Heizung tauschen – Förderung sichern

  • Austauschprämie für Ölheizung
  • Alternative Heizungsanlagen
  • BAFA-Förderung


 

Ölheizung austauschen

Hoher CO2-Verbrauch, steigender Ölpreis, in die Jahre gekommene Modelle – vieles spricht mittlerweile gegen die Ölheizung. Andererseits gibt es zahlreiche Alternativen, die nachhaltig und günstiger im Verbrauch sind. Hier erfahren Sie, welche das sind.


Ölheizung ersetzen lohnt sich doppelt!

Alte Ölheizungen gelten als Umweltsünder. Denn Öl als fossiler Brennstoff wächst nicht nach und darüber hinaus verursacht die Ölheizung am meisten CO2 im Haushalt. Doch nach wie vor heizen rund 5,6 Mio. Haushalte in Deutschland mit Öl, das ist jede vierte Heizung – und viele davon sind mehr als 20 Jahre alt. Laut Bundesumweltamt stößt eine alte Heizung jährlich rund 10 Tonnen des "Klimakillers" Kohlendioxid aus. Bei umweltfreundlicheren Alternativen, wie z. B. der Holzpelletheizung, ist es nur rund 1 Tonne CO2.

Der Umstieg auf eine alternative Heizanlage zahlt sich jedoch nicht nur für die Umwelt aus – auch Ihr Geldbeutel profitiert. Da ab 2021 der CO2- Ausstoß von fossilen Brennstoffen kompensiert werden muss, wird der Ölpreis in den Folgejahren stetig steigen. Daher lohnt es sich bereits jetzt aktiv zu werden, die Ölheizung auszutauschen und sich für eines der alternativen Heizsysteme zu entscheiden – denn diese nachhaltigen und klimaschonenden Modelle werden vom Staat gefördert.


Nachhaltige und klimaschonende Heizsysteme

Solarthermie

Mit Sonnenenergie heizen – das ist das Prinzip der Solarthermie. Die über Kollektoren gewonnene Energie erwärmt eine Flüssigkeit, die in einem Solarspeicher landet. Heizkosten und CO2-Emission werden deutlich reduziert.

Biomasse

Die Biomasseheizung wird mit regenerativen und biologischen Brennstoffen betrieben. Beispielweise mit Holz oder Bioabfällen. Die Pelletheizung ist ein bekannter Vertreter dieser Heizungsart und weist eine sehr gute CO2-Bilanz auf.

Wärmepumpe

Wärmepumpen entziehen z. B. der umgebenden Luft die Wärme und machen sie zum Heizen nutzbar. Dabei wird Dampf verdichtet und auf Temperatur gebracht. Im Vergleich zur Ölheizung sind die Heizkosten mehr als ein Drittel geringer.

Hybridheizung

Hybridheizungen kombinieren diese verschiedenen Heiztechnologien über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik.


Ölheizung austauschen und von Förderung profitieren

Sie möchten Ihre alte Ölheizung ersetzen und dafür ein nachhaltiges und klimafreundliches Heizsystem einbauen? Dann unterstützt Sie dabei der Staat. Seit 2020 gibt es die so genannte Austauschprämie. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt diese Gelder. Das BAFA beteiligt sich mit bis zu 45 Prozent an den Kosten, wenn Sie Ihre in die Jahre gekommene Ölheizung austauschen. Mehr zur BAFA-Förderung erfahren Sie hier.

Gerne unterstützt Sie auch Ihr Heimatexperte vor Ort, wenn Sie Fragen zur BAFA-Förderung haben. Zudem kann er Ihnen für Ihren geplanten Heizungstausch gleich ein konkretes Finanzierungsangebot erstellen. Vereinbaren Sie dazu am besten noch heute einen Termin. Im Beratungsgespräch können Sie dann alles in Ruhe besprechen.

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Bausparen und Baufinanzierung – Beratung vor Ort durch unsere Heimatexperten-144x173Beratung vereinbaren

Solarthermie – mit Sonnenenergie heizen

Solarkollektoren auf dem Hausdach
Das Energiekraftwerk auf dem Dach – die Sonne gibt’s kostenlos. Und: Solarthermie eignet sich gut fürs Nachrüsten beim Altbau.

