Batteriespeicher: Mehr Solarstrom selbst nutzen

Solarkollektoren auf dem Dach und Stromeinspeisung ins Netz – das war gestern. Inzwischen gibt es praxiserprobte Energiespeichersysteme, die eine weitgehende Eigenversorgung mit selbst erzeugtem grünem Strom ermöglichen. Wir zeigen, wie das funktioniert und was es kostet.


Stromerzeugung und Stromverbrauch sind nicht deckungsgleich

Jeder Besitzer einer Photovoltaik-Anlage kennt das Dilemma: Immer dann, wenn die Anlage auf dem Hausdach um die Mittagszeit den meisten Strom erzeugt, ist der Eigenverbrauch am geringsten – man ist auf der Arbeit, die Kinder sind in der Schule. Nur eine zeitgesteuerte Wasch- oder Geschirrspülmaschine kann jetzt Strom verbrauchen. Der überschüssige Strom wird automatisch ins Netz eingespeist, allerdings sinken die dafür garantierten Vergütungen.

Anders am Abend: Dann brennt Licht in den Zimmern – und vom Küchenherd über den Fernseher bis zum Computer sind viele elektrische Geräte im Betrieb. Dumm nur, dass bei Dunkelheit kein Solarstrom mehr produziert wird. Die benötigte Elektrizität muss aus dem Netz bezogen werden und kostet Geld. Die Lösung bringt ein moderner Energiespeicher für Ihr Zuhause, der in Lithium-Ionen-Batteriezellen den tagsüber erzeugten Strom vorrätig hält. Mit einer solchen Zusatzeinrichtung können nicht nur wie bisher rund 30 Prozent des selbst produzierten Stroms genutzt werden, sondern bis zu 70 Prozent!


Ausgereifte Technik, einfache Unterbringung

Informationen anfordern

Kostenlos informieren, was mit Bausparen alles möglich ist.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneJetzt Infos anfordern

Namhafte Hersteller bieten Batteriespeicher mit durchschnittlichen Kapazitäten von zwei bis 20 kWh an. Mitte 2016 waren bundesweit bereits 30.000 solcher Anlagen installiert. Neben klassischen Batterieherstellern wie Varta und Hoppecke fallen auch ungewöhnliche Anbieter auf. Namen wie Tesla, Mercedes und BMW zeigen, dass hier Synergien der Speicherentwicklung aus dem Bereich der Elektromobilität genutzt werden. Stationäre Batteriespeicher für daheim werden allerdings weniger beansprucht als die modernen Stromspeicher in Fahrzeugen, weil der Lade- und Entladevorgang wesentlich langsamer und gleichmäßiger abläuft als im mobilen Betrieb. Während die Fahrbatterie eines Autos etwa beim Beschleunigen große Strommengen abgeben und beim Rekuperieren (der Energierückgewinnung während des Bremsvorgangs) erneut starke Ströme aufnehmen muss, läuft das heimische Batteriespeichersystem vergleichsweise im Schonbetrieb.

Stationäre Batteriespeicher bilden das lange fehlende Modul, das eine unabhängige Eigenstromversorgung ermöglicht. Die Anlagen selbst sind erstaunlich klein und können unauffällig im Keller oder in einem anderen Nutzraum in der Nähe der elektrischen Anlage montiert werden. Es gibt sowohl Gleichstrom- als auch Wechselstromsysteme. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Technik, was sich im Alltagseinsatz aber nicht bemerkbar macht. Manche Hersteller bieten ausbaufähige Systeme an, die sich relativ einfach um zusätzliche Speichermodule erweitern lassen.

  • Klassische Bleibatterien haben eine geringere Lebensdauer und sind schwerer als moderne Lithium-Ionen-Batterien. Aufgrund ihrer Emissionen müssen sie an einem belüfteten Ort stehen und haben jährlichen Wartungsbedarf.
  • Moderne Lithium-Ionen-Batterien sind deutlich langlebiger, aber auch teurer als Bleibatterien. Sie können sich im Betrieb stark erwärmen.

