Alexas Stimme erobert die Welt

Mit Geräten sprechen zu können – diese Idee fasziniert Menschen seit Jahrzehnten. Jetzt ist es so weit: Nachdem Sprachassistenten die Smartphones erobert haben, ermöglichen es die Assistentin Alexa und das dazugehörige Gerät Amazon Echo, zu Hause Musik, Licht, Heizung und viele Smart-Home-Funktionen per Stimme zu steuern. Wir erklären im Video, wie es funktioniert.


Alexa – eine aufmerksame Zuhörerin

Dieses Gerät soll eine Revolution sein? Beim ersten Auspacken mutet der vermeintliche Wunderlautsprecher Amazon Echo eher wie eine profane Dose mit Stromkabel an. Aber: Sie ist randvoll mit moderner Technik. Neben dezenten Bedienelementen und einem leuchtenden LED-Ring auf der Oberseite fallen vor allem die sieben Mikrofone auf, die in alle Richtungen horchen. Sie stellen die Verbindung zur „intelligenten“ Sprachassistentin „Alexa“ her. Vor dem ersten Plausch steht aber erst einmal die Einrichtung an – und die gestaltet sich so gar nicht intelligent: Um Echo mit dem heimischen WLAN zu koppeln, muss man sich zunächst umständlich per Smartphone mit Amazon Echo oder der flachen Version Amazon Echo Dot verbinden, um dann darüber die Einstellungen fürs eigene Funknetzwerk vornehmen zu können. Dann geht es endlich los.

Ab sofort liest – nein, lauscht – einem die interaktive Echo-Dose dank Alexa jeden Wunsch von den Lippen ab. Sowie sie ihren Namen hört, sind ihre Ohren offen für Fragen aller Art. Die Idee dahinter: Das Smartphone als Fernbedienung im Haushalt hat gravierende Schwächen – entweder ist der Akku leer, oder man findet es nicht. Für ältere Menschen ist der Bildschirm überdies oft zu klein und die Bedienung zu fummelig. Und generell ist der bisherige Weg vielen Nutzern zu umständlich: Man muss zuerst das Smartphone aus der Tasche ziehen und sich anmelden. Dann muss eine App geöffnet werden, in der man sich womöglich durch verschiedene Menüs klicken muss – erst dann ist die Smart-Home-Steuerung erreicht. Und das alles, nur um dann eine Lampe einzuschalten, das Dachfenster zu schließen oder die Raumtemperatur zu regeln? Per Sprachsteuerung klappt das viel komfortabler. Und genau das bietet Amazon Echo.

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Erstklassige Sprachqualität

Zunächst tastet man sich mit einfachen Aufgaben vor. Zum Beispiel mit der Frage: „Alexa, wie wird das Wetter heute?“ Nach einer kurzen Denkpause – Alexa ist immer online und holt sich die Informationen vom zentralen Server – hört man das Ergebnis: „In Düsseldorf beträgt die Temperatur aktuell elf Grad bei teilweise sonnigem Himmel. Der Wetterbericht für heute Nacht sagt Wolken voraus, mit einer Tiefsttemperatur von vier Grad.“ Auch Fragen nach Bundesliga-Ergebnissen und bekannten Persönlichkeiten beantwortet Alexa via Rückgriff auf die Datenbank der Amazon-Cloud mit Leichtigkeit.

Besonders erstaunlich ist dabei Alexas glasklare Aussprache. Ihre Stimme ist klar und deutlich – fast wie bei einem Menschen. Beim Verstehen kommt es aber auch zu Missverständnissen. Alexa versteht zum Beispiel meist den Befehl „1Live Radio bitte“, aber nicht „1Live Radio einschalten“. Der offiziell richtige Befehl wäre übrigens „Spiele 1Live Radio auf Tune In“, einem Streaming-Dienst. Wer sich an die von Amazon vorgegebenen Formulierungen hält, wird selten enttäuscht. Wenn Alexa ratlos ist, ertönt: „Das gehört zu den Dingen, die ich nicht weiß.“ Lustig: Wenn man ungeduldig wird und sich zu einem unfreundlichen Ton hinreißen lässt, kontert Alexa trocken: „Na na na, das ist aber nicht nett!“ 


Ausgangspunkt umfassender Modernisierung

Alexa macht Spaß – und könnte der Anfang sein für eine umfassende Modernisierung Ihrer Haustechnik. Außenjalousien, Klimaanlage, Heizung und Lüftung lassen sich ebenso mithilfe von Smart-Home-Technologien steuern, wie auch Beleuchtung, Bewegungsmelder und Türschließanlagen. Schon bald werden sich die entsprechenden Geräte über Alexa steuern lassen.

