50 Spartipps rund ums Wohnen und Bauen

Das Eigenheim preiswerter errichten, trotz kleinen Budgets modernisieren und so leben, dass mehr Haushaltsgeld übrig bleibt: Unsere Spartipps bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten, Ihre Kosten zu senken.


Die 50 besten Spartipps

Sparen beginnt im Kopf, erklärt Achim Linhardt in seinem Buch „Attraktiv bauen mit kleinem Budget“ (DVA Verlag). Dazu braucht es Anregungen, wo sich überall Ausgaben senken lassen können und wie groß die dadurch erzielte Ersparnis sein kann. Wir haben mit Experten gesprochen, aus ihrem Erfahrungsschatz geschöpft und konkrete Beispiele errechnen lassen. Ergebnis: 50 Spartipps aus allen Lebensbereichen mit Einsparmöglichkeiten von 10 bis 50.000 Euro. Vielleicht entdecken Sie im Folgenden einige neue Ideen für Ihren ganz persönlichen Sparansatz.

 

Spartipps mit kleinerem Einsparpotenzial

 
  • Waschmaschine ans Warmwasser: Sie können Ihre Waschmaschine an die zentrale Warmwasserversorgung anschließen, sofern der Schlauch für eine hohe Zulauftemperatur (bis 60 Grad) ausgelegt ist. Effekt: Der Stromverbrauch für das Aufheizen des Wassers sinkt. Die Ersparnis hängt vom Alter Ihrer Waschmaschine ab. Ein modernes Spargerät benötigt Strom für circa 29 Euro/Jahr (200 Waschgänge à fünf Kilo bei 60 Grad Waschtemperatur). Ein 18 Jahre altes Modell verbraucht für das Aufheizen sogar Strom für rund 42 Euro. Diese Beträge können Sie um etwa ein Drittel senken, abhängig von Programmwahl, Beladung und Wassertemperatur. Achtung: Die Einlauftemperatur darf nicht zu heiß für empfindliche Gewebe oder Farben sein. Jährliche Einsparmöglichkeit mit diesem Spartipp: 10 bis 14 Euro.

  • Geräte mieten statt kaufen: Bohrhammer, Trennschleifer oder Kettensäge sind relativ teuer, doch Sie werden sie in der Regel nur selten brauchen. Es lohnt sich daher, spezielle Geräte und Werkzeuge nur bei Bedarf zu mieten. Viele Baumärkte haben eine gute Ausstattung an Leihwerkzeugen. Beispielmieten/Woche (www.wolf-baumaschinen.de): Handhobel 15 Euro, Bohrhammer ab 25 Euro, Heckenschere 40 Euro, Gartenhäcksler 30 Euro. Einsparmöglichkeit: 10 bis einige 100 Euro.

 
  • Stand-by-Modus vermeiden: Viele Elektrogeräte verbrauchen im Stand-by-Betrieb oder sogar im abgeschalteten Zustand noch 2 bis 5 Watt Strom. Schalten Sie die Geräte – sofern es einen manuell zu bedienenden Schalter gibt – zumindest richtig aus oder trennen Sie sie – noch besser – mittels schaltbarer Steckdosenleiste komplett vom Netz. Jährliche Einsparmöglichkeit: 10 bis 15 Euro.

  • Tauschring: Haare schneiden für 30 Euro? Preiswerter können Sie den neuen Look in einem Tauschring bekommen. Die Mitglieder bieten Tätigkeiten an, die sie gut beherrschen, wie Babysitten, Tapezieren oder Frisieren. Dafür erhalten sie ihrerseits Hilfen wie Fliesen legen oder Rasen mähen. Statt harter Euro tauschen die Mitglieder eine virtuelle Währung, der Wert einer Tätigkeit wird dazu geschätzt. Einsparmöglichkeit: je nach Tätigkeit ab 15 Euro bis mehrere 100 Euro.
 

