Das ändert sich im Dezember 2021

  • Kündigungsfristen für Festnetz-, Handy- und Internetverträge
  • Jährliche Anpassung der Pfändungsfreigrenzen
  • Bis 31.12. Wohnungsbauprämie sichern

Ein neuer Monat startet häufig mit neuen Gesetzen und Regelungen. Oft sind diese mit finanziellen Auswirkungen oder baulichen Maßnahmen für Immobilienbesitzer und Bauherren verbunden. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Änderungen im neuen Monat für Sie zusammengetragen.

Was sich im Dezember 2021 ändert:

Regelungen im Handyvertrag
Keine automatische Verlängerung des Handyvertrages. Hier hat der Gesetzgeber die Verbraucherrechte gestärkt. (Quelle: Adobe Stock)

Am 1. Dezember 2021 tritt die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft. Diese gilt sowohl für neue als auch bestehende Verträge und bringt einige Verbesserungen für Verbraucher:

  • Die Vertragslaufzeit von Handyverträgen zum Beispiel darf nach Ablauf nicht automatisch durch den Anbieter verlängert werden. Hier kann der Verbraucher nach Ablauf der Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten monatlich kündigen.
  • Fallen Telefon- und Internetverbindungen komplett aus und der Anbieter kann die Störung nicht innerhalb von zwei Tagen beheben, können Sie Entschädigung verlangen.
  • Werden Verträge am Telefon abgeschlossen, muss Ihnen der Anbieter die Vertragszusammenfassung schriftlich zum Beispiel per Mail mitteilen. Für die Wirksamkeit ist Ihre Bestätigung des Vertragsabschlusses erforderlich.
  • Bei zu geringer Bandbreite wird ein Minderungs- und Kündigungsrecht eingeräumt. Die Definition der Mindestbandbreite muss jedoch vom Gesetzgeber noch festgelegt werden.
  • Konditionsänderungen des Anbieters haben Verbraucher bisher kaum oder gar nicht mitbekommen, auch nicht, wenn es zwischenzeitlich einen besseren Tarif gibt. Deshalb muss der Anbieter jetzt einmal jährlich eine Auskunft zum optimalen Tarif geben.
  • Mit der Novelle geht aber auch einher: Vermieter dürfen auf alle Mieter (sofern im Mietvertrag verankert) die Kosten für den ersten Anschluss des Gebäudes an ein Glasfasernetz umlegen, egal ob ein Mieter diesen nutzt oder nicht. Das gilt für Anschlüsse im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2027.

 

Auch das ändert sich im Dezember:

  • Die Anrufe mit 0180er-Nummern werden günstiger – je nach Endziffer der gewählten Nummer. Mit der Zahl 2 am Ende, also der 01802, sind das 6 Cent pro Anruf. Wählen Sie die Nummer 01803 fallen 9 Cent pro Minute an. Bei den Nummern 01804 und 01806 sind es 20 Cent pro Anruf. Bei der 01805 zahlen Sie 14 Cent pro Minute. Mit der Endziffer 7, also der 01807 sind 30 Sekunden kostenlos, danach kostet jede Minute 14 Cent.
  • Für eine bessere Durchführung in der Praxis wurden für das Pfändungsschutzkonto Konkretisierungen beschlossen, unter anderem: Die Pfändungsfreigrenzen werden jährlich zum 1. Juli festgelegt und nicht wie bisher alle zwei Jahre. Für Weihnachtsgeld, Rentenzahlungen und bestimmte Lebensversicherungen gelten höhere Freigrenzen. Gemeinschaftskonten sowie Nachzahlungen von Arbeitslohn und Sozialleistungen fallen jetzt unter den Pfändungsschutz.
  • Die Preise für rezeptpflichtige Arzneimittel steigen um 20 Cent.

 

Unser Tipp: Jetzt noch die volle Wohnungsbauprämie für 2021 sichern!

Seit 2021 ist beim Bausparen mehr Wohnungsbauprämie drin. Ihre Einzahlungen bis zu 700 Euro jährlich für Singles und 1.400 Euro für Verheiratete werden mit der verbesserten Förderung von 10 % gefördert. Lassen Sie sich diese und weitere Prämien nicht entgehen, berechnen Sie ihre Förderung! Sie haben noch Fragen? Unsere Heimatexperten informieren Sie gerne.

