Renovierungskosten: Teppich, Parkett, Fliesen

Neben großen, von Fachfirmen auszuführenden Renovierungsarbeiten gibt es viele Bereiche, in denen man gut selbst Hand anlegen kann. Bodenbeläge zählen zu den am stärksten strapazierten Bereichen in unseren Wohnungen und Häusern. Und sie sind – von Teppich über Fliesen bis Parkett – einfach im Do-it-Yourself-Verfahren zu erneuern.


Neuer Teppichboden: Darauf müssen Sie achten

Ist es bei Ihnen an der Zeit, einen neuen Teppichboden zu verlegen? Mit Auslegware ist das schnell und einfach gemacht – ausrollen, an den Kanten zuschneiden, fertig! Verklebt wird Auslegware in der Regel nur in großen und häufig begangenen Räumen, um eine Wellenbildung zu vermeiden. Das A und O ist wie so oft die richtige Vorbereitung. Zunächst muss der alte Boden restlos entfernt werden, das gilt auch für etwaige Kleberrückstände. Selbst kleinste Unebenheiten erschweren das Verlegen des neuen Fußbodenbelags und sind gerade bei Teppich und Linoleum später mit den Füßen spürbar oder sogar sichtbar.

Sparen Sie beim Teppich nicht am Material: Entscheidend sind nicht nur Design und Oberflächenmaterial – wichtig ist vor allem der Aufbau der Auslegware. Ist beispielweise das Gewebe eines Wollteppichs besonders dicht, ist der Teppich umso strapazierfähiger. Bei preisgünstiger Auslegware sind die Florfasern mit der Rückseite verschweißt oder verklebt. Darunter leidet die Haltbarkeit. Wenn Sie einen hochwertigen Teppichboden verlegen wollen, entscheiden Sie sich für Produkte mit einem Jute- oder Latexrücken. Hier löst sich die Unterseite nicht so schnell auf.

Fliesen: Strapazierfähig und feuchtigkeitsfest

Eine bedenkenswerte Alternative zu Teppichböden in Eingangsbereichen, Dielen und Fluren sind Fliesen. Stimmt die Qualität, haben Sie einen wirklich dauerhaften Bodenbelag. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Renovierung Fliesen verlegen wollen, werden Ihnen große Preis- und Qualitätsunterschiede auffallen. Finger weg von Massenware, die unter 10 Euro pro Quadratmeter kostet: Billige Fliesen sind oft schlecht gebrannt, brechen schon beim Schneiden und weisen eine geringere Oberflächenhaltbarkeit auf! Schon nach wenigen Monaten verblassen die Farben, kann es zu Rissbildungen und Ablösungen kommen. Sparen können Sie aber durchaus bei Sonder- oder Restposten. Seien Sie sich dann aber des Risikos bewusst, dass Sie die Fliesen nicht nachkaufen können, wenn Sie zu wenig eingeplant haben oder später einmal Beschädigungen ausbessern wollen.

Wichtig: Achten Sie unbedingt auf die Abriebklasse. Sie reichen von 1 (sehr geringe Beanspruchung) bis 5 (sehr hohe Beanspruchung). Fürs Badezimmer reichen die Klassen 1 und 2, für den Eingangsbereich und Flur sind 3 und 4 empfehlenswert. Tipp: Wenn Sie Fliesen verlegen, vernachlässigen Sie nicht die Kosten für Fugenmörtel, Kleber und Sockelleisten. Je nach Raumgröße können da schnell ein paar Hundert Euro zusammenkommen.

Sollten Sie Fliesen erstmalig verlegen, denken Sie daran, dass eventuell die Türblätter an der Unterkante gekürzt werden müssen. Wollen Sie einen vorhandenen Fliesenbelag erneuern, macht es wenig Sinn, die neuen Fliesen auf die alten Fußbodenfliesen zu kleben. Sie erhalten keine auf Dauer wirklich trittfeste Fläche.

Wenn Sie selbst Fliesen verlegen wollen, finden Sie hier hilfreiche Tipps und Infos.


Parkett kann man abschleifen

Einen ähnlich strapazierfähigen Bodenbelag erhalten Sie, wenn Sie Parkett oder Laminat verlegen. Vor allem Parkett kann eine Langzeitlösung sein: Wenn es unansehnlich geworden ist, können Sie es abschleifen und im Anschluss ölen, wachsen, lasieren oder lackieren. Bei einem hochwertigen Fertigparkett lässt sich das je nach Stärke der Nutzschicht des Echtholzes drei- bis viermal durchführen. Bei Laminat ist das nicht möglich. Seine Oberfläche besteht aus einer bedruckten Folie, die auf ein Trägermaterial aufgebracht ist.

Wenn Sie Parkett oder Laminat verlegen möchten, können Sie in den meisten Fällen zwischen zwei Varianten wählen: Entweder wird der Belag fest mit dem Fußboden verklebt oder schwimmend verlegt. Letzteres ist etwas einfacher. Experten raten in jedem Fall zu einer separaten Trittschalldämmung, auch wenn das Laminat oder Parkett bereits mit einer Trittschalldämmung an der Unterseite ausgestattet ist. Relativ neu auf dem Markt sind Linoleum- und Vinyl-Beläge, die als Auslegware oder – wie wir es von Laminat kennen – als Klickbelag verlegt werden.

Parkett oder Laminat verlegen ist nicht schwer – hier zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt und wie Sie es machen können.


So lange halten die verschiedenen Bodenbeläge:

  • Teppich: 8 bis 12 Jahre
  • Laminat: 8 bis 15 Jahre
  • Linoleum: 15 bis 30 Jahre
  • Fliesen: 20 bis 30 Jahre
  • Parkett: 30 bis 40 Jahre

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Materialpreise Bodenbeläge pro Quadratmeter

BodenbelagPreis in Euro
Teppich (Auslegware)2 – 40
Linoleum/Vinyl8 – 35
Laminat6 – 100
Trittschalldämmung0,5 – 4
Sockelleiste1 – 11
  
Parkett20 – 150
Trittschalldämmung0,5 – 4
Sockelleiste3 – 22
Kleber4 – 7
Zusatzkosten: Miete Parkettschleifgerät50 – 100 (Tag)
  
Fliesen20 – 150
Sockelfliesen (pro Meter)6 – 15
Kleber2 – 4
Fugenmörtel2 – 6
Schleifpapier2 – 6
Lasur/Öl/Wachs/Lack1 – 3

In Ihrer Immobilie stehen umfangreichere Renovierungsarbeiten an? Dann schauen Sie hier, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.