Renovierungskosten für den Außenbereich

Abgeplatzte Farbe am Dachüberstand, abgesunkene Pflastersteine auf der Terrasse oder ein unansehnlich gewordener Balkon – wenn Ihr Zuhause etwas älter ist, steht die eine oder andere Renovierung an. In vielen Fällen können Sie bei den nötigen Arbeiten selbst Hand anlegen. Hier erfahren Sie auch, mit welchen Materialkosten Sie rechnen müssen.


Dachüberstand: Streichen oder lieber gleich erneuern?

Wenn Sie Ihren Dachüberstand streichen wollen, gilt wie bei allen Farbarbeiten: abblätternden Lack entfernen, kurz anschleifen und Untergrund gründlich reinigen. Achten Sie bei der Farbe auf UV- und Wetterfestigkeit, auch wenn der Dachüberstand von unten selten mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Antischimmelzusätze sind hier auf jeden Fall unnötig. Statt den Dachüberstand zu streichen, können Sie ihn auch gleich neu verkleiden. Dazu bieten viele Hersteller Kunststoffpaneele in Holzoptik und extrem wetterbeständige Resopalplatten in verschiedenen Farben an. So brauchen Sie Ihren Dachüberstand nie mehr zu streichen. Das Verarbeiten ist genauso leicht wie bei Holz. Allerdings ist das Arbeiten über Kopf nicht jedermanns Geschmack. Bedenken Sie in Ihrer Planung, dass Sie je nach Gegebenheiten vor Ort ein Arbeitspodest, Böcke oder lange Leitern benötigen!


Balkon renovieren: Alt und neu ergeben ein stilvolles Ambiente

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Auf einem verwitterten Balkon relaxt wohl niemand gern. Damit er wieder zum Entspannen einlädt, lässt sich der Balkon in wenigen Schritten renovieren. Metallteile wie das Balkongitter benötigen eine UV- und wetterbeständige Metallfarbe. Mit Winkelschleifer und Schruppscheibe bekommen Sie die alten Farbreste und auch Rost gut entfernt. Unbedingt an Schutzbrille und Atemfilter denken! Bei dichter stehenden Streben helfen nur Schaber und Schleifpapier. Für den Neuanstrich gibt es Materialien, in denen Rostschutz- und Decklack kombiniert sind.

Bei älteren Balkonen findet man häufig Schieferplatten als Sichtschutz. Meist sind sie vermoost oder brüchig. Zum Säubern keinen Hochdruckreiniger, sondern Schwamm und biologisch abbaubaren Moos- und Algenentferner verwenden. Neue Schieferplatten sind schwer zu bekommen. Stattdessen lassen sich aber bunte oder einfarbige Textilplanen genauso verbauen wie schmiedeeiserne Gitter. Im Wechsel mit den erhaltenen Schieferplatten kann das ein stilvolles Ambiente ergeben.

Achtung, sollte Ihr Balkon noch mit asbesthaltigen Faserzement-Platten verkleidet sein, müssen sie sicher entfernt und deponiert werden – Asbest löst sich bei der Verwitterung aus den Platten und ist stark lungenschädigend! Das ist dann ein Job für spezialisierte Entsorgerfirmen.

Fliesen auf dem Balkon verlegen Sie genauso wie in den Innenräumen: Kleber, Fugenmaterial und natürlich die Fliesen selbst müssen hierbei frostfest sein. Wie auf einer Terrasse können Sie auch Holzelemente und -dielen entweder lose oder auf einer Unterkonstruktion verlegen. Eine Bautenschutzmatte sorgt dafür, dass die Dichtungsbahnen nicht beschädigt werden. Sollte es von der Höhe her möglich sein, können auch Waschbetonplatten auf Mörtelsäckchen verlegt werden.

Praktische Tipps zum Verlegen von Fliesen finden Sie hier.

Terrasse: Pflastern oder mit Holz belegen?

Komplizierter wird es, wenn Sie die Terrasse neu pflastern. Mit ein wenig Geduld, dem richtigen Werkzeug und ein paar geschickten Händen zur Unterstützung gelingt aber auch das. Sie werden über das Ergebnis staunen! Zunächst bereiten Sie den Untergrund vor. Die alten Platten müssen weg, der darunter zum Vorschein kommende Kies oder Sand lässt sich als Untergrund verwenden. Da er oft schon jahrelang liegt, muss er nicht verdichtet werden. Empfehlenswert ist eine neue, etwa vier bis fünf Zentimeter (Hälfte der Höhe der Pflastersteine) dicke Splitt- oder Rheinsandschicht. In die legt man die Pflastersteine und verfestigt sie im Anschluss mit einem Rüttler. Sollte der Platz für den neuen Aufbau zu knapp sein, einfach die nötigen Zentimeter von der alten Tragschicht abtragen.

Wichtig: Wenn Sie Ihre Terrasse neu pflastern, achten Sie auf ein leichtes Gefälle vom Hauskörper weg. So kann das Regenwasser vernünftig ablaufen. Auch wenn Sie die Terrasse komplett verändern und mit einem Holzdeck oder Kunststoffplanken in Holzoptik belegen, sollten Sie ebenfalls an ein Gefälle achten. So vermeiden Sie Pfützen auf Ihrer Terrasse und feuchte Wandsockel. Holz sollte auf jeden Fall nicht dauerhaft mit feuchtem Sand in Berührung kommen. Die passende Unterkonstruktion also punktuell auf Betonplatten auflagern.

Wie Sie ein Holzdeck für Ihre Terrasse bauen können, zeigen wir Ihnen hier.


So lange halten Dachüberstand und Co:

  • Farbe Balkongeländer: 5 bis 10 Jahre
  • Dachüberstand: 20 bis 30 Jahre
  • Terrassenpflaster: 20 bis 30 Jahre
  • Holzterrasse (Hartholz): 20 bis 30 Jahre

Materialpreise Außenbereich pro Quadratmeter

MaterialPreis in Euro
Verkleidung für Dachüberstand (Holz)10 – 40
Verkleidung für Dachüberstand (Kunststoff)7 – 20
Terrassen-Pflaster15 – 75
Schotter/Splitt/Sand0,4 – 0,7
Terrassenholz25 – 40
Terrassendielen aus Kunststoff30 – 50
Unterkonstruktion (inkl. Schrauben)12 – 18
Metallfarbe für Balkongitter1,5 – 2,5
Zusatzkosten: 3 bis 20 Euro pro Liter Beton-, Kunststoff- oder Holzreiniger   

In Ihrer Immobilie stehen umfangreichere Renovierungsarbeiten an? Dann schauen Sie hier, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.