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Das ändert sich im Juli 2021

  • Bundesförderung für erneuerbare Energien
  • Neue Zollrichtlinien
  • Bisherige Änderungen

Ein neuer Monat startet häufig mit neuen Gesetzen und Regelungen. Oft sind diese mit finanziellen Auswirkungen oder baulichen Maßnahmen für Immobilienbesitzer und Bauherren verbunden. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Änderungen im neuen Monat für Sie zusammengetragen.

Das ändert sich in diesem Monat:

Ab 1. Juli 2021 tritt die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Das dürfte vor allem Bauherrinnen und Bauherren freuen, die nachhaltig bauen und dabei auf erneuerbare Energien setzen. Denn: Energetische Maßnahmen bei der Sanierung und dem Neubau von Wohn- (BEG WG) und Nichtwohngebäuden (BEG NWG) werden vom Bund mit bis zu 50 Prozent Förderung finanziell unterstützt.

Das bedeutet: Wenn Sie Ihr Wohngebäude zum Effizienzhaus sanieren wollen, können Sie bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro Förderung bekommen. Außerdem sind bei Wohnungsneubauten staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 Prozent) im Rahmen der BEG WG möglich.

Für die Förderbeantragung und Fachplanung ist die Einbindung von Energie-Effizienz-Experten (EEE) notwendig. Die Kosten für diese Dienstleistung werden mit bis zu 5.000 Euro zusätzlich im Rahmen der BEG bezuschusst.

Sie möchten ihr Eigenheim energetisch gestalten oder sanieren? Sie haben noch offene Fragen, die Sie gerne persönlich klären würden? Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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Gestartet ist die neue BEG in Deutschland bereits am 1. Januar 2021 mit der ersten Stufe. Seither wird die Zuschuss-Förderung für Einzelmaßnahmen nicht mehr von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sondern vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) vergeben; dieses war auch bisher schon für die Vergabe der Zuschüsse für Heizungen mit erneuerbaren Energien zuständig. Damit ist die Förderung für alle energetischen Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden nun gebündelt und kann bei einer Stelle beantragt werden.

Die BEG soll mehr Licht in den Förderdschungel des Bundes für energieeffizientes Bauen und Modernisieren bringen. Die vollständige Umsetzung wird bis Ende 2022 erfolgen. 


Was sich sonst im Juli ändert:

  • Viele Einwegplastikprodukte werden ab dem 3. Juli 2021 in der EU verboten. Dazu gehören nach Angaben der Bundesregierung etwa Trinkhalme, Rührstäbchen, Luftballonstäbe oder Einweg-Geschirr aus konventionellem Plastik und aus "Bioplastik". Auch To-go-Becher und Einweg-Behälter aus Styropor dürfen in der EU nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. 
  • Ab dem 1. Juli 2021 gelten neue Zoll-Richtlinien, durch die Bestellungen in Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) deutlich teurer werden können. Weil die bisherige Freigrenze für Sendungen mit einem Warenwert unter 22 Euro entfällt, muss für jede Warensendung aus einem Nicht-EU-Land dann eine Zollanmeldung erfolgen. Diese Aufgabe übernimmt der zuständige Transportdienstleister, wie die Deutsche Post auf ihrer Website schreibt. Abgaben von weniger als 1 Euro werden jedoch nicht erhoben.
  • Während die Fußball-EM am 11. Juli mit dem Finale in London zu Ende geht, beginnen am 21. Juli die Olympischen Spiele. Bis 8. August wetteifern Athleten aus der ganzen Welt um die begehrten Medaillen. 

Neben der Fußball-EM und den Olympischen Spielen stehen im Juli vielerorts die Sommerferien an. Wegen der Corona-Pandemie herrscht bei vielen Menschen noch immer Unsicherheit, ob sie einen Urlaub buchen sollen oder nicht. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, zeigt sich mit Blick auf die aktuellen Impfquoten und Prognosen jedenfalls optimistisch.

Sie haben ein bestimmtes Ziel im Auge? Ist es wieder der Strand an der Nordsee, an den Sie seit 20 Jahren reisen? Oder ist es das Bergdorf im Allgäu, in das Sie immer im Juli mit Ihren Studienfreunden fahren. Wer dauerhaft eine bestimmte Urlaubsregion favorisiert, für den kann der Kauf eines eigenen Ferienhauses eine echte Alternative sein. Der Vorteil daran: Ein Ferienhaus in toller Lage ist sehr beliebt und lässt sich daher viel leichter vermieten.

Falls Sie nicht verreisen wollen, machen Sie doch einfach Urlaub zuhause. Entspannen können Sie schließlich auch in den eigenen vier Wänden. Und das Beste daran: Durch Modernisierungsarbeiten können Sie sich Ihr persönliches Feriendomizil quasi selbst bauen. Bevor Sie damit loslegen, sollten Sie allerdings die Renovierungskosten berechnen. Denn: Vor allem für die Verwirklichung von größeren Renovierungsvorhaben reicht das Ersparte oftmals nicht aus.


