Sanierung einer alten Schmiede

Mit der Sanierung und Komplettrenovierung einer alten Schmiede verwirklichte sich ein Ehepaar in Brandenburg den Traum vom besonderen Wohnen.


Historisches Gebäude mit modernem Innenleben

Beim Verkaufspreis von 70.000 Euro wurde man sich mit dem Besitzer schnell handelseinig, und die Weihrauchs konnten noch vor Abschluss des Kaufvertrags ins Haus, um mit der notwendigen Komplettentkernung zu beginnen.

So begann man, zum großen Teil in Eigenleistung, alles herauszureißen, was alt und marode war. Das war eine Menge, denn auch vor dem Leerstand war 40 Jahre lang nichts in dem Haus gemacht worden. So wurden Wände versetzt, Dämmungen angebracht, eine Fußbodenheizung verlegt und alle Fenster ausgetauscht. Eineinhalb Jahre dauerten die Renovierungsarbeiten, bis die Familie endlich einziehen konnte.


Eigenleistung kennt keine Freizeit und keinen Urlaub

Bis dahin war jede freie Minute, jede abgebummelte Überstunde und der Famileinurlaub in die Baustelle investiert worden. Und die Arbeit an der historischen Liegenschaft geht ständig weiter: Erst kürzlich hat der Hausherr das Hoftor abmontiert und nach Berlin zu einem Spezialisten gebracht. Dort wird das Eisen sandgestrahlt und neu mit Zinkpulver umschlossen. Kosten: rund 15.000 Euro. Danach muss das Feldsteinpflaster vor dem Haus teilerneuert werden. Einzelne Steine müssen rausgenommen und neu angeglichen werden, da durch jahrelange Belastungen tiefe Fahrrinnen entstanden sind.


Daten & Fakten zur Sanierung

Die Schmiede aus gelbem Klinker stammt aus dem Jahr 1890. Bei der Auswahl aller Materialien achtete die Familie darauf, dem Originalzustand nahezukommen.

  • Grundstücksgröße: 1.500 m²
  • Wohnfläche: 350 m²
  • Bauweise: massiv/Mauerwerk im original Veltener Klinker
  • Umbauzeit: rund 2 Jahre
  • Umbaukosten: ca. 200.000 Euro
  • Fördergelder: ca. 43.000 Euro
  • Heizung: Erdgas
  • Architekt: keiner – alles weitgehend in Eigenleistung