Das Prinzip ist einfach. Solarthermie wandelt Sonnenlicht in Wärme um – für die Heizung der Wohnfläche oder zur Trinkwassererwärmung. Im Durchschnitt sprechen Experten von 1.050 Kilowattstunden pro Quadratmeter Sonnenenergie im Jahr. Eine gute Alternative, wenn Sie Ihre alte Ölheizung austauschen wollen, häufig in Kombination mit einem anderen alternativen Heizsystem.

  • Erforderlich sind Solarkollektoren auf dem Dach, am besten nach Süden ausgerichtet in einer Dachneigung von 45 Grad, ein Solarspeicher und eine Wärmepumpe.
  • Energie kostenlos, 365 Tage im Jahr.
  • Deckt Warmwasserbedarf in den Sommermonaten komplett (besonders geeignet für Fußbodenheizung), im Winter reicht die Heizleistung alleine nicht aus.


CO2-Verbrauch/Anschaffungskosten:

  • Die Solarthermie ist klimaneutral.
  • Die Kosten, um die Heizung auszutauschen, sind abhängig von der Wahl der Kollektoren und Haushaltsgröße: 4.000 bis 5.000 Euro z. B. für eine Anlage mit Flachkollektoren zur Trinkwassererwärmung – zzgl. ca. 2.000 Euro Montagekosten.

Biomasse – regenerativ und biologisch

Was versteht man unter Biomasse beim Heizen? Hier wird vor allem mit pflanzlichen, nachwachsenden (Roh-) Stoffen Wärme erzeugt, z. B. mit Holzscheiten, Hackschnitzel, Pellets, Holzrinde, Sägeholzresten, Altholz oder organischen Abfällen. Geringe Emissionen bei hohem Wirkungsgrad – eine sehr gute Alternative, wer im Altbau die Ölheizung ersetzen will.

  • Die Pelletheizung ist auf einen sauberen, effizienten sowie meist automatischen Betrieb ausgelegt.
  • Holz als heimischer Brennstoff ist nachwachsend, kostengünstig und unterliegt keinen großen Preisschwankungen wie etwa das Rohöl.
  • Die Heizanlage selbst ist klein, allerdings benötigt man ausreichend Lagerplatz für die Pellets.


CO2-Verbrauch/Anschaffungskosten:

  • Beim Wechsel einer Öl- auf Pelletheizung lassen sich knapp 90 % an Treibhausgasen einsparen. 1,5 t CO2-Einsparung pro Tonne Pellets sollen möglich sein.
  • Die Anschaffungskosten beim Heizungstausch sind mit rund 20.000 Euro relativ hoch. Dafür setzt man als Verbraucher auf ein äußerst umweltfreundliches und in Bezug auf den Rohstoff kostengünstiges Heizsystem.

Tipp: Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Heizungsfachmann individuell beraten.

Hand mit Pellets vor Pelletheizung
Fossile Brennstoffe werden immer teurer. Und: Je stärker das Umweltbewusstsein, desto mehr steigt die Nachfrage nach regenerativen Stoffen.

Wärmepumpe – arbeitet mit natürlicher Wärme

Wärmepumpe vor Hauswand
Wärmepumpe: Bei Neubauten häufig eingebaut, aber auch für die Modernisierung einer bestehenden Immobilie eine geeignete, umweltfreundliche Wahl.

Wärmepumpen nutzen die kostenfreie Energie der Umwelt – Grundwasser, Luft oder Erdwärme. Auch immer mehr Modernisierer setzen auf dieses System, um z. B. die alte Ölheizung auszutauschen.

  • Die Wärmepumpe braucht Strom – konsequenterweise Ökostrom. Sie arbeitet dann sparsam, wenn die Temperatur der Außenluft höher ist als die des Heizsystems.
  • Voraussetzung dafür ist die Einstellung einer niedrigen Vorlauftemperatur. Am besten wird sie mit einer Fußbodenheizung betrieben, die mit deutlich niedrigeren Temperaturen als Heizkörper arbeitet.
  • Wärmepumpen sind effizient und günstig im laufenden Betrieb.


CO2-Verbrauch/Anschaffungskosten:

  • Zu rechnen ist mit einer CO2-Einsparung von 2,5 Tonnen im Jahr.
  • Heizung austauschen – welche Kosten fallen dafür an: Je nach Wärmequelle sind diese verschieden. Installation einer Luft-Wasser-Pumpe z. B. kostet ca. 15.000 Euro.

