Rauchmelderpflicht: Infos für Immobilienbesitzer

Sie warnen bei Bränden und können so Leben retten: Rauchmelder sind kleine Geräte mit großem Nutzen In nahezu allen Bundesländern gibt es daher eine Rauchmelderpflicht – auch die „Nachzügler“ Brandenburg und Berlin haben entsprechende Regelungen beschlossen. Was gilt für Immobilienbesitzer und welche Möglichkeiten gibt es?


Rauchmelderpflicht – Die wesentlichen Punkte

Die Einführung der Rauchmelderpflicht läuft in Deutschland schon seit Jahren. Mittlerweile sind in fast allen Bundesländern die Landesbauordnungen entsprechend geändert und die Übergangsfristen beendet. Grundlage aller Neuregelungen zu Rauchmeldern ist kein Gesetz, sondern die DIN 14676. Diese Norm sieht vor, dass Rauchmelder in Wohnungen und Wohnhäusern in folgenden Bereichen angebracht werden:

  • Schlafräume
  • Kinderzimmer
  • Flure, über die Rettungswege führen

Die zunehmende Verbreitung von Rauchmeldern hat in den vergangenen Jahren bereits Wirkung gezeigt. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich die Zahl der Toten bei Wohnungsbränden im Zeitraum von 2000 bis 2015 halbiert – sie sank demnach von jährlich 800 Opfer auf rund 400.

Übrigens: Auch wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, installieren Sie keine zusätzlichen Rauchmelder in Küchen oder Bädern. Hier würden Koch- und Heißwasserdämpfe regelmäßig Fehlalarme auslösen.


Unterschiede auf Landesebene

Neben der grundsätzlichen Sicherung von Schlafräumen und Fluchtwegen durch Rauchmelder unterscheiden sich die Regelungen von Bundesland zu Bundesland in Details. Vor allem geht es dabei um die Wartung und Haftung:

  • Für den Einbau sind in allen Bundesländern die Eigentümer verantwortlich.
  • Für Wartung und Betriebsbereitschaft ist in den meisten Verordnungen der Bewohner zuständig. In Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern liegt diese Pflicht beim Eigentümer.
  • Für die Wartung schreibt die DIN 14676 vor, dass die Funktionsfähigkeit jedes installierten Rauchwarnmelders mindestens alle zwölf Monate überprüft und dokumentiert wird.

Welche Regelungen in Ihrem Bundesland für die Rauchmelderpflicht konkret gelten, können Sie bei Ihrer kommunalen Bauaufsichtsbehörde erfragen.


Auswahlmöglichkeiten bei Rauchmeldern

Die installierten Rauchmelder müssen der Gerätenorm DIN EN 14604 entsprechen. Kaufen Sie also keine Geräte, die keinen entsprechenden Vermerk tragen. Bei der Wahl des Rauchmelders haben Sie unterschiedliche Funktionsumfänge zur Wahl:

  • Einfache Geräte lösen einen akustischen Alarm aus, wenn ihre Sensoren Rauch registrieren. Die meisten Typen arbeiten nach dem fotooptischen Prinzip, bei dem ein Infrarotstrahl im Gerät bei Qualmentwicklung unterbrochen wird.
  • Minirauchmelder, kaum größer als ein Golfball, sind dann zu empfehlen, wenn die Geräte so unauffällig wie möglich platziert werden sollen.
  • Funkmodelle lösen den Alarm auch an anderen Rauchmeldern aus. Das ist besonders in mehrgeschossigen Häusern ratsam.
  • Höherpreisige Rauchmelder lassen sich in Smart-Home-Systeme einbinden. Dann ist eine Kontrolle von unterwegs möglich. Außerdem kann das System Alarmnachrichten an ein Mobiltelefon oder eine E-Mail-Adresse senden.
  • Rauchmelder können auch mit einer LED-Lampe ausgestattet sein, die im Alarmfall die Fluchtwege beleuchtet.

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