 

 

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Was sich bislang 2021 geändert hat:

Neuer Bußgeldkatalog seit 9. November 2021

Autofahrerinnen und -fahrer aufgepasst: Seit dem 9. November gelten im Bußgeldkatalog unter anderem höhere Bußgelder für zu schnelles Fahren und falsches Parken. Einige Beispiele:

  • Wer innerorts bis zu 10 km/h zu schnell fährt, zahlt anstatt bisher 15 Euro neu 30 Euro. Bei bis zu 21 bis 25 km/h zu viel auf dem Tacho, erhöht sich das Bußgeld von 80 auf 115 Euro.
  • Auch zu schnelles Fahren außerhalb der Ortschaft wird mit einem höheren Bußgeld belangt. Wer beispielsweise 21 bis 25 km/h zu schnell fährt, wird mit 100 Euro statt bisher 70 Euro zur Kasse gebeten.
  • Parken auf Geh-, Radwegen oder in zweiter Reihe kostet bis zu 110 Euro. Wer durch falsches Parken eine E-Ladesäule blockiert, erhält ein "Knöllchen" über 55 Euro.

 

Änderungen beim Inkassoverfahren

Beim Inkassoverfahren wurden 2021 zum Schutz der Verbraucher bereits Änderungen eingeführt, beispielsweise die Senkung der Inkassogebühren und die Verschärfung, wer überhaupt Inkasso betreiben darf. Zum 1. Oktober gelten nun auch neue Informationspflichten gegenüber Privatpersonen. Macht ein Inkassodienstleister eine Forderung geltend, muss er mehr Informationen übermitteln als bisher und zwar „klar und verständlich in Textform“ – und auch auf Fragen des Verbrauchers weitere Angaben machen. Bei Stundungs- oder Ratenzahlungsvereinbarungen und bei Schuldanerkenntnissen hat der Inkassobetreiber Hinweispflichten gemäß § 13a RDG zu beachten.

 

Elterngeld-Reform in Kraft

Im September trat die Elterngeld-Reform in Kraft. Das Gesetz sieht vor, dass Mütter und Väter von Frühgeborenen künftig länger Elterngeld bekommen. Außerdem werden die Möglichkeiten für Teilzeitarbeit während des Elterngeldbezugs ausgeweitet. Zur Finanzierung der Änderungen sollen Spitzenverdienerpaare mit mehr als 300.000 Euro Einkommen künftig kein Elterngeld mehr bekommen. Bisher lag die Grenze bei 500 000 Euro.


Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Im Juli ist die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft getreten. Das bedeutet: Wenn Sie Ihr Wohngebäude zum Effizienzhaus sanieren wollen, können Sie bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro Förderung bekommen. Außerdem sind bei Wohnungsneubauten staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 Prozent) im Rahmen der BEG WG möglich.

Für die Förderbeantragung und Fachplanung ist die Einbindung von Energie-Effizienz-Experten (EEE) notwendig. Die Kosten für diese Dienstleistung werden mit bis zu 5.000 Euro zusätzlich im Rahmen der BEG bezuschusst.

Sie möchten ihr Eigenheim energetisch gestalten oder sanieren? Sie haben noch offene Fragen, die Sie gerne persönlich klären würden? Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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Gestartet ist die neue BEG in Deutschland bereits am 1. Januar 2021 mit der ersten Stufe. Seither wird die Zuschuss-Förderung für Einzelmaßnahmen nicht mehr von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sondern vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) vergeben; dieses war auch bisher schon für die Vergabe der Zuschüsse für Heizungen mit erneuerbaren Energien zuständig. Damit ist die Förderung für alle energetischen Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden nun gebündelt und kann bei einer Stelle beantragt werden.

Die BEG soll mehr Licht in den Förderdschungel des Bundes für energieeffizientes Bauen und Modernisieren bringen. Die vollständige Umsetzung wird bis Ende 2022 erfolgen. 


Jubiläum bei Schwäbisch Hall

In eigener Sache: Runde Geburtstage sind immer etwas Besonderes – auch zu Pandemie-Zeiten. Am 16. Mai haben wir – die Bausparkasse Schwäbisch Hall – 90. Geburtstag gefeiert. Mit einem Marktanteil von 30 Prozent sind wir seit Jahrzehnten die größte private Bausparkasse und einer der führenden Baufinanzierer in Deutschland.

