Strom selbst erzeugen

Hausbesitzer können mit einer Photovoltaik-Anlage umweltfreundlichen Sonnen-Strom selbst erzeugen und eine attraktive Rendite erwirtschaften.

Strom ganz einfach selbst erzeugen

Auf welchen Dächern können Hausbesitzer Photovoltaik-Anlagen errichten und so Strom selbst erzeugen? Grundsätzlich ist erst einmal die Statik des Daches ein entscheidendes Kriterium. Klarheit kann hier nur der Statiker schaffen. Sinnvoll ist es zudem, eine Dachsanierung, die in absehbarer Zeit nötig werden sollte, vor Installation der Module vorzunehmen. Um möglichst viel Strom selbst erzeugen zu können, sollte das Dach weitgehend unverschattet sein.

Bei einem geneigten Dach ist eine möglichst geringe Abweichung von der Südausrichtung von Vorteil. Optimal ist eine südorientierte Fläche mit etwa 30 Grad Neigung. Aber selbst eine Abweichung von Süden um bis zu 45 Grad und Neigungen zwischen 25 und 60 Grad bringen nur geringe Ertragseinbußen, wenn man Strom selbst erzeugen will.


Strom selbst erzeugen: die wichtigsten Fragen

 

Welche Montagemöglichkeiten gibt es, um auf dem Dach Strom selbst erzeugen zu können?

Photovoltaik-Module, mit denen Hausherren Strom selbst erzeugen können, lassen sich auf nahezu allen Dachformen installieren. Die einfachste Variante ist die Aufdachmontage. Aufwendiger, aber optisch oft ansprechender, ist die Indachmontage. Dachintegrierte Module haben bei Neubauten den Vorteil, dass man sich die Ziegel sparen kann. Alternativ können Dachziegel mit integrierten Solarmodulen verwendet werden, die derzeit auf den Markt kommen.

Gibt es Alternativen zur Installation auf dem Dach?

Im Prinzip kann das Haus überall mit Solarmodulen belegt werden und Hausherren so Strom selbst erzeugen. Voraussetzung ist jedoch, dass die betreffende Stelle ausreichend Sonne bekommt. So können auch Fassaden oder Balkongeländer genutzt werden.

 

Welche unterschiedlichen Solarzellen gibt es, um Strom selbst erzeugen zu können?

Am häufigsten werden Solarzellen aus kristallinem Silizium eingesetzt: Unterschieden wird dabei zwischen monokristallinen und polykristallinen Zellen (auch multikristallin genannt). Die monokristallinen werden aus einem einzigen großen Siliziumkristall gesägt und haben die höchsten Wirkungsgrade.

Neben den Zellen aus gesägtem Silizium gibt es auch Zellen aus Dünnschicht-Silizium. Bei diesen wird der Halbleiter auf einem Trägermaterial (zum Beispiel Glas) abgeschieden. Die Dünnschichttechniken haben den Vorteil, dass sie mit deutlich weniger Material auskommen: Das senkt die Produktionskosten. Hausherren, die mit dieser Technik Strom selbst erzeugen wollen, sollten jedoch wissen: Im Wirkungsgrad reichen diese Zellen zwar noch nicht an die heute marktgängigen Produkte heran. Aufgrund ihrer niedrigeren Herstellungskosten können sie gleichwohl attraktiv sein.

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Wie groß sollte die Solaranlage sein, mit der Hausherren ihren Strom selbst erzeugen?

Grundsätzlich gilt: je größer, desto besser. Denn bei der Montage der Module entstehen Fixkosten – vor allem wenn ein Gerüst aufgestellt werden muss. Und je mehr Module dann aufs Dach kommen, um den Strom selbst erzeugen zu können, desto geringer wird der Kostenanteil je Kilowatt Leistung. Deswegen ist es ratsam, die Dachfläche bestmöglich auszunutzen. Anlagen mit einer Leistung unter eineinhalb Kilowatt lohnen sich in wirtschaftlicher Hinsicht für Hausbesitzer, die ihren Strom selbst erzeugen, oftmals nicht.

Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?

