzeitig genügend Platz für Hausarbeit, Hobbys und Arbeitszimmer zu behalten.

Ein großes Plus an Lebensqualität entsteht außerdem durch einen Garten, eine große (Dach)-Terrasse am Haus oder einen Wintergarten. Nur wenige Mietwohnungen bieten diesen Luxus, den Sie zum Entspannen, sich sonnen oder draußen spielen nutzen können.

 

2. Gute Geldanlage

Was sind die Alternativen zum Hauskauf? Die Zinsen sind zurzeit so niedrig, dass die bislang beliebtesten Anlageformen der Deutschen – Sparbücher, Sparanlagen und Zinsanlagen wie Bundesschatzbriefe – kaum empfohlen werden können. Die Zinszahlungen fallen so gering aus, dass sie sofort von der allgemeinen Preissteigerung aufgefressen werden. Der Aktienmarkt bringt zwar ordentliche Renditen, insbesondere über einen längeren Anlagezeitraum, aber es bleibt immer ein Restrisiko. Gerade in wirtschaftlich oder politisch turbulenten Zeiten können die Aktienmärkte plötzlich einbrechen – dieses Risiko gefällt vielen Anlegern nicht.

Anders die sicheren Vorteile des Hauskaufs: Immobilien sind wertbeständig. Solange die Lage stimmt, wird das Haus oder die Wohnung über die Jahre eher an Wert gewinnen als verlieren. Zu der Lage zählen

  • die Wirtschaftskraft in der Region,
  • die Infrastruktur mit Schulen und Geschäften in der direkten Umgebung und
  • die konkrete Lage im Stadtviertel oder Ort.

Natürlich spielt auch die Bausubstanz eine Rolle bei der Einschätzung der Wertentwicklung: Bei einigen Immobilien sind umfangreiche Investitionen nötig, um den Wert zu halten. Lesen Sie dazu unseren Beitrag, wie Sie Renovierungskosten berechnen können. Insgesamt gelten Immobilien gerade zurzeit aber als sinnvolle Anlageform mit guten Renditechancen.

3. Ausgezeichnete Altersvorsorge

Arbeitnehmer können sich heute nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Ein Sinken des Rentenniveaus ist unausweichlich. Die private Zusatzvorsorge ist also unverzichtbar, und welche bessere Möglichkeit gäbe es als das eigene Haus? So können Arbeitnehmer schon heute von der Investition in die Zukunft profitieren. Im Alter – wenn die Immobilie abbezahlt ist – wird der Altersvorsorge-Effekt spürbar: Im Gegensatz zu Ruheständlern ohne eigene Immobilie können Hausbesitzer die Rentenzahlung für den Lebensunterhalt verwenden und müssen davon nicht auch noch Miete zahlen. Sie müssen nur für die Betriebskosten und Rücklagen für Reparaturen aufkommen.

Auch wenn das Haus im Alter zu groß wird oder zu viel Arbeit bedeutet, dient es weiter als Altersvorsorge. Entweder Sie vermieten das Objekt und haben so eine zusätzliche Einkommensquelle, oder Sie verkaufen das schuldenfreie Haus und nutzen den Erlös, um eine kleinere (oder barrierefreie) Wohnung beispielsweise in einem Seniorensitz zu kaufen. Viele nutzen auch den Verkaufserlös, um eine Pflegeeinrichtung zu finanzieren – so werden auch die Angehörigen nicht finanziell belastet. Wichtig dabei ist, die Finanzierung so anzulegen, dass Ihr Haus bis zum Renteneintritt abbezahlt ist.


4. Freiheit und Unabhängigkeit

Freiheit und Unabhängigkeit – das sind für viele Hauskäufer ganz klare Vorteile des Eigenheims. Sie sind von keinem Vermieter abhängig. Weder droht eine Kündigung wegen Eigenbedarfs, noch eine Mieterhöhung nach Renovierung. Sie können anbauen, erweitern oder Mitbewohner aufnehmen, wie Sie möchten. Auch der Einbau von Fitnessräumen oder einer Sauna ist allein Ihre Entscheidung.

Störende Wohnungsnachbarn sind kein Problem für Hausbesitzer (obwohl auch zwischen Hausbesitzern Nachbarschaftsstreitigkeiten nicht unbekannt sind). Doch solange Sie niemanden belästigen, können Sie auf eigenem Grund und Boden tun und lassen, was sie wollen – ein Stück Freiheit, nach dem sich viele Mieter sehnen.


5. Mietfrei wohnen

Wenn Sie in Ihren eigenen vier Wänden mietfrei wohnen, zahlen Sie zwar monatlich die Kreditrate, aber das Geld ist nicht verloren: Am Ende ist der Kredit abbezahlt, und die Immobilie gehört vollständig Ihnen. Anders die monatlichen Mietzahlungen: Dieses Geld ist unwiederbringlich verloren.

Es gibt noch mehr Vorteile eines Hauskaufs:

  • Als Haus- oder Wohnungseigentümer sind Sie vor Mieterhöhungen sicher.
  • Manche Haushalte finden im angespannten Mietmarkt in den Metropolen und größeren Städten keine passende Wohnung; in manchen Segmenten ist der Mietmarkt leer gefegt.
  • Ärger oder Streit mit dem Vermieter über dringend anstehende Reparaturen, die Nebenkosten oder die Hausordnung gehören ebenfalls der Vergangenheit an.
 

