Vom Altbau zum Plus-Energiehaus

Einen Altbau zu einem Plus-Energiehaus umbauen – geht das? Es geht! In Bottrop wurde aus einem Einfamilienhaus aus den 1960er-Jahren ein energetisches Vorzeige-Domizil.


Energetische Problemzone I: der Keller

Gleich zu Beginn wurden die Kellerwände unterhalb der Terrasse freigelegt und abgedichtet. Damit aus den Kellerräumen keine dunklen Löcher wurden, spendeten dreifach verglaste Fenster ausreichend Tageslicht. Die wichtigste Maßnahme zum Erreichen des Plus-Energiehaus-Standards folgte im Anschluss: die Verkleidung mit einem Wärmeverbundsystem, für die eine Dicke von 30 Zentimetern gewählt wurde.

Erheblich weniger, nämlich nur drei Zentimeter, waren es bei der Dämmung der Kellerdecke. Wegen der niedrigen Raumhöhe kamen hier so genannte Vakuumpaneele zum Einsatz. Denn: Qualität und Dicke der Dämmungen sind neben perfekt isolierenden Fenstern von entscheidender Bedeutung.

Lassen Sie sich zum Thema Modernisieren beraten - Ihr Experte vor Ort freut sich auf Sie.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren

Energetische Problemzone II: das Dach

Die zweite große Baustelle war das Dach. Um die energetische Selbstversorung sicherzustellen, wurde die Photovoltaikanlage von rund 60 Quadratmetern auf der Südseite des Dachs verbaut. Die Module, die sich in das Dach einpassen und unter denen keine Pfannen mehr liegen, sollen jährlich rund 7.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Sich selbst verschattende Fenster im Dachgeschoss inklusive Regensensoren sind weitere technische Highlights in diesem Bereich.

 

Heizssystem: die Wärmepumpe

Für die Heizung (und im Sommer auch Kühlung) wurde eine Sole/Wasser-Wärmepumpen-Anlage gewählt. Im Heizbetrieb wird diese durch eine Solarthermie-Anlage unterstützt, deren Kollektoren auf dem Garagendach befestigt wurden. Zusätzlich hält ein Kombispeicher als Puffer das Heizungswasser vor, unterstützt bei der Brauchwasserbereitung und nimmt die Energie aus der Solaranlage auf. Zum Abschluss der Sanierung wurde neben einer Fußboden- auch eine Deckenheizung aus 15 Millimeter starkem Gipskarton mit werkseitig integrierten Heizschlangen eingebaut.


Smart Home-Steuerung übers Internet

Und damit sich die ganze neue Technik auch möglichst bequem (und vor allem zentral) steuern lässt, laufen alle Befehle über eine Schaltzentrale, die auch über das Internet oder Smartphone angewählt werden kann.