Solarhaus – Klimafreundliches Zuhause

Holz und Sonne als einzige Energiequelle? Dass ein solches Konzept ohne Verzicht möglich ist, zeigt ein findiger Holzhausbauer in der Rhön.


Eine Herzensangelegenheit

Für den Hessen, der in der Rhön ein Massivholzhausbau-Unternehmen besitzt, ist das Bauen mit Massivholz schon von Berufs wegen eine Herzensangelegenheit. Mit dem ökologischen Baumaterial ließe sich nicht nur der Einsatz industriell gefertigter Dämmmaterialien vermeiden, auch erhielte man mit ihm ein besonders gesundes Raumklima. Für den Unternehmer war völlig klar, dass er sich irgendwann auch sein privates Heim aus diesem Rohstoff bauen würde.

Das bot sich allerdings schon auch deshalb an, weil er das Holz direkt vor der Haustür erhält. „In rauen Mengen“, so Herrmann, „denn wir sind in der Rhön ja umgeben von Wald.“ Wo viel Wald ist, da sind Waldwirtschaft und Sägewerke. Kurze Transportwege garantieren also hier schon bei der Herstellung konsequente Nachhaltigkeit. Holz war aber nicht nur der Baustoff des Hauses, sondern Teil des Energiekonzepts. Plus Sonne. Und das soll funktionieren? Ganz ohne Verzicht?  

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Der Sonnenturm fängt die Sonnenwärme ein

„Sonnenkollektoren auf dem Hausdach, ein Kamin im Wohnzimmer“, er­läutert Herrmann, „damit allein wäre das im ­Winter nicht zu machen gewesen.“ Also musste er sich schon etwas mehr einfallen lassen, um die Sonne optimal auszunutzen. Da in der Region strenge Bauvorschriften und Satteldachhäuser vorgeschrieben waren, hatte er keine großen Spielräume bei der Architektur. So erfand er diesen schräg verlaufenden, zum Süden geneigten Anbau, an dem die Geister sich eben hin und wieder scheiden.

Doch Uli Herrmann ficht das nicht an. Denn der „Sonnenturm“, exakt im rechten Winkel zur Mittagssonne stehend, holt ein Maximum an Sonnenenergie heraus. „Und wo steht schon geschrieben, dass ein Turm gerade Wände haben muss?“, freut er sich. Mit seiner Architektur, ergänzt um eine „kleine“ Photovoltaikan­lage auf dem Dachfirst, die mit nur 3 kWp Leistung den Jahresstrombedarf deckt (auch weil im Haushalt konsequent energiesparende Geräte eingesetzt werden), konnte er sein ausgeklügeltes Konzept von autarker Energieversorgung verwirklichen.

 

Der Grundriss

Solarhaus als klimafreundliches Zuhause: Grundrisse Kellergeschoss
Kellergeschoss

Das Holz dafür bekommt er vor der Haustür – und das konkurrenzlos güns­tig. „Da Bäume rund sind, sie aber immer zu Balken verarbeitet werden, liegt hier in den Sägewerken eine Menge Seitenware ungenutzt herum“, erklärt Herrmann. Von der Auswahl der Rohstoffe über die Produktion bis hin zum Betrieb – überall steht der Gedanke der Energieeinsparung im Vordergrund. Und so wundert nicht, dass das Haus 2011 vom Fachdienst Biosphärenreservat Rhön als „Klimafreundliches Haus“ ausgezeichnet wurde.


Solarhaus als klimafreundliches Zuhause: Grundrisse Erdgeschoss
Erdgeschoss

Im Erdgeschoss gelangt man vom Carport und der Garage in den Wohn- und Kochbereich. Außerdem auf gleicher Ebene: eine Speisekammer und ein WC. Der Keller bietet ausreichend Platz für Aufbewahrung und Hobby-Utensilien sowie die Haustechnik inkl. Schichtenspeicher.


Solarhaus als klimafreundliches Zuhause: Grundrisse Obergeschoss
Obergeschoss

Im Obergeschoss befinden sich das große Elternschlafzimmer,
zwei Kinderzimmer und ein großes Bad mit Sauna.