Sonne tanken unterm Carport

Selbst produzierten Strom kann man nicht nur ins Netz einspeisen, sondern auch zu Hause nutzen. Mit einem Solar-Carport sogar fürs eigene Elektro-Auto.
 


Selbst ist der Tankwart

Ein wenig übertrieben ist dieses Szenario schon, denn noch immer sind es vor allem die Ladekapazitäten der Autos, die der endlosen Freiheit ökologisch einwandfreier Fortbewegungsmittel Grenzen setzen. Aber die Fortschritte sind gewaltig – gerade, was den Bereich der heimischen Tankstelle angeht. Denn viele Verbraucher haben mittlerweile erkannt, dass die Einspeisevergütung ihres selbst produzierten Solarstroms immer geringer geworden ist.

Und die überzählige Energie lässt sich eben auch für das Elektrofahrzeug nutzen. Am sinnvollsten ist die Nutzung des Garagen- oder Carportdachs für die Installation von Kleinanlagen mit wenigen Quadratmetern Fläche. Als Faustregel gilt: Mit der Energie von rund 20 Quadratmetern Solarzellenfläche fährt ein Elektroauto bis zu 10.000 Kilometer im Jahr.

Dabei rücken vor allem weitgehend in Eigenregie – abgesehen von der Elektroinstallation – leicht zu montierende Solar-Carports in den Fokus, die mit integrierter Ladesäule und mitunter sogar Energiemanagementsystemen ausgestattet ab etwa 10.000 Euro kosten. Dabei kommt besonders der Speicherlösung des besagten Managementsystems große Bedeutung zu, denn so ist der Verbraucher unabhängig von Jahreszeit und Wetter.

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Vor der Installation einer Carport-Solaranlage

Allerdings gibt es im Vergleich zur Solaranlage auf dem Hausdach beim Solar-Carport ein paar Dinge zu beachten. So sollte man vor der Errichtung eventuelle baurechtliche Einschränkungen überprüfen. Darüber hinaus können die Dachflächen aufgrund der niedrigeren Lage leichter durch Bäume oder umliegende Häuser verschattet werden, was sich extrem auf die Leistung der Anlage auswirken kann. Daher sollte für einen optimalen Wirkungsgrad auf die Himmelsrichtung der Dachflächen (Süden) sowie den Standort geachtet werden.

Gibt es diesbezüglich Beeinträchtigungen, muss man nicht komplett auf den Carport verzichten. Mittlerweile gibt es Solar-Dünnschichtzellen, so genannte Solar-Laminate, die langlebiger und weniger anfällig in Bezug auf Verschattung sind. Gerade im Fall von flacheren Dachneigungen oder ungünstigeren Standorten sind diese Laminate sehr hilfreich.