Windstrom für das Eigenheim

Für die Energieversorgung der Zukunft spielt Windstrom eine zentrale Rolle. Doch die „Windmühle“ im eigenen Garten ist aber in der Regel noch nicht rentabel.


Windstrom ins Netz einspeisen

Mit Kleinwindanlagen können auch Hausbesitzer ihren eigenen Windstrom erzeugen. Es gehört allerdings viel Begeisterung für Technik dazu. Denn die Genehmigungen sind kompliziert und die Erträge unsicher.

Wer seinen selbst erzeugten Strom auch selbst verbraucht, spart etwa 23 Cent pro Kilowattstunde - ins Netz eingespeist wird der Windstrom in den ersten fünf Jahren mit 8,93 Cent pro Kilowattstunde vergütet und anschließend mit 4,87 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Juli 2014).

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Kleinwindanlagen für Heimanwender

Die Anlagen für den Heimanwender kommen schlank daher. Im Gegensatz zu den großen Windrädern mit Höhen von bis zu 140 Metern sind die Masten für die private Windstrom-Erzeugung zehn bis 20 Meter hoch. Das bringt jedoch einige Nachteile mit sich. In geringeren Höhen weht der Wind deutlich schwächer. Zudem können selbst niedrige Büsche, Bäume und Gebäude Wirbel auslösen. Wie stark eine Brise auf die Rotorblätter trifft, wird damit fast unberechenbar, und eine Prognose für den Windstrom-Ertrag schwierig.

Hersteller empfehlen einen Mindestabstand von 70 Metern zu Gebäuden oder höheren Pflanzen. Weil zudem das Baurecht einen wichtigen Faktor darstellt, brauchen Hausbesitzer ein großes Grundstück am Ortsrand, um eine Kleinwindanlage aufzustellen und Windstrom zu produzieren. Für das Gießen eines Betonfundaments oder das Abspannen mit Seilen und Erdschrauben wird eine Fläche von mindestens 100 Quadratmetern benötigt.

Windstrom für das Eigenheim - Windrad auf Hand stehend
Mit Windstrom Energiekosten sparen (Foto: Getty Images)

Frischer Wind für grünen Windstrom

22.000 Windräder drehen sich bereits in Deutschland. Insgesamt deckt der erzeugte Windstrom sieben Prozent des kompletten Strombedarfs ab, so viel wie keine andere Technologie zur Produktion von erneuerbarer Energie. Die meisten Anlagen zur Gewinnung von Windstrom stehen an Land, in Nord- und Ostsee gibt es erst 54 so genannte Offshore-Windräder. Deren Zahl soll aber in den kommenden Jahren stark steigen.

Während in ganz Deutschland derzeit Anlagen mit einer Leistung von 28.000 Megawatt installiert sind, sollen bis zum Jahr 2030 allein vor den Küsten Anlagen mit weiteren 25.000 MW hinzukommen. So hat es die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept angekündigt. Windstrom soll dann 15 Prozent unseres Gesamtstrombedarfs abdecken. Der Trend geht dabei zu immer größeren, leistungsstärkeren Anlagen.

 

Frischer Wind für grünen Windstrom

22.000 Windräder drehen sich bereits in Deutschland. Insgesamt deckt der erzeugte Windstrom sieben Prozent des kompletten Strombedarfs ab, so viel wie keine andere Technologie zur Produktion von erneuerbarer Energie. Die meisten Anlagen zur Gewinnung von Windstrom stehen an Land, in Nord- und Ostsee gibt es erst 54 so genannte Offshore-Windräder. Deren Zahl soll aber in den kommenden Jahren stark steigen.

Während in ganz Deutschland derzeit Anlagen mit einer Leistung von 28.000 Megawatt installiert sind, sollen bis zum Jahr 2030 allein vor den Küsten Anlagen mit weiteren 25.000 MW hinzukommen. So hat es die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept angekündigt. Windstrom soll dann 15 Prozent unseres Gesamtstrombedarfs abdecken. Der Trend geht dabei zu immer größeren, leistungsstärkeren Anlagen.

Zahl der Windanlagen soll in den kommenden Jahren stark steigen


Vier-Personen-Haushalt: Windstrom deckt maximal ein Drittel des Strombedarfs

Die Angaben der Hersteller zur Leistung beziehen sich immer auf hohe Windgeschwindigkeiten von über zehn Meter pro Sekunde. In Bodennähe weht der Wind aber häufig nur mit zwei bis fünf Meter pro Sekunde. Die Anlagen zur Erzeugung von Windstrom schalten sich zudem erst bei einer Geschwindigkeit von etwa drei Meter pro Sekunde ein.

Bei vier Meter pro Sekunde leistet zum Beispiel die Skystream nicht die maximalen 2,4 Kilowatt, sondern lediglich 0,13 Kilowatt. Pro Jahr ist bei dieser Geschwindigkeit nach Herstellerangaben ein Windstrom-Ertrag von 1.800 Kilowattstunden möglich. Ein Vier-Personen-Haushalt könnte damit etwa ein Drittel seines Strombedarfs decken.

 

Kleinwindanlagenlösung aus einer Hand

Die EasyWind 6 ist nach Angaben des Herstellers ebenfalls 20 Jahre lang wartungsfrei. Die schlüsselfertige Anlage wird auf einem 13 oder 19 Meter hohen Masten montiert, speist den Windstrom mit einem Asynchron-Generator ins Netz ein und kostet ohne Netzanschluss rund 28.000 Euro. Nach Herstellerangaben ist bei einer Windgeschwindigkeit von vier Meter pro Sekunde ein Windstrom-Jahresertrag von etwa 5.000 Kilowattstunden möglich.

EasyWind übernimmt auch den Bauantrag für das Aufstellen. Manche Bauämter verlangen zudem kostspielige und zeitaufwendige Gutachten zu den Auswirkungen auf Natur und Mensch.