2020 haben Kunden Baufinanzierungen über ein Volumen von 19 Milliarden Euro und Bausparverträge über 24 Milliarden Euro abgeschlossen. Seit der Währungsreform 1948 hat Schwäbisch Hall allein in Deutschland mehr als neun Millionen Wohnungen mitfinanziert. Wenn Sie mehr über unsere 90-jährige Historie erfahren wollen, dann klicken Sie sich durch die Geschichte unseres Unternehmens. Dort lesen Sie übrigens auch, wann der berühmte Bausparfuchs erfunden wurde.

Dass die Aufgaben auch nach 90 Jahren nicht kleiner werden, zeigt der Blick auf den künftigen Finanzierungsbedarf im Gebäudesektor. Zum einen ist sowohl der Bedarf an Wohnraum weiterhin höher als das Bauvolumen, zum anderen ist der Wunsch nach Wohneigentum gerade während der Corona-Phase noch gestiegen.

Neue Regeln für den Energieausweis

Der Energieausweis ist eine Art Steckbrief eines Wohngebäudes. Wer eine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, muss ihn beziehungsweise eine Kopie davon vorlegen. Seit 1. Mai 2021 gelten dafür neue Regeln. Relevant sind die Neuerungen für Energieausweise, die zehn Jahre oder älter sind und jetzt erneuert werden.

Nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG), das seit November 2020 in Kraft ist, erhalten Energieausweise künftig zusätzliche Informationen, die die Klimawirkung berücksichtigen:

  • Im Ausweis müssen CO2-Emissionen angegeben sein. Sie werden aus dem Energiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes berechnet. 
  • Wer einen Energieausweis ausstellt, muss bestehende Gebäude künftig vor Ort oder anhand von aussagekräftigen Bildern bewerten. Damit soll die Qualität der Sanierungsempfehlungen im Ausweis erhöht werden.
  • Immobilienmakler müssen bei Vermietung, Verpachtung oder Verkauf einen Energieausweis vorlegen.
  • Der energetische Zustand des Gebäudes muss im Ausweis detailliert aufgeführt sein.

Frist für das Baukindergeld ist abgelaufen

Die Frist für das Baukindergeld ist zum 31. März abgelaufen. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung das Baukindergeld im vergangenen Jahr um drei Monate bis Ende März 2021 verlängert. 

Übrigens: Wer bis zum 31. März eine Baugenehmigung eingereicht oder einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben hat, kann das Baukindergeld noch bis 31.12.2023 beantragen.

Das Baukindergeld ist eine staatliche Maßnahme zur Förderung von Wohneigentum. Mit bis zu 12.000 Euro pro Kind unterstützt der Staat Familien beim Kauf oder Bau der ersten eigenen vier Wände.

Finanzieren Sie ein Traumhaus für Ihre Familie

Die Frist für das Baukindergeld ist abgelaufen, trotzdem wollen Sie für Ihre Lieben ein Familienhaus bauen? Die Entscheidung für das ideale Modell dürfte da schwerer fallen als die Klärung der Finanzierung: Wir beraten Sie gern – auch hinsichtlich der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten – und erstellen zusammen mit Ihnen Ihre individuelle Baufinanzierung. Ihr Heimatexperte vor Ort bespricht mit Ihnen alle notwendigen Details. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin.

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Erhöhung der Wohnungsbauprämie (WoP)

Erstmals seit 1996 wurde die Wohnungsbauprämie zum 1. Januar 2021 verbessert. Damit ist die staatliche Förderung auf zehn Prozent gestiegen. Statt wie bisher 45 Euro Prämie für ein Sparvolumen von jährlich 512 Euro erhalten die Bürger maximal 70 Euro für 700 Euro angespartes Eigenkapital. 

Angehoben wurden auch die Einkommensgrenzen für die Förderberechtigung: für Alleinstehende von bislang 25.600 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen auf 35.000 Euro. Für Verheiratete ist der Grenzwert von 51.200 auf 70.000 Euro angestiegen. Damit profitieren künftig mehr Bürger von der staatlichen Unterstützung. 

Mit Schwäbisch Hall ist der Weg zur Wohnungsbauprämie ganz einfach: Sie erhalten den Antrag jeweils zum Jahresbeginn mit Ihrem Kontoauszug, Sie können die Prämie aber auch online beantragen, wie das Video zeigt. 

Vorschau
Die Wohnungsbauprämie einfach auf elektronischem Wege beantragen – so funktioniert's.


