Holzschutzlasur, Farbe und Öl contra Witterung

Holz ist ein schönes Baumaterial – man kann es vielfältig verwenden, es ist umweltfreundlich, ästhetisch und einer der langlebigsten Werkstoffe überhaupt. Doch Holz ist auch empfindlich. Darum braucht es Pflege, etwa mit einer Holzschutzlasur, wenn es seine Funktion lange erfüllen soll.


Belastungen und Gefahren

Ob an Wänden und Dach, auf Balkon und Terrasse oder an Fenstern und Türen – Holz ist unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Maßgeblich wirken

  • Witterung,
  • Sonne und Licht sowie
  • mechanische Abnutzung

auf Holzoberflächen ein. Während harte Edelhölzer sich hier als widerstandsfähig erweisen, sind weichere heimische Holzarten deutlich reaktionsfreudiger: Winter und Wetter ausgesetztes Holz arbeitet, quillt auf und wird beim Trocknen langsam rau.

Je nach verwendeter Sorte bleicht Holz unter UV-Strahlung aus, wird dunkler oder ändert seine Farbe wie zum Beispiel Lärchenholz. Eine solche Patina ist aber nur selten gewünscht – zumeist soll eine Holzoberfläche möglichst lange unverändert erhalten bleiben.

Besonders Feuchtigkeit kann für Holz existenziell gefährlich werden: Während Wasserflecken und Tropf- beziehungsweise Fließspuren aus ästhetischen Gründen unerfreulich sind, siedeln sich auf und in feuchtem Holz auch Schädlinge und Pilze an. Und deren Wirken ist zerstörerisch.


Zur Wahl: Holzschutzfarbe, Holzschutzlasur und Holzöl

Um Aussehen, Funktion und Wert von Holz zu erhalten, sind Schutz- und Pflegemaßnahmen also unerlässlich. Dafür stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Holzschutzfarbe
  • Holzschutzlasur
  • Holzöl

Alle drei erfüllen eine grundsätzliche Schutzfunktion, haben aber jeweils eigene Qualitäten. Bei modernen Produkten gibt es auch keine Bedenken, dass Sie sich die chemische Keule ins Haus holen.

Bei der Wahl zwischen Holzschutzfarbe, Holzschutzlasur und Holzöl spielt die Nutzung der zu behandelnden Flächen eine Rolle. Anders als Farbe lassen Lasuren und Öle die Holzoberfläche unversiegelt. Ihr Nachteil: Sie bilden weichere Schutzschichten, die regelmäßig erneuert werden müssen.

Holzschutzfarbe schafft eine Schutzschicht

Holzschutzfarbe gibt es lösemittelfrei auf Wasserbasis. Ihr Vorteil: Sie bildet eine geschlossene Schutzschicht und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, Schmutz und anderen Stoffen ins Holz. Einen Anstrich sollten Sie aber nur auf wertigem, ausreichend abgelagertem und richtig getrocknetem Holz vornehmen. Die wenigsten Holzschutzfarben halten es auf Dauer aus, wenn billiges Holz zu sehr arbeitet. Risse und abblätternde Farbschichten sind die Folge.

Ein guter Anstrich mit Holzschutzfarbe benötigt zudem gründliche Vorarbeit: Die Oberflächen müssen fein geschliffen werden. Dann erfolgt ein fachgerechter Aufbau der Schutzschicht aus Grundierung und Decklack. Hier gibt es auch Kombi-Produkte.

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Holzschutzlasuren und Holzöl lassen das Holz atmen

Holzschutzlasuren – die es transparent oder mit unterschiedlichsten Farbpigmenten gibt – dringen in die Oberfläche ein, lassen aber das Holz weiterhin atmen. Das ist vor allem bei Vertäfelungen in Nassräumen sinnvoll, in denen hohe Luftfeuchtigkeit entsteht. Hier kann das Holz die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Das sorgt für ein gutes Raumklima.

Holzöl beziehungsweise -wachs macht die behandelten Hölzer eine Zeitlang wasser- und schmutzabweisend und bildet eine angenehme Oberfläche. Aber es ist ein flüchtiges Material, das regelmäßig erneuert werden muss. Bei intensiver mechanischer Belastung werden Öle und Wachse beispielsweise auf Holzböden bald optisch und in ihrer Schutzfunktion in Mitleidenschaft gezogen. Dafür passen sie sich den temperaturbedingten Dehn- und Schrumpfbewegungen des Holzes an und bilden keine Risse. 


Nutzungszweck beachten

Ihre Entscheidung für eine dieser Materialgruppen hängt vom konkreten
Einsatzzweck ab: Ein stärker belastetes Terrassendeck ist besser mit
Lasuren als mit Öl zu schützen. Das Öl wiederum passt gut zu Böden in
der Wohnung, auf denen man keine Schuhe trägt oder gar barfuß läuft.Geölte Sitzmöbel auf der Terrasse
können anfangs Ölspuren auf der Kleidung hinterlassen – hier empfiehlt
sich eher eine Lasur. Und Hölzer, die stark der Witterung ausgesetzt
sind, sollten in mehreren fachgerecht aufgebrachten Schichten mit einer
geeigneten Holzschutzfarbe versiegelt werden.Möchten Sie regelmäßig Informationen rund um Haus und Modernisieren bekommen, dann bestellen Sie den Schwäbisch Hall-Newsletter.

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