Parkett: Warm, anheimelnd und langlebig

Holz als Bodenbelag liegt im Trend, es gibt Räumen ein sehr anheimelndes Ambiente. Dabei ist Parkett dem Laminat überlegen: Echtholz fühlt sich am Fuß angenehmer und wärmer an als Kunststoff, zudem wirkt es feuchtigkeitsregulierend auf den Wohnraum. Zusätzliches Plus: Ein Parkettboden steigert den Wert Ihrer Immobilie!


Die Auswahl des passenden Parketts

Wenn Sie sich für Parkett als Bodenbelag entschieden haben, stellen sich einige grundsätzliche Fragen:

  • Hell oder dunkel? Die Auswahl reicht von hellen Holzarten wie Esche, Olive und Ahorn über lichte Brauntöne, beispielsweise Eiche oder Bambus, bis hin zu dunklen Tönen wie Nussbaum oder Räuchereiche. Darüber hinaus bieten sich fürs Parkettverlegen rötliche Holzarten wie Kirschbaum an. Interessant sind auch Weiß- und Grautöne, die ein Parkett aus Birke oder Erle in den Raum bringen.
  • Hart oder weich? Diese Entscheidung sollten Sie passend zur Beanspruchung des Bodens fällen, auf dem Sie das Parkett verlegen. Im Schlafzimmer können Sie weiche Hölzer wie Erle, Kiefer und Fichte verwenden. In Flur und Küche sind harte Hölzer fürs Parkett sinnvoller, beispielsweise Wenge, Eiche und Esche. Bei besonders starker Beanspruchung sollten Sie sich für das dicke Industrieparkett entscheiden: Es misst satte 22 Millimeter. Entsprechend oft kann man dieses Parkett abschleifen und seine Oberfläche optisch auffrischen.
  • Welche Musterung? Klassische Verlegemuster sind Stäbe in regelmäßigem und unregelmäßigem Verband, Flecht-, Leiter- und Würfelmuster. Generell sind der Gestaltung des Parketts kaum Grenzen gesetzt. Möglich sind auch besondere Muster oder individuelle Linien, die etwa als Blickfang in der Raummitte oder optische Begrenzung eines Wohnbereichs dienen.

Die Vor- und Nachteile von Parkett

Prinzipiell kann man in jedem Raum Parkett verlegen. Einschränkungen gibt es nur wenige. Berücksichtigen Sie in dieser Hinsicht unbedingt die Angaben des Herstellers und fragen Sie bei Unklarheiten direkt nach. Übrigens gibt es auch spezielles Parkett für Feuchträume – Sie können also sogar im Bad einen edlen natürlichen Boden verlegen.

  • Großes Plus des Parketts: Es handelt sich um Echtholz. Auch wenn Laminat auf den ersten Blick in Farbe und Musterung vielfältiger ist – die Wärme und damit auch Wertigkeit, die Parkett aus Echtholz vermittelt, kann Laminat nicht bieten.
  • Wählen Sie die Variante Massivparkett, haben Sie ein besonders langlebiges Produkt. Entstehen mit der Zeit kleine Gebrauchsspuren, können Sie das Parkett abschleifen und neu ölen, wachsen oder versiegeln.
  • Nachteil: Massives Parkett verlegt man nicht schwimmend, sondern leimend. Das erfordert größeren Aufwand und Routine in der Umsetzung.
  • Besonders trockene Raumluft kann beispielsweise in Zusammenspiel mit der Fußbodenheizung trotz genereller Eignung des Parketts Wellen im Material verursachen. Eiche ist hier am besten geeignet.
  • Parkett gibt es auch als Fertigparkett. Dieses Parkett zu verlegen ist günstiger, weil nur die oberste Schicht aus einem edlen Holz besteht. Die darunterliegenden Schichten sind aus einfacherem Trägerholz. Mehrschichtparkett lässt sich zudem dank „Klick-Technik“ besonders leicht verlegen.  

Was kostet es, Parkett zu verlegen?

Preislich liegen Massiv- und Mehrschichtparkett in vergleichbaren Größenordnungen. Beide Varianten sind schon für unter 30 Euro pro Quadratmeter zu haben. Zum Parkett hinzurechnen müssen Sie die Kosten für eine Polyethylen-Folie, die als Feuchtigkeitssperre („Dampfbremse“) sowie als Trittschalldämmung fungiert. Beides beläuft sich zusammen auf etwa vier Euro pro Quadratmeter. Das Infoportal hausjournal.net etwa kalkuliert für vom Handwerker verlegtes Parkett in einem 30-Quadratmeter-Raum komplett 1.820 Euro. Noch nicht eingerechnet sind Sockelleisten und Übergangsprofile.

Übrigens: Nach oben ist die Preisskala für Parkett offen. Das TV-Magazin „Galileo“ etwa berichtet über ein Parkett aus französischer Eiche, das „stone-washed“ und speziell getrocknet wird. Das Ergebnis ist eine optische Alterung um etwa 100 Jahre. Im Verkauf kostet dieses Parkett später 600 Euro pro Quadratmeter!

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