 

CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe

Heizen und Tanken sind teurer geworden. Denn: Fossile Brennstoffe werden seit Januar 2021 mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 belegt. Der Hintergrund: Deutschland will mit einem einheitlichen CO2-Preis seine CO2-Reduzierungsziele erreichen. 

Wer also mit Öl oder Gas heizt, muss tiefer in die Tasche greifen. Innerhalb von fünf Jahren steigt der CO2-Preis dann weiter auf 55 Euro. Die Verbraucherzentralen haben berechnet: Die Heizkosten für einen 150-Quadratmeter-Haushalt mit Ölheizung erhöhen sich dadurch bis 2025 um rund 1.200 Euro. 

Sie möchten Ihre alte Ölheizung durch ein klimafreundliches Heizsystem ersetzen? Die Kosten für eine neue Heizung können schnell im fünfstelligen Bereich liegen. Mit einem Modernisierungskredit profitieren Sie bei der Finanzierung von energetischen Maßnahmen von besonders günstigen Zinsen. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit Ihrem Heimatexperten vor Ort. 

Neue Feinstaubregeln für Kaminöfen

Kaminöfen sind seit einigen Jahren wieder beliebt, doch einige Exemplare mussten kurz vor dem Jahreswechsel auf den Prüfstand. Grund dafür ist die Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV), die seit Januar 2021 strengere Feinstaubregeln vorschreibt. 

Das heißt: Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, musste man bis 31.12.2020 stilllegen oder mit Feinstaubabscheidern nachrüsten, wenn die geltenden Grenzwerte nicht eingehalten werden konnten. 

In Deutschland dient ein Kaminofen immer nur als Zweitheizung. Kombinieren Sie diesen mit einer alternativen Heizmethode, zum Beispiel einer Pelletheizung oder einer Solarthermie-Anlage. 

Ein Heizungskauf ist natürlich mit Kosten verbunden. Bei umweltschonenden Heizungen können Sie allerdings von verschiedenen Förderprogrammen profitieren. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten über Ihre Optionen zur Finanzierung. Er geht gerne auf Ihre Wünsche und Vorstellungen ein und erstellt mit Ihnen gemeinsam ein Konzept für einen zinsgünstigen Kredit. 


 

Erhöhung des Kindergeldes

Über eine Aufstockung des monatlichen Kindergeldes um 15 Euro können sich Familien freuen. 219 Euro erhalten demnach Eltern für die ersten beiden Kinder, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro für das vierte. 

Außerdem hat die Bundesregierung den Kinderfreibetrag, den Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf für die Einkommensteuer zum Jahreswechsel erhöht. Jeder Freibetrag wurde pro Elternteil um 144 Euro angehoben. Damit kommt ein Elternpaar insgesamt auf eine Summe von 8.388 Euro (je Kind) jährlich, auf die keine Einkommensteuer fällig wird.

Nutzen Sie das zusätzliche Geld doch einfach für die Zukunftsvorsorge Ihrer Kinder. Mit einem Bausparvertrag geben Sie dem Nachwuchs eine gute Starthilfe. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Sie möchten mehr über unseren Bausparvertrag erfahren und haben offene Fragen, die Sie gerne persönlich klären würden? Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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Wegfall des Solidaritätszuschlags 

Für die meisten Steuerzahler entfällt seit 1. Januar 2021 nach 30 Jahren der Solidaritätszuschlag (Soli). Was das genau heißt, erklärte die Bundesregierung zum Jahreswechsel so: "Für 90 Prozent der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen – so wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben, sodass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro zukünftig kein Soli mehr fällig wird." 

Über dieser Grenze steigt der Soli-Satz dann schrittweise an. Den vollen Satz von 5,5 Prozent müssen Menschen mit sehr hohen Einkommen zahlen. Das ist der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Alleinstehenden mehr als 96.409 Euro beträgt, Verheiratete müssen zusammen mindestens 192.818 Euro verdienen.

Zwei Beispiele nennt die Bundesregierung auf ihrer Homepage: Ein verheiratetes Paar mit zwei Kindern und zwei Einkommen (Jahresbrutto: 66.000 Euro und 54.800 Euro) spart ab 2021 durch den kompletten Wegfall des Soli fast 1.000 Euro im Jahr. Für einen Single ohne Kinder mit einem Bruttolohn von 31.200 Euro im Jahr beträgt die Ersparnis gut 200 Euro jährlich.

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