 
  • Stromanbieter wechseln: Mit großer Wahrscheinlichkeit zahlen Sie für Ihren Strom zu viel. Aber Sie können die Rechnung reduzieren. Als Grundlage dienen ein Durchschnittsverbrauch von 3.000 kWh/Jahr und eine teure Stromgegend. Im Internet gibt es verschiedene Tarifrechner, etwa auf strom-magazin.de. Geben Sie Ihren Verbrauch und Ihre Postleitzahl ein, und die Rechner zeigen die günstigsten Anbieter an. Bevor Sie sich für einen anderen Anbieter entscheiden, prüfen Sie die Konditionen sorgfältig – Energielieferanten haben oft komplizierte Lieferverträge, die Sie nie ungeprüft unterschreiben sollten. Die Formalitäten beim Anbieterwechsel übernimmt Ihr neuer Wunschversorger. Einsparmöglichkeit: circa 50 Euro im Jahr.

  • Abfälle besser trennen: Eine konsequente Abfalltrennung spart Gebühren und ist nachhaltig. Beispiel Hamburg: Wer seinen Müll unsortiert in einen 120-Liter-Behälter für Restabfall wirft, zahlt bei 14-tägiger Leerung 198,36 Euro/Jahr. Ein Biomüllbehälter von 80 Litern (kleinste Größe) und ein 60-Liter-Restmüllbehälter kosten zusammen rund 172 Euro. Einsparmöglichkeit mit diesem Spartipp: knapp 27 Euro/Jahr. Und Sie wissen, dass Ihre Bioabfälle nicht verbrannt, sondern der Energierückgewinnung zugeführt werden.
 

 
  • Kluge Hausautomation: Smart-Home-Systeme ermöglicht Ihnen den punkt- und bedarfsgenauen Einsatz von Heizenergie. Die Einzelraum-Temperaturregelung sorgt beispielsweise dafür, dass bestimmte Räume nur bei Benutzung geheizt und ansonsten heruntergeregelt werden. Und die intelligente „Fenster-offen-Erkennung“ schließt Ihre Heizkörperventile beim Lüften. Einsparmöglichkeit: bei einem Einfamilienhaus mit 120 m2 Wohnfläche circa 100 Euro/Jahr.

  • LED statt Glühbirnen: Moderne LED-Energiesparlampen kommen mit 10 Prozent der Energie einer klassischen Glühlampe aus und halten mindestens 10.000 Betriebsstunden. Es gibt diese Licht emittierenden Dioden für alle Lampenfassungen und in vielen Lichtarten, ganz nach Ihrem individuellen Beleuchtungsbedarf. Einsparmöglichkeit: bei 15.000 Stunden Betrieb 172 Euro.
 

 
  • Regen ersetzt Trinkwasser: Mit Regenwasser Blumen gießen, Wäsche waschen, die Toilette spülen: So sparen Sie unsere kostbarste Ressource, das Trinkwasser. Der Einbau einer kompletten Regenwasseranlage (4000-Liter-Erdtank, konventionelle Trinkwassernachspeisung) kostet rund 5.500 Euro inklusive Erdaushub, Transport und Rückstausicherung. Dazu kommen 100 Euro/Jahr für Strom und Wartung. Wann sich die Anlage rechnet, hängt auch davon ab, ob die Kommune für Regen- und Schmutzwasser Gebühren erhebt. Im optimalen Fall wäre – unter Berücksichtigung von Gebührensteigerungen – die Investition in 20 Jahren abgegolten, ein Tank hält doppelt so lange. Einsparmöglichkeit laut Verbraucherzentrale für drei Gebührenmodelle: 95 bis 225 Euro/Jahr.

Spartipps mit mittlerem Einsparpotenzial

  • Armaturen auswählen: Reicht Ihnen eine schlichtere Mischbatterie, oder soll es ein vom Designer gestalteter Wasserhahn sein? Der Preis für Armaturen mit nahezu identischer Ausstattung und Funktion kann sehr unterschiedlich sein. Beispiel: Die Waschtischarmatur „Tonic II“ von Ideal Standard mit starrem Auslauf, Zugknopf-Ablaufgarnitur, Temperaturbegrenzer und einstellbarer Ökodüse kostet in Chrom um 160 Euro. Das Modell „Mara Grande“ bietet Vergleichbares, kostet aber bis zu 270 Euro. Einsparmöglichkeit: um 110 Euro.
 