Was sich bislang 2021 geändert hat:

Jubiläum bei Schwäbisch Hall

In eigener Sache: Runde Geburtstage sind immer etwas Besonderes – auch zu Pandemie-Zeiten. Am 16. Mai haben wir – die Bausparkasse Schwäbisch Hall – 90. Geburtstag gefeiert. Mit einem Marktanteil von 30 Prozent sind wir seit Jahrzehnten die größte private Bausparkasse und einer der führenden Baufinanzierer in Deutschland.

2020 haben Kunden Baufinanzierungen über ein Volumen von 19 Milliarden Euro und Bausparverträge über 24 Milliarden Euro abgeschlossen. Seit der Währungsreform 1948 hat Schwäbisch Hall allein in Deutschland mehr als neun Millionen Wohnungen mitfinanziert. Wenn Sie mehr über unsere 90-jährige Historie erfahren wollen, dann klicken Sie sich durch die Geschichte unseres Unternehmens. Dort lesen Sie übrigens auch, wann der berühmte Bausparfuchs erfunden wurde.

Dass die Aufgaben auch nach 90 Jahren nicht kleiner werden, zeigt der Blick auf den künftigen Finanzierungsbedarf im Gebäudesektor. Zum einen ist sowohl der Bedarf an Wohnraum weiterhin höher als das Bauvolumen, zum anderen ist der Wunsch nach Wohneigentum gerade während der Corona-Phase noch gestiegen.

Egal für was Sie sich entscheiden, wir und unsere Heimatexperten sind auch in Zukunft für Sie da. 

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Neue Regeln für den Energieausweis

Der Energieausweis ist eine Art Steckbrief eines Wohngebäudes. Wer eine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, muss ihn beziehungsweise eine Kopie davon vorlegen. Seit 1. Mai 2021 gelten dafür neue Regeln. Relevant sind die Neuerungen für Energieausweise, die zehn Jahre oder älter sind und jetzt erneuert werden.

Nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG), das seit November 2020 in Kraft ist, erhalten Energieausweise künftig zusätzliche Informationen, die die Klimawirkung berücksichtigen:

  • Im Ausweis müssen CO2-Emissionen angegeben sein. Sie werden aus dem Energiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes berechnet. 
  • Wer einen Energieausweis ausstellt, muss bestehende Gebäude künftig vor Ort oder anhand von aussagekräftigen Bildern bewerten. Damit soll die Qualität der Sanierungsempfehlungen im Ausweis erhöht werden.
  • Immobilienmakler müssen bei Vermietung, Verpachtung oder Verkauf einen Energieausweis vorlegen.
  • Der energetische Zustand des Gebäudes muss im Ausweis detailliert aufgeführt sein.

Frist für das Baukindergeld ist abgelaufen

Die Frist für das Baukindergeld ist zum 31. März abgelaufen. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung das Baukindergeld im vergangenen Jahr um drei Monate bis Ende März 2021 verlängert. 

Übrigens: Wer bis zum 31. März eine Baugenehmigung eingereicht oder einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben hat, kann das Baukindergeld noch bis 31.12.2023 beantragen.

Das Baukindergeld ist eine staatliche Maßnahme zur Förderung von Wohneigentum. Mit bis zu 12.000 Euro pro Kind unterstützt der Staat Familien beim Kauf oder Bau der ersten eigenen vier Wände.

Finanzieren Sie ein Traumhaus für Ihre Familie

Die Frist für das Baukindergeld ist abgelaufen, trotzdem wollen Sie für Ihre Lieben ein Familienhaus bauen? Die Entscheidung für das ideale Modell dürfte da schwerer fallen als die Klärung der Finanzierung: Wir beraten Sie gern – auch hinsichtlich der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten – und erstellen zusammen mit Ihnen Ihre individuelle Baufinanzierung. Ihr Heimatexperte vor Ort bespricht mit Ihnen alle notwendigen Details. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin.

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Erhöhung der Wohnungsbauprämie (WoP)

Erstmals seit 1996 wurde die Wohnungsbauprämie zum 1. Januar 2021 verbessert. Damit ist die staatliche Förderung auf zehn Prozent gestiegen. Statt wie bisher 45 Euro Prämie für ein Sparvolumen von jährlich 512 Euro erhalten die Bürger maximal 70 Euro für 700 Euro angespartes Eigenkapital. 

Angehoben wurden auch die Einkommensgrenzen für die Förderberechtigung: für Alleinstehende von bislang 25.600 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen auf 35.000 Euro. Für Verheiratete ist der Grenzwert von 51.200 auf 70.000 Euro angestiegen. Damit profitieren künftig mehr Bürger von der staatlichen Unterstützung. 

