Statik: Garant für die Stabilität eines Bauwerks

Bei Neu- und Umbauten sind die Rollen genau verteilt: Der Architekt plant und entwirft, der Statiker berechnet, ob Konstruktion und Baumaterialien ein stabiles, dauerhaft nutzbares Ganzes ergeben.


Statik – Sicherheitsberechnung von Material und Lasten

Alle Bestandteile eines Bauwerks sind vielfältigen Kräften unterworfen. Deshalb müssen Materialeigenschaften, geplante Nutzungsbelastung und außergewöhnliche äußere Einwirkungen genau berechnet und aufeinander abgestimmt werden. Die Statik zu berechnen, das gehört zu den vorgeschriebenen Grundlagen beim Bauen. Dabei gilt es, mit effizientem Materialaufwand optimale Stabilität und sichere Nutzung zu erreichen. Bauherr und Architekt geben die zu verwendenden Materialien und die gewünschte Funktion eines Objekts vor. Ob aus Holz, Stein oder Beton gebaut wird und ob große, lichte Räume entstehen sollen, hat weitreichende Auswirkungen auf die Bauausführung. Ein Baustatiker berechnet daher die Lasten, die in einem Gebäude wirksam sind oder denen es ausgesetzt ist. Dazu gehören

  • Eigengewicht,
  • Nutzlast,
  • wetterbedingte Lasten (Auswirkungen von Schnee, Wind, Wasser, Eis, Temperatur) sowie
  • dynamische Lasten (Schwingungen, Vibrationen, aber auch Erdbeben).

Die Ergebnisse der Statik-Berechnungen liefern die genauen Werte für die ausführenden Firmen. Manchmal geben die Ergebnisse den Anstoß, andere Baumaterialien zu wählen, etwa wenn sich die nötigen Schwingungseigenschaften einer Konstruktion besser und kostengünstiger mit Holz oder Metall anstatt mit Stein oder Beton erreichen lassen.


Bedeutung der Statik für Bauprojekte

Die Ergebnisse der Statik-Berechnungen haben großen Einfluss auf

  • Baugenehmigung,
  • Bauausführung und
  • Baunutzung.

Da bei Bauvorhaben immer auch Sicherheitsfragen eine Rolle spielen werden, müssen Architekten außer ihren Plänen auch statische Berechnungen mit dem Bauantrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einreichen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern reicht es aus, wenn diese Unterlagen bis zum Baubeginn vorliegen. Alle umfangreicheren Projekte gelten als Sonderbauten, für die nach dem Vier-Augen-Prinzip zwingend ein Prüfstatiker zur Fremdüberwachung der Berechnung beteiligt werden muss.


Statik ist wichtiger Nachweis für das Bauprojekt

Die vorzunehmende und dokumentierte statische Berechnung gilt als Nachweis von

  • Standsicherheit
  • Gebrauchstauglichkeit und
  • Dauerhaftigkeit

eines Gebäudes. Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für größere Aus- und Umbauprojekte, bei denen – sofern vorhanden – auch ältere Bauunterlagen hinzugezogen werden.

Fachleute für Baustatik setzen

  • zeichnerische,
  • rechnerische und (in Ausnahmefällen)
  • experimentelle Verfahren ein.

Konstruktionsprogramme, Bauvorschriften beziehungsweise Baunormen sowie Angaben der Baustoffhersteller liefern wichtige Daten, die vielfach durch Vorschriften vorgegeben und abgesichert sind. Beim Statikberechnen werden alle Werte „in guter Näherung“ erstellt, bei der alle Beteiligten auf der sicheren Seite sind.

Wenn Sie ein Bauprojekt verwirklichen wollen, stehen Ihnen die Berater von Schwäbisch Hall bei der Entwicklung passender Finanzierungkonzepte gern zur Seite.

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