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Futuristisches Küchenradio der nächsten Generation

Apropos Musik: Der in Amazon Echo verbaute Lautsprecher hat einen überraschend guten Klang und wird so zur echten Alternative zum Küchenradio. Und die Möglichkeiten der akustischen Unterhaltung sind schier unendlich: Neben Tausenden Online-Radiosendern kann man auch Musikdienste wie Amazon Prime Music und Spotify ansteuern, sofern man dort ein entsprechendes Abo unterhält. Auch eigene Playlists können abgerufen und aktiviert werden. Die Steuerung funktioniert mit Befehlen wie „Nächstes Lied“, „Lauter“ oder einfach „Spiele Rock-Musik“. Gerade beim Hantieren in der Küche ist das wirklich klasse, wenn man zum Beispiel schmutzige Hände hat.


Viel mehr als nur Musik

Alexa hat aber weit mehr auf dem Kasten, als nur Fragen zu beantworten und Musik abzuspielen. Sie legt auf Zuruf Termine an, durchforstet Wikipedia-Einträge, bestellt Waren bei Amazon und erzählt sogar Witze. Das alles funktioniert ab Werk. Und für den gesteigerten Wohnkomfort wichtig: Alexa lernt zudem auf Wunsch immer mehr dazu und kann dann viele Smart-Home-Einrichtungen steuern. Einerseits durch Aktualisierungen seitens Amazon, andererseits durch sogenannte Skills. Diese Extra-Fähigkeiten lassen sich über die Alexa-App auf Amazon Echo beziehungsweise Amazon Echo Dot überspielen. Das Angebot reicht von Skills für smarte Lampen, die sich fortan auf Zuruf an- und ausschalten lassen, über Rezeptsammlungen und Vorlesen bis hin zum Taxidienst MyTaxi. Das Angebot wächst stetig. Und künftig soll Alexa auch Klimaanlage, Musik und Navi im Auto steuern und sogar Fragen nach der Tankfüllung beantworten können. 


Konkurrenz von Google, Apple, Samsung und Microsoft

Wenig überraschend wollen andere Anbieter Amazon das Feld nicht kampflos überlassen. Google hat gerade seinen smarten Lautspecher Google Home auch auf den deutschen Markt gebracht. Er kostet 149 Euro, seine Funktionen sind mit denen von Alexa vergleichbar.

Auch andere Anbieter haben smarte Lautspecher angekündigt oder entwickeln sie:

Apple: Der Siri-Lautsprecher Homepod ist ab Dezember 2017 für 350 Dollar in den USA erhältlich.  

Samsung: Der eigene Sprachassistent Bixby soll auch einen Lautsprecher, Projektname Vega, bekommen, voraussichtlich in Zusammenarbeit mit dem Audio-Hersteller Harman. Den hat Samsung im März 2017 übernommen.

Microsoft: Der Lautsprecher Invoke wurde im Mai vorgestellt und integriert den Microsoft-Assistenten Cortana. Die Audiotechnik kommt ebenfalls von Harman.

Facebook: Auch der Social-Media-Konzern entwickelt offenbar einen Heimlautsprecher mit smarten Funktionen. Laut Branchengerüchten soll er einen 15-Zoll-Touchscreen haben und im ersten Quartal 2018 auf den Markt kommen.

Fazit

Alexa fasziniert. Mit einem Gerät auf diese Weise frei sprechen zu können, hat fast etwas Magisches. Bei aller technischen Faszination sollte aber nicht vergessen werden, dass Amazon Echo, Amazon Echo Dot und die Pendants der anderen Hersteller riesige Datensammlungen über die Benutzer anlegen. Wer das nicht möchte, für den sind die neuen digitalen Butler weniger geeignet.


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