Checkliste für Hauskauf und Wohnungskauf

Der Haus- oder Wohnungskauf ist eine wichtige Entscheidung im Leben. Immerhin soll das Haus oder die Eigentumswohnung zum wichtigsten Ort der Welt werden. Was ist alles beim Immobilienkauf zu beachten?  Eine Checkliste mit unseren Tipps zum Hauskauf und Wohnungskauf hilft weiter.


Haus- und Wohnungskauf: Besichtigung steht am Anfang

Aus dem Traum der eigenen vier Wände soll schon bald Wirklichkeit werden. Lange wurde nach dem Haus oder der Eigentumswohnung gesucht. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Bevor jedoch der Kaufvertrag unterschrieben wird, sollten einige wichtige Dinge rund um den Hauskauf oder den Erwerb der Eigentumswohnung beachtet werden.

 

Die Besichtigung der Traumimmobilie ist oft der erste Schritt zum Umzug ins neue Wohnglück – der Immobilienmakler der erste Ansprechpartner. Lage des Grundstücks oder Beschaffenheit der Bestandsimmobilie sind wichtige Kriterien für eine positive Kaufentscheidung – aber auch Eckpunkte der Preisverhandlung und Grundlage für eine Immobilienfinanzierung.

 

Checkliste Hauskauf und Wohnungskauf

Was ist alles bei einem Immobilienkauf zu beachten? Was sind Kaufnebenkosten, wie hoch ist die Grunderwerbsteuer oder welche Kosten für Immobilienmakler, Notar oder Gutachter kommen auf mich zu. Machen Sie eine Checkliste! Einige der folgenden wichtigen Punkte sollte auf dieser Checkliste nicht fehlen und geben einen ersten Anhaltspunkt. In Bezug auf die Immobilienfinanzierung sind zudem unsere Experten vor Ort die richtigen Ansprechpartner.

 

Die Kaufnebenkosten

  • Notar und Grundbuchamt, Grunderwerbsteuer, eventuell eine Maklerprovision oder anfallende Gebühren für Katasterpläne oder Grundbuchauszüge – planen Sie bei Ihrer Checkliste Immobilienkauf für die Nebenkosten circa 4 bis 10 Prozent des Kaufpreises ein.
  • Die Grunderwerbsteuer variiert dabei je nach Bundesland. (Grafik Grunderwerbsteuer).
  • Im Gegensatz zu Mietwohnungen, bei denen seit Juni 2015 das Bestellerprinzip gilt, müssen bei Kaufimmobilien weiter die Käufer den Immobilienmakler bezahlen.   

 

Das Gutachten

  • Wie solide ein Haus wirklich gebaut ist, kann gerade bei älteren Bestandsimmobilien nur der Fachmann beurteilen, der dementsprechend vor dem Immobilienkauf hinzugezogen werden sollte.
  • Aber Achtung: der Begriff "Sachverständiger" ist nicht geschützt. Ein seriöses Immobiliengutachten sollte von einem Fachmann mit entsprechend qualifizierter Ausbildung, einem öffentlich bestellten und vereidigten oder einem EU-zertifizierten Sachverständigen vorgenommen werden.
  • Leistung und Honorar des Bausachverständigers sind frei verhandelbar und sollten vorher genau definiert werden.

 

Der Neubau

  • Beim Bauen mit einem Bauträger muss im Vertrag (z. B. durch eine Fertigstellungsbürgschaft) der Insolvenzfall abgesichert sein. Ebenfalls sollte festgehalten werden, dass der Erwerber und von ihm Beauftragte Experten jederzeit die Baustelle betreten dürfen.
  • Eine weitere Absicherung ist die Vereinbarung, vor jeder Ratenzahlung eine technische Begehung vorzunehmen und bis zur Beseitigung eventueller Mangel die Rate einzubehalten.
  • Nach Fertigstellung beginnt die Gewährleistungsfrist, innerhalb dieser der Bauträger auftretende Mängel kostenfrei beseitigen muss. Diese sollte fünf Jahre betragen. Für die Dauer der Gewährleistungsfrist kann vertraglich vereinbart werden, dass ein Teil der Leistungssumme (mindestens 5 Prozent) als Sicherheit einbehalten wird.

 

Der Altbau

  • Der Zustand der Immobilie ist Ausgangspunkt für anstehende Sanierungs- und Modernisierungs-Maßnahmen.
  • Bei schlecht isolierten Fenstern und mangelhafter Dämmung sind höhere Energiekosten und somit höhere Wohnnebenkosten zu erwarten – das muss dann bei den Betriebskosten und somit auch bei der Finanzierung beachtet werden.

