Die Ökoheizung: Holzpellet-Kessel

Beim Heizen mit erneuerbaren Energien spielt der nachwachsende Rohstoff Holz eine zentrale Rolle. Vor allem Holzpellet-Kessel sind eine echte Alternative zu Öl und Gas.


Holzpellets sind seit Ende der 1990er-Jahre als Brennstoff zugelassen

Sie sind umweltfreundlich und kostengünstig, bieten einen vergleichbaren Komfort wie die fossilen Brennstoffe Öl und Gas und werden mit attraktiven staatlichen Zuschüssen gefördert – trotz aller Vorteile konnten sich Holzpellets bisher jedoch nicht mehr als eine Nische auf dem Heizungsmarkt erobern. Rund 160.000 der knapp 18 Millionen Heizkessel in Deutschland, also weniger als ein Prozent, sind Holzpellet-Kessel.

Allerdings sind die kleinen Holzpresslinge aus Restholz, Hobel- und Sägespänen auch erst seit Ende der 1990er-Jahre als Brennstoff zugelassen; vollautomatische Holzpellet-Kessel sind seit gut zehn Jahren auf dem Markt. 1,4 Millionen Tonnen Pellets wurden im Jahr 2011 in Deutschland verheizt; die einheimischen Produktionskapazitäten sind rund doppelt so hoch. Genügend Brennstoff für mehr Holzheizungen ist also vorhanden.

 

Holzpellet-Kessel: klimaneutral und günstig

Hausbesitzer, die sich für einen Holzpellet-Kessel entscheiden, tun dies zumeist sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch wegen der günstigen Brennstoffkosten. Als nachwachsender Rohstoff weist Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft die beste CO2-Bilanz aller Brennstoffe auf. Holz verbrennt rechnerisch klimaneutral, weil dabei nicht mehr CO2 freigesetzt wird, als der Baum zuvor beim Wachstum gebunden hat.

Da zudem auch der Transportweg meist kurz und der Energieaufwand für die Produktion gering ist, verhilft eine Pelletheizung jedem Gebäude zu einer hervorragenden Primärenergiebilanz. Wichtig für eine saubere Verbrennung und den störungsfreien Betrieb der Holzpellet-Kessel ist die Qualität der Pellets. Die Kennzeichnung DINplus und das Gütesiegel ENplus bieten Verbrauchern eine Orientierungshilfe beim Kauf.


Funktionsweise der Pelletheizung

Für die Pellets braucht man eine Lagermöglichkeit; sie sollte groß genug sein, um den Pelletbedarf für ein Jahr aufzunehmen. Das kann ein Kellerraum, ein Silo außerhalb des Hauses oder ein Erdtank sein.

Ist das Pelletlager in unmittelbarer Nähe vom Holzpellet-Kessel untergebracht, werden die Holzpresslinge über eine Förderschnecke zum Brenner transportiert. Bei größeren Entfernungen kommen Vakuumsaugsysteme zum Einsatz.