Heiztechnik & Feuerzauber

Wirkungsgrade und Abgasgrenzwerte sind es nicht, die bei der Entscheidung für einen Kamin- oder Kachelofen im Vordergrund stehen. Schließlich bietet die moderne Heiztechnik genügend andere Möglichkeiten, komfortabel, umweltfreundlich und sparsam für ein warmes Zuhause zu sorgen.


Moderne Feuerstätten

Es muss wohl die uralte Faszination des Feuers sein, die das Heizen mit Holz so beliebt macht. In 8,5 Millionen deutschen Wohnungen lodert es schon - ob im offenen Kamin, im kompakten Kaminofen oder im handwerklich gefertigten opulenten Kachelofen. Und die Tendenz ist weiter steigend: Drei von vier künftigen Bauherren haben vor, sich einen Kamin- oder Kachelofen zuzulegen.

Moderne Feuerstätten für Festbrennstoffe, so der offizielle Oberbegriff für Kamin- und Kachelöfen aller Art, werden dabei immer häufiger in die moderne Gebäudetechnik integriert. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft AdK berichtet von einer stark steigenden Nachfrage nach Systemen, bei denen die erzeugte Energie in einen so genannten Pufferspeicher für die Heiz- und Brauchwassererwärmung abgegeben wird. Die traditionelle Feuerstätte wird immer mehr Bestandteil eines modernen und umweltfreundlichen Heizsystems fürs ganze Haus - in Zeiten hoher Energiepreise ein ganz rationales Argument für die romantische Sehnsucht nach dem Holzfeuer.


Entscheidung für die richtige Variante

Wer die Anschaffung eines Kamin- oder Kachelofens plant, sollte sich zunächst darüber klar werden, welche Nutzung für ihn im Vordergrund steht. Wem es in erster Linie um die gemütliche Atmosphäre und den Blick ins Flammenspiel geht, der wird sich in der Regel für einen Kaminofen entscheiden. Ein Kachelofen oder ein Heizkamin ist die richtige Wahl für alle, die in erster Linie auf den Heizaspekt Wert legen. Der klassische Grundofen speichert die Wärme besonders lange und gibt sie über die Oberfläche ausschließlich als Strahlungswärme ab. Ein Warmluftofen hingegen erzeugt zu etwa 70 Prozent Konvektionswärme, die er über Luftgitter oder Warmluftschächte verteilt. Kachelöfen werden vom Fachhandwerker individuell geplant und gebaut. Adressen von Ofenbauern gibt es unter www.kachelofenwelt.de sowie unter www.der-rote-hahn.de.

Egal ob Kamin- oder Kachelofen: Erster Ansprechpartner sollte immer der Schornsteinfeger sein. Er prüft, ob der Schornstein geeignet ist und ob für eine ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft gesorgt ist.


Brennstoffe für die Feuerstätte

 

Ein Kamin ist keine Müllverbrennungsanlage. Abfälle, Plastik, Pappen, feuchtes oder behandeltes Holz, Spanplatten et cetera haben darin nichts zu suchen. Zu den laut Kleinfeuerungsanlagenverordnung zugelassenen geeigneten Brennstoffen gehört natürlich in erster Linie Scheitholz. Wichtig ist, dass es gut abgelagert, trocken und naturbelassen ist. Frisches Holz muss circa zwei Jahre getrocknet sein.

Wer es bequemer mag, greift auf Briketts aus gepressten Holzspänen zurück. Auch Briketts aus Braunkohle oder Steinkohle sind geeignete, zugelassene Brennstoffe. Stark im Kommen sind Pellets, kleine Holzpresslinge, für die aber in der Regel Öfen mit speziellem Heizeinsatz erforderlich sind. Mit dem "Ecomat 1" bietet die Firma Hark inzwischen auch einen Ofen an, der sowohl mit Pellets als auch mit Scheitholz betrieben werden kann.

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