Bauherrenhaftpflichtversicherung ist ein Muss

Für den Häuslebauer ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung unerlässlich – muss er doch für alle Schäden finanziell geradestehen, die vom Bau oder Grundstück ausgehen. Auch gegen andere Risiken sollten sich Bauherren absichern. Wir liefern einen Überblick über die wichtigsten Bauversicherungen.


Bauherrenhaftpflichtversicherung: Das ist wichtig

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung am Bau. „Jeder Bauherr sollte eine abschließen“, bekräftigt Bianca Boss, Sprecherin des Bundes der Versicherten (BdV): „Sie leistet im Falle eines Falles Schadenersatz.“ Folgendes sollten Bauherren beim Abschluss bedenken:

  • Die Deckungssumme sollte nicht unter fünf Millionen Euro liegen. Das klingt nach sehr viel – kann aber im Extremfall notwendig sein, zum Beispiel wenn Menschen bei einem Unfall bleibende Schäden erleiden. Die Deckungssumme bestimmt neben dem Baupreis die Höhe des Versicherungsbeitrags.
  • Der BdV empfiehlt außerdem, die Bauherrenhaftpflichtversicherung schon beim Kauf des Grundstücks abzuschließen. Sie sichert nämlich auch Schäden ab, die auf unbebautem Gelände entstehen.
  •  Aber: Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung läuft maximal zwei Jahre. Für Flächen, die dann noch immer brachliegen, raten Experten zu einer Grundstückshaftpflichtversicherung.

Schutz vor Schäden durch Feuer und Naturkatastrophen

Weiteren Schutz – etwa vor Feuer oder Naturkatastrophen und bei Problemen mit der Baufirma – bieten diese Versicherungen:

  • Feuer-Rohbauversicherung: Hierdurch ist der Rohbau gegen Brand, Blitzschlag und Explosionen versichert. Am besten schließt man sie gleich zu Baubeginn ab. Tipp von Verbraucherschützern: Manch eine Feuer-Rohbauversicherung ist beitragsfrei, wenn man nach Fertigstellung des Hauses bei derselben Gesellschaft eine Wohngebäudeversicherung abschließt.
  • Bauwesen-/Bauleistungsversicherung: Sie sichert Bauherren gegen unvorhergesehene Schäden am Bau ab, beispielsweise als Folge von starken Stürmen, Erdbeben und Vandalismus oder wenn Wasser die Baugrube flutet. Diese Versicherung endet bei Bezugsfertigkeit, maximal aber nach zwei Jahren. BdV-Sprecherin Boss: „Prüfen Sie, ob Baufirma oder Handwerker sich am Beitrag beteiligen. Die Versicherung leistet nämlich auch, wenn der Schaden zulasten der Baufirma geht.“

Was ist, wenn die Baufirma Konkurs anmeldet?

Häufig wird auch der Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung und/oder einer Baugewährleistungsversicherung empfohlen. Laut BdV ist auch dieser Schutz wichtig für Bauherren, da er vor Kosten schützt, die bei einem Konkurs der Baufirma entstehen. Experten wie der Fachanwalt Alexander Jakobs weisen jedoch auf eines hin: Diese Versicherungen geben dem Bauherrn wirklich nur bei Insolvenz des Unternehmens die Möglichkeit, seine Ansprüche gegen den Versicherer geltend zu machen. Der Anwalt rät deshalb eher dazu, vom Bauunternehmer eine Fertigstellungs- oder Vertragserfüllungsbürgschaft zu verlangen.

Unbedingt beachten sollten Bauherren, dass auch freiwillige Helfer aus dem Familien- und Freundeskreis auf der Baustelle versichert sein müssen. In Deutschland ist es ohnehin Pflicht, sie bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft anzumelden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie unentgeltlich arbeiten oder fürs Anpacken bezahlt werden. Mit Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft sind die Helfer automatisch unfallversichert. Achtung: Bei Nichtanmeldung drohen hohe Bußgelder!


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