Tipp: Die Wärmepumpe muss genau zum Gebäudetyp passen, insbesondere beim Altbau. Also auf jeden Fall den Fachmann fragen.


Hybridheizung – die perfekte Kombination

Die Hybridheizung kombiniert verschiedene Systeme für erneuerbare Energien – wie Solar, Biomasse oder Wärmepumpe. Dies erfolgt über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik. Zentrales Element ist ein Warmwasser- oder Pufferspeicher, der über längere Zeit die gewonnene Energie „horten“ kann.

  • Die Basis wird durch regenerative Energie getragen. In Spitzenleistungen springen die fossilen Brennstoffe ein, um schnell und konstant den gewünschten Temperaturlevel zu erreichen.
  • Bei der Gas-Hybridheizung werden eine neue Gasheizung für konventionelle Energiegewinnung und mindestens eine Komponente der erneuerbaren Heizsysteme zusammengeschlossen.
  • Dieses Heizsystem ist gut geeignet für Modernisierungen, da modular nachrüstbar.


CO2-Verbrauch/Anschaffungskosten:

  • Eine CO2-Einsparung bis zu 60 % ist abhängig vom genutzten System möglich.
  • Heizung austauschen – mit welchen Kosten? Die Investition für eine Gas-Hybridheizung z. B. liegt bei 9.000 Euro bis 12.000 Euro.  
Hybridheizung
Sie wollen Ihre alte Ölheizung ersetzen? Mit der Hybridheizung vermeiden Sie Versorgungs-Engpässe. Sie sorgt für gleichbleibende Wärme und permanent heißes Wasser.

Ölheizung austauschen: Der Weg zur Austauschprämie

Die wichtigsten Fragen & Antworten

Soll ich bei der Heizungswahl einen Experten zu Rate ziehen?           
Wer sich über Vorteile und Nachteile der Heizungssysteme nicht genau im Klaren ist, sollte sich immer Rat beim Energieberater oder örtlichen Heizungsbauer holen.

Wie viel Förderung erhalte ich, wenn ich meine Ölheizung austausche?     
Tauschen Sie Ihre Ölheizung gegen ein Heizsystem aus, das ausschließlich erneuerbare Energien nutzt – wie Biomasseanlage, Holzpelletheizung oder Wärmepumpe –, gibt es bis zu 45 % Austauschprämie vom Staat. Die förderfähigen Investitionskosten sind auf 50.000 Euro pro Wohneinheit beschränkt. Achtung: Es gibt KEINEN Zuschuss für Heizungen, die älter als 30 Jahre alt sind und für die bereits die Austauschpflicht gilt.

Gibt es anstelle der Austauschprämie auch andere Fördermöglichkeiten?
Anstatt der BAFA-Förderung können auch 20 Prozent der Ausgaben für Einzelmaßnahmen – über drei Jahre verteilt – steuerlich abgezogen werden, maximal 40.000 Euro. Das kann sich lohnen, wenn z. B. auch das Dach gedämmt, Fenster ausgetauscht oder weitere förderfähige Gewerke saniert werden sollen. Was sich mehr auszahlt, hängt vom Umfang der Maßnahmen sowie von Einkommen und Steuerklasse ab.

Wann und wo muss ich den Antrag stellen?        
Wichtig: Bevor man loslegt, muss der Antrag auf Förderung online bei der BAFA gestellt werden. Hierfür ist ein Kostenvoranschlag erforderlich. Die Summe der im Antrag angegebenen Kosten ist Basis für die maximale Fördersumme. Sie kann später nicht nach oben korrigiert werden.

Innerhalb welchen Zeitraums muss ich die Ölheizung austauschen?            
Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhält man einen Zuwendungsbescheid. Dann bleiben neun Monate Zeit, das neue Heizsystem in Betrieb zu nehmen. Spätestens einen Monat nach Ablauf dieses Zeitraums, also nach zehn Monaten, muss ein Verwendungsnachweis (Rechnung, Fachunternehmererklärung) eingereicht werden. Anschließend wird der Zuschuss nach Prüfung durch die BAFA ausbezahlt.

Ölheizung ersetzen – in fünf Schritten zur Austauschprämie

Gute Beratung ist unverzichtbar

Bei der Finanzierung eines klimaschonenden Heizsystems oder weiteren Maßnahmen für ein nachhaltiges Zuhause ist es wichtig, alle Schritte im Blick zu haben. Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da, wenn Sie offene Fragen haben. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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