Wozu dient die Energieeinsparverordnung?

Seit 2002 schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Energiebedarf ihres Gebäudes oder Bauprojektes vor.


EnEV: Einheitlicher Standard für Gebäude

Durch die EnEV wird ein einheitlicher Standard für die energetische Ausstattung von Wohnimmobilien in Deutschland erreicht. Es gibt Vorschriften für Neubauten und für bestehende Immobilien. Nachrüstpflichten werden immer wieder aktualisiert. Außerdem sind die Bedingungen für den Energieausweis in der EnEV geregelt. Die EnEV stellt ein wichtiges Instrument der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik dar und setzt europäisches Recht um.

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Die EnEV wurde mehrfach angepasst

Der große Heizsystem-Vergleich - Katze schläft auf Heizung
Wohlig warm soll es sein, aber ohne Energie zu verschwenden. (Quelle: (c) Anthony Bradshaw)

Die erste Fassung der EnEV trat 2002 in Kraft. Seitdem gab es mehrere Neufassungen, die letzte gilt seit dem 1. Mai 2014 und wird als EnEV 2014 bezeichnet. Sie enthält auch Regelungen, die am 1. Januar 2016 in Kraft traten.


Wichtige Regelungen der EnEV 2014

Heizkessel-Pflichtaustausch

Nach der EnEV 2014 müssen alle Heizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, ausgetauscht werden. Die Käufer einer Immobilie müssen diesen Austausch binnen zwei Jahren nach dem Erwerb der Immobilie durchführen. Doch es gibt Ausnahmen: Niedertemperatur- und Brennwertkessel haben einen höheren Wirkungsgrad und fallen nicht unter die Regelung. Das gilt auch für Anlagen, die nur der Warmwasseraufbereitung dienen. Eigentümer von Ein- bis Zweifamilienhäusern, die diese schon vor dem 1. Februar 2002 bewohnten, müssen alte Heizkessel ebenfalls nicht austauschen.



Energiekennwertangabe bei Verkauf und Vermietung

In jeder Anzeige, zur Vermietung oder zum Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses muss seit dem 1. Mai 2014 der Energiekennwert einer Immobilie (Primärenergieverbrauch in kWh) und der Primärenergieträger (Gas, Öl, Fernwärme…) angegeben werden. Angegeben werden muss außerdem, ob es sich um einen Verbrauchsausweis oder einen Bedarfsausweis handelt. ACHTUNG: Diese Pflicht trifft auch jeden privaten Vermieter oder Verkäufer. Sie müssen diese Angaben in ihren Annoncen aufnehmen – sonst droht ein Bußgeld.








Nachweispflicht für Energieeffizienzklasse

Zusätzlich zum Energiekennwert muss auch die Energieeffizienzklasse angegeben werden. Diese wird in Buchstaben von A+ bis H angegeben. Die Energieeffizienzklasse muss dann in Anzeigen zur Vermietung oder zum Verkauf angegeben werden, wenn der Energieausweis für die Immobilie nach dem 1. Mai 2014 erstellt worden ist. In den alten Energieausweisen steht diese Klasse nicht drin. Alte Energieausweise gelten aber 10 Jahre. Das bedeutet, dass es eine Mischung aus dem Primärenergieverbrauch mit Angabe des Energieträgers und manchmal einem Buchstaben für die Energieeffizienzklasse A+ bis H gibt und manchmal eben nicht.

Proaktive Vorlagepflicht des Energieausweises

Der Vermieter oder der Verkäufer muss den Energieausweis von sich aus dem Kauf- oder Mietinteressenten vorlegen – und nicht wie bisher nur auf Nachfrage. Das bedeutet, dass Sie einen Verkauf oder die Vermietung Ihrer Wohnung nur noch mit Energieausweis durchführen können. Das Original oder eine Kopie des Energieausweises müssen dabei ausgehändigt werden.


Anwendung bei Baudenkmalen

Für Baudenkmale kann von den Vorschriften der EnEV 2014 abgewichen werden (§ 24 EnEV), wenn die Bausubstanz oder das Erscheinungsbild stark beeinträchtigt würden oder wenn die Umsetzung nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand möglich ist. Zusätzlich sieht § 16 Abs. 5 EnEV vor, dass bestimmte Pflichten bei Baudenkmalen nicht einzuhalten sind. So muss beim Verkauf eines Baudenkmals kein Energieausweis vorgelegt werden. Die Vorschrift des § 16 Abs. 2 EnEV gilt nicht für Baudenkmale. Auch die Aushangpflicht des Energieausweises in Baudenkmalen ist nicht erforderlich. Die Vorschriften in § 16 Abs. 3 und 4 EnEV gelten ebenso nicht für Baudenkmale.

Sanierungsbedingungen bleiben gleich

Die Regelungen für die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden werden nicht noch einmal verschärft.


Energieausweis - rechtzeitig beschaffen!

EnEV Energiepass
Der Energieausweis ist beim Verkauf einer Immobilie verpflichtend.

Alle Eigentümer und Vermieter, die noch keinen Energieausweis haben, sollten sich einen solchen zulegen. Bei einem Verkauf der Immobilie ist dieser verpflichtend. Energieberater sind dabei kompetente Ansprechpartner. Sie erstellen nicht nur Energieausweise, sondern geben vor allem auch gute Tipps für eine anstehende energetische Sanierung. Und das Beste: Einmal erstellt, ist der Energieausweis 10 Jahre gültig.

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