6. Die aktuelle Zinssituation und die Gefahr einer Zinswende

Doch es sind vor allem finanzielle Gründe, die zu den unbestreitbaren Vorteilen des Eigenheims zählen: Die Zinsen sind zurzeit noch sehr niedrig, Baukredite weiterhin ausgesprochen günstig. Doch Experten warnen: Die lange Niedrigzinsphase wird eher früher als später ein Ende haben. Immerhin sind die Hypothekenzinsen für Baukredite mit einer zehnjährigen Laufzeit seit dem Rekordtief im Herbst 2016 leicht im Anstieg begriffen. Eine Zinswende ist das noch nicht – aber doch eine Ermunterung, jetzt von den im Langzeitvergleich noch günstigen Zinsen zu profitieren. Es ist außerdem weiterhin sinnvoll, die aktuell geltenden Zinsen für die nächsten Jahre festzuschreiben und sich eine möglichst lange Zinsbindung zu sichern. Spielen Sie verschiedene Szenarien durch: Was würde eine Zinserhöhung um einen Prozentpunkt für Ihre Baufinanzierung bedeuten?


7. Steigende Häuserpreise

Gibt es eine Immobilienblase in Deutschland? Seit Jahren steigen die Preise für Neubauten und für Bestandsimmobilien kräftig – vor allem in den Metropolregionen. In manchen begehrten Vierteln ist das Angebot erschöpft, die Preise gehen dort durch die Decke. Doch Experten verweisen auf viele solide Faktoren, die der allgemeinen Entwicklung zugrunde liegen. So ist das Preisniveau noch längst nicht auf dem Niveau anderer europäischer Metropolen angelangt. Die meisten Städte haben gute Wirtschaftsaussichten und ziehen nach wie vor viele zusätzliche Einwohner an. Und die Bausubstanz ist in vielen Fällen sehr ordentlich. Mit einem plötzlichen Wertverlust ist daher in den guten Lagen der großen Städte nicht zu rechnen, eher noch mit einem weiteren Ansteigen der Häuserpreise. Eine Investition in eine passende Immobilie gilt nach wie vor als sinnvoll.

Anders sieht es allerdings in ländlichen Gebieten aus. In Randlagen können Immobilienkäufer nicht von weiterhin steigenden Preisen ausgehen, ein Wertverlust ist nicht auszuschließen. Doch auch in kleineren und mittleren Gemeinden haben Häuser ihren Charme. Hinzu kommt: Für viele Privatleute ist die Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit in der Stadt längst erreicht. Sie weichen daher in günstigere Regionen aus.

 

8. Reale Werte – auch für die Nachkommen

 

Viele Immobilienkäufer denken bei den Vorteilen des Eigenheims bereits an die nächste Generation. Ihnen gefällt der Gedanke, mit dem Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung einen bleibenden Wert zu schaffen. Ob die Wohnung in München, ein Studentenstudio in Münster oder eine Villa mit Meerblick auf Mallorca – diese Immobilien werden im Wert beständig bleiben, wenn die Lage stimmt. Manchmal wird auf diesem Wege ein Vermögen über die Jahrzehnte weitergegeben und wird so zu einem Teil der Familiengeschichte.


9. Staatliche Förderung und das neue Baukindergeld

Die Bundesregierung hat eine neue staatliche Förderung auf den Weg gebracht, die besonders Familien mit Kindern den Weg zum Eigenheim erleichtern soll: das Baukindergeld. Das Instrument ist angelehnt an die frühere Eigenheimzulage. Über zehn Jahre wird pro Kind und Jahr ein fester Förderbetrag gezahlt. So können mehr Familien die monatliche Kreditbelastung einer Baufinanzierung tragen. Die Einkommensgrenzen sind so bemessen, dass auch Familien mit mittleren Einkommen von der Förderung profitieren. Dieses neue Instrument ergänzt die vorhandenen Fördermöglichkeiten. Dazu gehören insbesondere das Wohn-Riestern, die Bausparförderung für Arbeitnehmer, die Wohnungsbauprämie sowie zinsgünstige Kredite der KfW-Förderbank.

 

10. Klima- und Umweltschutz

Als Hauseigentümer hat man viele Möglichkeiten, seinen persönlichen Energieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Mit der richtigen Dämmung, einer modernen Heizung und beispielsweise einer Photovoltaik-Anlage lassen sich Kostenersparnis und Klimaschutz unter einen Hut bringen. Vorab ist natürlich eine Investition fällig, die sich zwar erst langfristig rentiert, aber durch diverse öffentliche Förderprogramme nicht unbedeutend unterstützt wird. Das kann den Immobilienkauf sogar noch etwas verhältnismäßig günstiger werden lassen.

Außerdem erlaubt das eigene Haus ganz persönliche Umweltschutzmaßnahmen, die beispielsweise in einem Mietshaus schwieriger durchzusetzen sind: Angefangen vom eigenen Komposthaufen über die Verwendung von Regenwasser bis hin zur eigenen Stromerzeugung können sich Umweltfreunde im eigenen Haus besonders gut für die Umwelt engagieren.

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