Überschaubare Kosten, vielfältiger Nutzen

Die Kosten für montagefertige Batteriespeicher liegen je nach Hersteller und Kapazität zwischen 2.500 und 7.500 Euro. Ein erstes staatliches Förderprogramm ist ausgelaufen, die Neuauflage ist in Planung. Angesichts der Kosten stellt sich die Frage nach dem effektiven Nutzen eines Batteriespeichers. Was moderne Stromspeicher bieten:

  • Unabhängigkeit von Strom- und Netzentgelten: Die Menge des dazugekauften Stroms wird auf das kleinstmögliche Maß reduziert, weil dank des modernen Energiespeichers die umfassende Nutzung des selbst produzierten Stroms möglich ist. Während Bezugspreise für Strom, Netzentgelte und anteilige Abgaben weiter steigen, koppeln Sie sich von dieser Entwicklung ab und fixieren Ihre Energiekosten. Allerdings entfällt auch die Einspeisevergütung für jenen Anteil selbsterzeugten Stroms, den Sie speichern und nicht ins Netz abgeben.
  • Sicherheit vor Netzausfall: Der heimische Batteriespeicher fungiert automatisch als Sicherung gegen Stromausfälle, die das allgemeine Netz betreffen. Das kann auch für Haushalte interessant sein, in denen etwa für medizinische Geräte eine stabile, schwankungsfreie Stromversorgung garantiert sein muss – ein eventuell bereitzuhaltendes Notstromaggregat wird überflüssig.
  • Wertsteigerung der Immobilie: Da Batteriespeicher langlebige Anlagen mit Garantiezeiten bis zu zwölf Jahren sind, bringt ihre Installation automatisch eine Wertverbesserung Ihrer Immobilie.

Automatisierte Praxisanwendung

Batteriespeicher beinhalten neben den Stromspeicherzellen auch die nötige Steuer- und Regeltechnik. Nach der Installation arbeiten die Anlagen weitgehend autonom und haben nur einen geringen Wartungsbedarf. Viele sind so ausgelegt, dass sie nach zehnjähriger Betriebszeit noch etwa 80 Prozent des Speichervolumens verfügbar halten.

Per intelligenter Schaltung nutzen Sie immer eine optimale Strommenge aus der Eigenversorgung. Liefert Ihre PV-Anlage viel Strom, wird zuerst die Batterie geladen und dann der verbleibende Rest ins Netz eingespeist. Smarte Steuerungen erkennen aber, ob Sie wirklich die volle Kapazität der Batterie benötigen – liegen Ihre Verbrauchswerte deutlich darunter, wird die Batterie nur dementsprechend geladen, damit der übrige Strom gegen Einspeisevergütung ins öffentliche Netz weitergeleitet wird. Bei Anschaffung eines Batteriespeichers sollte die Kapazität daher möglichst genau berechnet werden.

Mehrere Hersteller bieten die Möglichkeit, per App den Stromfluss aus der Solaranlage in den Batteriespeicher zu kontrollieren und entsprechend die Haushaltsgeräte per Smart-Home-Technik optimal zu steuern.


Zukunftsfähig ausgelegt

Die Investition in einen Batteriespeicher ermöglicht Ihnen nicht nur die kostenoptimierte Nutzung Ihres selbst erzeugten Solarstroms. Sie sind damit auch gut aufgestellt, falls Sie im Laufe der kommenden Jahre die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs erwägen. Mit dem gespeicherten Sonnenstrom können Sie das Fahrzeug dann nachts in Garage oder Carport auftanken, sie erlangen also auch in Ihrer Mobilität mehr Unabhängigkeit.

Ihr zuverlässiger Finanzierungspartner!

Sofort-Finanzierung mit Schwäbisch Hall. Ihr Experte vor Ort freut sich auf Sie!

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren