Wasserführende Kamin- und Kachelöfen

Urgemütlich und hocheffizient: Wasserführende Kamin- und Kachelöfen liefern nicht nur wohlige  Strahlungswärme, sondern sie lassen sich auch ans zentrale Heizungssystem anschließen


Feuer und Wasser

Wärmeführende Kamin- und Kachelöfen: Frau entspannt vor dem Kaminfeuer

Wenn es einen Grund gibt, sich auf die ersten nasskalten Herbsttage zu freuen, dann diesen: Endlich kann man im Kamin- oder Kachelofen wieder das Feuer schüren. Bei knackiger Kälte vorm warmen Ofen zu relaxen und das Spiel der Flammen zu beobachten ist für viele der Inbegriff von Gemütlichkeit. Ein Musterbeispiel für Energieeffizienz ist das Anheizen des Kaminofens allerdings nicht unbedingt: Denn während der Raum, in dem der Ofen steht, häufig schnell überheizt wird, bleibt es im übrigen Haus kühl; gleichzeitig geht viel Energie, die in den heißen Abgasen enthalten ist, ungenutzt durch den Schornstein verloren.

Wasserführende Kamin- und Kachelöfen schließen die Lücke zwischen Gemütlichkeit und Effizienz. Sie geben zum einen wie gewohnt angenehme Strahlungswärme ab, versorgen darüber hinaus aber auch Heizung, Küche und Bad mit warmem Wasser. Möglich wird dies durch einen Anschluss des Pellet- oder Scheitholzofens an das zentrale Heizungssystem. Erforderlich dafür ist ein Wärmetauscher, der die Energie auf das Heizwasser überträgt. Das im Wärmetauscher des Ofens erwärmte Wasser wird in das Heizungsnetz eingespeist und meist einem Warmwasserspeicher zugeführt.

Je nach Ofentyp können bis zu 70 Prozent der Energie für die Heizwasserwärmung verwendet werden. Im Pufferspeicher steht die im Holzofen erzeugte Wärme auch dann zur Verfügung, wenn das Feuer erloschen ist. Die benötigte Speichergröße richtet sich nach der Heizleistung des Ofens; pro Kilowatt sollte man mindestens 55 Liter vorsehen.


Kaminöfen mit Wärmetauscher

An den Pufferspeicher kann man weitere Wärmequellen anschließen. Vor allem die Kombination mit einer Solaranlage ist ideal. Im Sommer übernimmt die Sonne die Warmwasserbereitung, im Winter springt der Kamin- oder Kachelofen ein. Niedrigenergiehäuser mit geringem Wärmebedarf lassen sich so komplett CO2-neutral und sparsam beheizen. Damit das reibungslos funktioniert, müssen alle Komponenten der Anlage genau aufeinander abgestimmt sein. Planung und Ausführung sind ein Fall für den Fachhandwerker.

Die Nutzung eines Kaminofens für die Erwärmung des Heiz- und Brauchwassers ist ohne großen technischen Aufwand möglich. Viele Hersteller bieten Modelle mit integriertem Wärmetauscher an. Äußerlich unterscheiden sich wasserführende Kaminöfen nicht von anderen Modellen. Der Wärmetauscher ist wie beim hier abgebildeten Hark 17 WW bereits in den kompakten Kaminofen integriert, die Anschlüsse zur Einbindung ans zentrale Heizsystem befinden sich an der Rückwand.

Ähnlich wie bei einem Durchlauferhitzer nimmt ein wasserführender Heizeinsatz aus Gusseisen oder Stahl über der Brennkammer einen Teil der im Kaminofen erzeugten Wärme auf. Dieser Wärmetauscher ist in den Heizungskreislauf eingebunden: Abgekühltes Heizwasser wird im Kaminofen erhitzt und anschließend in den Pufferspeicher oder direkt zum Heizkörper geleitet. Dank Thermostat, Pumpe und intelligenten Steuer- und Regelungssystemen geschieht das Ganze vollautomatisch.

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