Acht Fehler bei der Immobilienfinanzierung

Endlich in die eigenen vier Wände einziehen. Dieser Traum lässt sich mit einer guten Baufinanzierung in die Tat umsetzen. Doch bei aller Vorfreude empfiehlt es sich, bei der Planung genau hinzuschauen. Diese acht Fehler sollten Sie vermeiden.


Darauf sollten Sie bei der Baufinanzierung achten

Schon kleine Details können darüber entscheiden, ob das Eigenheim umeine fünfstellige  Eurosumme günstiger oder teurer wird. Wer auf dieseStolperfallen im Vorfeld achtet, ist auf der sicheren Seite und kann denWeg in die eigenen vier Wände entspannt gehen.

 

Acht Fehler im Überblick

1. Zu wenig Eigenkapital:

Bauherren sollten in einer soliden Finanzierung mindestens ein Viertel der Gesamtkosten aus
Eigenmitteln bestreiten. Zum Eigenkapital zählen neben Barvermögen auch nutzbare Gutachten, etwa auf einem Sparbuch, einem Geldmarktkonto oder Bausparvertrag.

2. Kreditbedarf falsch berechnet:

Unterschätzt man seinen Kreditbedarf, wird eine teure Nachfinanzierung nötig. Setzt man ihn zu hoch an, verlangen Banken eine Nichtabnahmeentschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme. Darum so genau wie möglich kalkulieren!

3. Nominal- und Effektivzins verwechselt

Nur der Effektivzins ist wirklich aussagekräftig, wenn man die Finanzierungsangebote vergleicht. Er beinhaltet auch Extrakosten wie beispielsweise Kontoführungs- und Darlehensgebühren, die manche Banken erheben.

4. Eigenleistung überschätzt

Viele Häuslebauer überschätzen nicht nur ihre Fähigkeiten und die verfügbare Zeit, sondern auch die Einsparmöglichkeiten. Mit der falsch kalkulierten Muskelhypothek wird der Bau nicht billiger, sondern teurer.

5. Zu hohe Belastung

Unvorhergesehene Ausgaben müssen problemlos bezahlbar bleiben. Darum nicht den letzten Cent des Nettoeinkommens verplanen und sicherheitshalber eine Reserve in Höhe von drei bis sechs Monatsgehältern bilden.

6. Zu niedrige Tilgung

Je geringer die Tilgung, desto länger dauert es, bis die Immobilie schuldenfrei ist. Das sollte spätestens bei Renteneintritt der Fall sein. Und je länger die Laufzeit eines Kredits, desto höher sind die Gesamtkosten der Finanzierung. Tipp: Bauherren sollten die derzeitige Niedrigzinsphase für eine langfristige Zinsbindung und eine Tilgung von mindestens zwei Prozent nutzen. Handeln Sie mit Ihrer Bank auch ein Recht auf kostenfreie Sondertilgungen aus, wie sie bei Bausparverträgen selbstverständlich sind.

7. Nebenkosten übersehen

Für Notar und Grundbucheintrag werden rund 1,5 Prozent des Kaufpreises fällig, die Grunderwerbssteuer beträgt zwischen 3,5 und 5 Prozent. Maklergebühren können deutlich höher zu Buche schlagen. Vorsicht beim Kauf vom Bauträger: Enthält der "Festpreis" wirklich alle Kosten, beispielweise auch die Erschließungskosten für das Grundstück?

8. Laufende Kosten unterschätzt

Auch Hauseigentümer müssen rechtzeitig Rücklagen für Renovierungen bilden, etwa mit einem Bausparvertrag. Faustregel: Die Bausparsumme sollte 15 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie betragen.