 

Die Finanzierung

  • Für einen Immobilienkauf auf solider finanzieller Basis sollten Sie rund 20 bis 30 Prozent an Eigenkapital besitzen - plus Mittel für eventuelle Extrakosten.
  • Aufgrund des derzeit extrem niedrigen Zinsniveaus empfiehlt sich neben einer langen Zinsbindung auch eine Tilgung von mindestens 2 Prozent.
  • Lassen Sie sich auch das Recht auf Sondertilgung einräumen. Die müssen Sie nicht bedienen, können so aber bei einem unerwarteten Geldsegen das Darlehen schneller tilgen.

 

Der Bausparvertrag

  • Ein zentrales Element der Immobilienfinanzierung und damit auch der Checkliste für den Hauskauf und Wohnungskauf ist nach wie vor der Bausparvertrag, der gleichzeitig eine der wenigen Sparformen und Geldanlagen ist, die auch staatlich gefördert werden: mit der Arbeitnehmer-Sparzulage1 auf
    vermögenswirksame Leistungen, der Wohnungsbau-Prämie1 und der Riester Förderung. Mit Bausparen wird das notwendige Eigenkapital für einen soliden Immobilienkauf gebildet und zudem der Anspruch auf ein Bauspardarlehen gesichert - und das völlig unabhängig von Zinsschwankungen am Kapitalmarkt.
  • Für eine ausführliche persönliche Beratung sprechen Sie mit Ihrem Experten vor Ort.

 

Fußnote: Bei
Berechtigung. Es gelten Einkommensgrenzen und weitere Bedingungen.

 

Die Eigenmittel

  • Machen Sie vor der ersten Besichtigung oder dem ersten Finanzierungstermin einen ehrlichen Kassensturz.
  • Wie viel Haus oder Wohnung Sie sich leisten können, hängt maßgeblich von Ihrer finanziellen Situation ab.
  • Berücksichtigen Sie dabei neben Ihrem Vermögen und regelmäßigen Einnahmen auch alle anfallenden Ausgaben.

 

Die Lebensgrundlage

  • Nach Abzug aller festen Kosten sollte bei Ledigen ein verfügbares Nettoeinkommen von 500 bis 700 Euro monatlich übrigbleiben, um den Immobilienkauf ruhigen Gewissens tätigen zu können.
  • Für den (Ehe-)Partner sollten Sie 250 bis 300, für jedes Kind 150 bis 200 Euro veranschlagen.
  •  Eine vierköpfige Familie sollte ihre Baufinanzierung demnach in der Checkliste Hauskauf und Wohnungskauf so kalkulieren, dass ihr 900 bis 1.200 Euro zum Leben bleiben.

 

Die eiserne Reserve

  • Für Reparaturen oder andere unvorhergesehene Ereignisse sollten Sie ein bis zwei Monatsnettogehälter als Rücklage bilden.

 

Die Lage/Umgebung

  • Infrastruktur, Nachbarn, Schulen - je nach Lebenssituation sind die Ansprüche an die Lage der Immobilie andere. Schauen Sie sich vor dem Immobilienkauf deshalb die Umgebung genau an.
  • Machen Sie kurze Besuche zu unterschiedlichen Tageszeiten, sprechen Sie mit den Nachbarn und beschränken Sie sich bei der Besichtigung nicht nur auf die Straße, in der die Immobilie liegt.

 

Betriebskosten

  • Heizung, Wasser, Müll, Versicherung - die laufenden Kosten wollen beim Immobilienkauf gedeckt sein.
  • Lassen Sie sich bei Bestandsimmobilien vom Vorbesitzer die Abrechnungen der letzten drei Jahre und den Energiepass zeigen. Bestehen Sie darauf. Die Vorlage des Energieausweises ist verpflichtend.
  • Bei Wohnungskäufern gilt: Lassen Sie sich die Protokolle der Eigentümerversammlung der letzten fünf Jahre zeigen und prüfen Sie die gebildeten Instandhaltungsrücklagen.

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Checkliste Haus- und Wohnungskauf entwickelt sich

Eine Checkliste für den Hauskaufoder den Wohnungskauf bringt nicht nur einen guten Überblick über die zu erwartenden Kosten, sondern auch eine gute Einschätzung der zukünftigen Pflichten eines Immobilienbesitzers. So eine Liste entsteht nicht an einem Tag. Gespräche mit Immobilienmaklern, Architekten, Notaren oder unseren Finanzexperten lassen diese Liste stetig wachsen. Zudem gibt diese Checkliste Sicherheit und ist ein gutes Fundament für die zukünftige Traumimmobilie.