Die Hybridheizung

Eine Hybridheizung kombiniert konventionelle und erneuerbare Energieträger – und versorgt Ihr Haus mit Wärme. 


Energiesparen mit System

Hybridsysteme: Grafik mit Lösungen für Hybridheizungen: Heizkessel, Wärmespeicher, Kaminofen und Solarthermie

Das Prinzip der Hybridheizung ist schnell erklärt: Sie setzt auf einen Mix aus den konventionellen Energieträgern Gas oder Öl und regenerativen Energien. Die kombinierte Nutzung der verschiedenen Energiequellen spart Kosten und schont zugleich die Umwelt. Denn ein großer Teil des jährlichen Wärmebedarfs kann zum Beispiel mit einer Solarthermieanlage, einem wassergeführten Kaminofen oder einer Wärmepumpe erzeugt werden. Der Gas- oder Öl-Brennwertkessel springt erst an, wenn Sonne, Holz oder Umweltwärme den Bedarf nicht mehr decken. So können Sie Ihren jährlichen Verbrauch an Gas oder Öl deutlich senken.

 Das Herzstück eines hybriden Systems ist ein sogenannter Pufferspeicher. Dort wird die von den verschiedenen Energiequellen erzeugte Wärme gespeichert und je nach Bedarf für Heizung und Warmwasser zur Verfügung gestellt. Eine Hybridheizung fängt dadurch mögliche Schwankungen bei den erneuerbaren Energien ab. Gleichzeitig reduziert sie die Abhängigkeit vom Energieversorger. Mit dem Einbau einer hybriden Anlage ist es außerdem für Hausbauer ein Leichtes, die Forderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) zu erfüllen: Seit 2009 muss in Neubauten ein Teil der Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien – zum Beispiel mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe – erzeugt werden.


Individuell und flexibel

Ob im Neubau oder bei der Sanierung einer bestehenden Heizung – hybride Systeme sind flexibel einsetzbar. Hausbesitzer können sich dazu individuell vom Fachmann beraten lassen. Vor dem Umbau einer bestehenden Anlage zu einer Hybridheizung sollte diese gründlich von einem qualifizierten Fachhandwerker überprüft werden. Steht noch ein veralteter Gas- oder Ölkessel im Keller, muss dieser zunächst durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt werden. Allein dieser Austausch kann den jährlichen Energieverbrauch schon um bis zu 30 Prozent senken.
 
Ergänzen Sie Ihre Heizung anschließend mit einer Solarthermieanlage zu einem hybriden System, ist eine weitere Energieeinsparung von bis zu zehn Prozent möglich. Zusätzliche Spareffekte können Sie durch den Einbau einer Wärmepumpe oder eines Kaminofens erzielen. Diese Erweiterungen sind auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich – vorausgesetzt, der Pufferspeicher wurde in der Planung bereits dafür dimensioniert.

Um das volle Einsparpotenzial einer Hybridheizung auszuschöpfen, müssen die einzelnen Bestandteile der Anlage perfekt aufeinander abgestimmt werden. Hocheffizienzpumpen, moderne Thermostatventile, gedämmte Rohrleitungen und ein hydraulischer Abgleich der Heizung sorgen dafür, dass sich die erzeugte Wärme auch optimal im Haus verteilt.

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Durchblick im Förderdschungel

Ein wesentlicher Punkt ist natürlich auch die Frage der Finanzierung. Die gute Nachricht ist: Verschiedene Programme von Bund, Ländern und Kommunen fördern Maßnahmen, die für mehr Energieeffizienz in Neubau und Bestand sorgen. So unterstützt zum Beispiel das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Heizen mit erneuerbaren Energien durch attraktive Zuschüsse.

Auf Bundesebene bietet außerdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Investitionszuschüsse und zinsgünstige Kredite für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Wichtig zu wissen: Anträge für KfW-Förderungen müssen unbedingt schon vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.


Unterstützung bei der Suche nach der passenden Förderung bietet die Fördermitteldatenbank auf dem Portal www.intelligent-heizen.info. Auch der Heizungsfachbetrieb vor Ort informiert über lokale Förderprogramme. Die Investition in eine moderne Heizung bringt viele Vorteile. Neben geringeren Heizkosten und größerem Wohnkomfort erhöht sich dadurch auch der Marktwert der Immobilie.

 

Durchblick im Förderdschungel

Vorteile einer Hybridheizung auf einen Blick

  • zukunftsfähige Lösung für Neubau und Bestand
  • zuverlässige und umweltschonende Energieversorgung
  • geringerer Verbrauch von Gas oder Öl senkt Heizkosten
  • Deckung eines Großteils des jährlichen Heizwärme- und Warmwasserbedarfs mit erneuerbaren Energien möglich
  • flexibel und schrittweise erweiterbar (bei Planung aber Dimensionierung des Speichers beachten)
  • höhere Unabhängigkeit vom Energieversorger
  • Erfüllung der Forderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) für Neubauten
  • staatliche Förderung von Maßnahmen für energieeffizientes Heizen