Mit Schwäbisch Hall ist der Weg zur Wohnungsbauprämie ganz einfach: Sie erhalten den Antrag jeweils zum Jahresbeginn mit Ihrem Kontoauszug, Sie können die Prämie aber auch online beantragen, wie das Video zeigt. 

Die Wohnungsbauprämie einfach auf elektronischem Wege beantragen – so funktioniert's.


 

CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe

Heizen und Tanken sind teurer geworden. Denn: Fossile Brennstoffe werden seit Januar 2021 mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 belegt. Der Hintergrund: Deutschland will mit einem einheitlichen CO2-Preis seine CO2-Reduzierungsziele erreichen. 

Wer also mit Öl oder Gas heizt, muss tiefer in die Tasche greifen. Innerhalb von fünf Jahren steigt der CO2-Preis dann weiter auf 55 Euro. Die Verbraucherzentralen haben berechnet: Die Heizkosten für einen 150-Quadratmeter-Haushalt mit Ölheizung erhöhen sich dadurch bis 2025 um rund 1.200 Euro. 

Sie möchten Ihre alte Ölheizung durch ein klimafreundliches Heizsystem ersetzen? Die Kosten für eine neue Heizung können schnell im fünfstelligen Bereich liegen. Mit einem Modernisierungskredit profitieren Sie bei der Finanzierung von energetischen Maßnahmen von besonders günstigen Zinsen. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit Ihrem Heimatexperten vor Ort. 

Neue Feinstaubregeln für Kaminöfen

Kaminöfen sind seit einigen Jahren wieder beliebt, doch einige Exemplare mussten kurz vor dem Jahreswechsel auf den Prüfstand. Grund dafür ist die Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV), die seit Januar 2021 strengere Feinstaubregeln vorschreibt. 

Das heißt: Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, musste man bis 31.12.2020 stilllegen oder mit Feinstaubabscheidern nachrüsten, wenn die geltenden Grenzwerte nicht eingehalten werden konnten. 

In Deutschland dient ein Kaminofen immer nur als Zweitheizung. Kombinieren Sie diesen mit einer alternativen Heizmethode, zum Beispiel einer Pelletheizung oder einer Solarthermie-Anlage. 

Ein Heizungskauf ist natürlich mit Kosten verbunden. Bei umweltschonenden Heizungen können Sie allerdings von verschiedenen Förderprogrammen profitieren. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten über Ihre Optionen zur Finanzierung. Er geht gerne auf Ihre Wünsche und Vorstellungen ein und erstellt mit Ihnen gemeinsam ein Konzept für einen zinsgünstigen Kredit. 


 

Erhöhung des Kindergeldes

Über eine Aufstockung des monatlichen Kindergeldes um 15 Euro können sich Familien freuen. 219 Euro erhalten demnach Eltern für die ersten beiden Kinder, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro für das vierte. 

Außerdem hat die Bundesregierung den Kinderfreibetrag, den Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf für die Einkommensteuer zum Jahreswechsel erhöht. Jeder Freibetrag wurde pro Elternteil um 144 Euro angehoben. Damit kommt ein Elternpaar insgesamt auf eine Summe von 8.388 Euro (je Kind) jährlich, auf die keine Einkommensteuer fällig wird.

Nutzen Sie das zusätzliche Geld doch einfach für die Zukunftsvorsorge Ihrer Kinder. Mit einem Bausparvertrag geben Sie dem Nachwuchs eine gute Starthilfe. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Sie möchten mehr über unseren Bausparvertrag erfahren und haben offene Fragen, die Sie gerne persönlich klären würden? Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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Wegfall des Solidaritätszuschlags 

Für die meisten Steuerzahler entfällt seit 1. Januar 2021 nach 30 Jahren der Solidaritätszuschlag (Soli). Was das genau heißt, erklärte die Bundesregierung zum Jahreswechsel so: "Für 90 Prozent der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen – so wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben, sodass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro zukünftig kein Soli mehr fällig wird." 

Über dieser Grenze steigt der Soli-Satz dann schrittweise an. Den vollen Satz von 5,5 Prozent müssen Menschen mit sehr hohen Einkommen zahlen. Das ist der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Alleinstehenden mehr als 96.409 Euro beträgt, Verheiratete müssen zusammen mindestens 192.818 Euro verdienen.

Zwei Beispiele nennt die Bundesregierung auf ihrer Homepage: Ein verheiratetes Paar mit zwei Kindern und zwei Einkommen (Jahresbrutto: 66.000 Euro und 54.800 Euro) spart ab 2021 durch den kompletten Wegfall des Soli fast 1.000 Euro im Jahr. Für einen Single ohne Kinder mit einem Bruttolohn von 31.200 Euro im Jahr beträgt die Ersparnis gut 200 Euro jährlich.

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