Der wesentliche Teil einer Solaranlage sind die Module. Diese bestehen aus zahlreichen Solarzellen, die elektrisch verbunden und durch die Einbettung hinter Glas gegen Witterungseinflüsse geschützt sind. Die Module können parallel oder in Reihe geschaltet werden. Bei der Reihenschaltung bestimmt das schwächste Modul die Leistung. Hausbesitzer, die ihren Strom selbst erzeugen wollen, sollten deshalb eine Parallelschaltung wählen, sofern einzelne Module zeitweise im Schatten liegen.

Der Gleichstrom, den die Module bei auftreffendem Sonnenlicht erzeugen, wird anschließend zu einem oder mehreren Wechselrichtern geführt. Dieser wandelt den Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom um. Über einen Einspeisezähler wird die Energie ins Netz abgegeben.

 

Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Solarstrom-Anlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt kostet im Mittel 1.340 Euro pro Kilowatt (Quelle: DAA Deutsche Auftragsagentur / Solaranlagen-Portal.com). Dies ist der Endkundenpreis einer Anlage mit Wechselrichter und allem Zubehör, fertig montiert auf dem Dach, ohne Mehrwertsteuer. Die Preisangabe ohne Mehrwertsteuer ist sinnvoll, weil die Eigentümer ihre Solarstrom-Anlage, mit deren Hilfe sie den Strom selbst erzeugen, heute üblicherweise gewerblich betreiben und damit die Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückerstattet bekommen.  

Wie hoch ist der Ertrag?

Wer eine Solaranlage betreibt, ist beim Ertrag von der Sonneneinstrahlung am Standort abhängig. Doch die Unterschiede sind nicht so groß, wie mitunter vermutet wird: Norddeutschland liegt bei rund 950 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr, der Süden häufig um 1.100 Kilowattstunden. Der Ertrag einer guten Anlage liegt im Norden bei jährlich 900, im Süden bei gut 1.000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt. Werden diese Erträge nicht erreicht, liegt dies häufig an einer zeitweiligen Verschattung. Mindererträge können auch durch eine falsche Auslegung der Komponenten entstehen, etwa wenn der Wechselrichter nicht ausreichend dimensioniert ist. Auch eine Verschmutzung der Module kann Einbußen bringen.

 

Welche Formalitäten sind zu beachten?

Eine typische Solaranlage auf einem Einfamilienhaus benötigt meist keine Genehmigung. Eine Pflicht zur Genehmigung besteht in der Regel vor allem dann, wenn die Solaranlage Teil einer größeren baulichen Konstruktion ist – wenn etwa die Module als Dach eines neuen Carports oder einer Pergola dienen. Genehmigungspflichtig sind oft auch Freiflächenanlagen. Bei denkmalgeschützten Objekten ist eine Erlaubnis vom Denkmalamt nötig.

Eine grundsätzliche Anmeldepflicht besteht zum einen gegenüber dem Netzbetreiber und zum anderen auch gegenüber der Bundesnetzagentur, sofern die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Anspruch genommen wird.

Üblicherweise werden die Anlagen heute gewerblich betrieben. Spätestens mit der ersten Umsatzsteuervoranmeldung ist daher eine Anmeldung der Photovoltaik-Anlage beim Finanzamt erforderlich. Anschließend erhält man die Mehrwertsteuer des Anlagenkaufs erstattet.  

 


Wer plant und installiert die Photovoltaik-Anlage?

Auf jeden Fall sollte man einen qualifizierten Fachbetrieb beauftragen. Fachhandwerker sind zum Beispiel über www.solarfoerderung.de zu finden. Es ist zudem immer sinnvoll, sich mit Nachbarn auzutauschen, die schon eine Anlage besitzen.  

Welche Probleme können im Betrieb auftreten?

Um technische Probleme wie etwa einen Ausfall des Wechselrichters frühzeitig zu erkennen, ist es ratsam, die Einspeisewerte regelmäßig zu kontrollieren. Die häufigste Ursache für einen Ausfall liegt beim Wechselrichter. Auf die Geräte wird heute meist eine Herstellergarantie von mindestens fünf Jahren gewährt, die auf Wunsch auf bis zu 20 Jahre aufgestockt werden kann. Entscheiden sich Hausbesitzer, die ihren Strom selbst erzeugen wollen, gegen diese verlängerte Garantie, sollte zur Sicherheit ein Austausch des Wechselrichters nach zehn Jahren einkalkuliert werden. Als Wartungs- und Betriebskosten sollte man jährlich 1,5 Prozent der Investitionssumme veranschlagen.

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