  • Anschlussfinanzierung: Zinsen zu vergleichen ist für Bauherren selbstverständlich. Wenn es hingegen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist um die Anschlussfinanzierung geht, nehmen es viele nicht mehr so genau. So sorglos sollten Sie nicht sein. Es lässt sich angesichts des zurzeit niedrigen Zinsniveaus viel sparen, wenn Sie sich günstige Konditionen langfristig sichern. Bei einem Darlehen von 80.000 Euro bringen zum Beispiel 0,5 Prozent Zinsdifferenz pro Jahr eine anfängliche Einsparmöglichkeit von 400 Euro. Spartipp: Bei Schwäbisch Hall können Sie sich mittels Forward-Darlehen einen günstigen Zinssatz schon 60 Monate vor Ablauf Ihrer aktuellen Zinsbindungsphase sichern.  
  • Glasfläche statt Sprossen: Sprossenfenster sehen zwar romantisch aus, kosten aber mehr als eine ununterbrochene Glasfläche – die sich zudem einfacher putzen lässt. Bei einem einflügeligen, einen Quadratmeter großen Kunststofffenster (Wärmeschutzverglasung, Fensterbänke) beträgt die Preisdifferenz zwischen den Varianten 15 Euro. Einsparmöglichkeit dieses Spartipps (bei 15 Fenstern im Haus): 225 Euro.
 

 
  • Sparsame Elektrogeräte: Elektrogeräte der EU-Energie-Effizienzklasse A verbrauchen weniger Strom als alte Geräte. Der Kauf eines neuen Modells lohnt. Beispiel Kühlschrank: Der Preis eines A-Modells liegt um 50 Euro höher als der eines B-Geräts. Doch das A-Gerät hat einen um 100 kWh niedrigeren jährlichen Energieverbrauch, so die Deutsche Energie-Agentur. Ähnliches gilt für Geschirrspüler und Waschmaschinen. Einsparmöglichkeit je Gerät (nach zwölf Jahren, Strompreis 30 Cent/kWh): 360 Euro.

  • Wand ohne Tapete: Architekten und Inneneinrichter entwerfen Häuser schon mal mit Wänden aus Sichtbeton. So weit müssen Sie nicht gehen. Wer streicht, statt zu tapezieren, kann bereits sparen, wie Mittelwerte des Portals „Sirados Baudaten“ zeigen: Glasfasertapeten mit Dispersionsanstrich kosten 11 Euro/m2, gemusterte Papiertapeten rund 5 Euro/m2. Für eine waschbeständige Dispersion, direkt auf den Putz oder die Betonwand aufgetragen, zahlen Sie rund 3,20 Euro/m2. Einsparmöglichkeit (für jeweils 30 Quadratmeter Fläche): bis zu 235 Euro.
 

 
  • Heizkessel modernisieren: Bei Altanlagen (über 15 Jahre) verpufft häufig mehr als ein Drittel der Heizenergie. Das strapaziert Ihren Geldbeutel und belastet die Umwelt durch Emissionen. Moderne Brennwerttechnik setzt fast die gesamte in Heizöl oder Gas enthaltene Energie in nutzbare Wärme um. Verbrauch und klimarelevante CO2-Emissionen lassen sich um bis zu 30 Prozent senken. Liegt der bisherige Jahresheizölverbrauch bei 4.000 Litern, können durch Modernisierung bis zu 1.200 Liter gespart werden. Einsparmöglichkeit bei einem Preis von ca. 60 Cent pro Liter: bis zu 720 Euro/Jahr.

  • Günstige Materialien für Gartenwege: Ein wassergebundener Kiesweg mit Unterbau kostet laut „Sirados Baudaten“ im Schnitt 23 Euro/m2, ein Bitumenbelag mit acht Zentimeter hoher Tragschicht 37,50 Euro/m2. Betonverbundsteine inklusive Unterbau belaufen sich auf 46 Euro/m2. Einsparmöglichkeit bei 30 Quadratmetern Gartenwege: 690 Euro.

 
  • Aufmöbeln statt neu kaufen: Die Kommode hat Kratzer und Flecken, der Lieblingssessel einen zerschlissenen Bezug, das Geflecht der Küchenstühle ist durchgesessen? Mit geringen Ausgaben können Sie sogar mit wenig handwerklicher Erfahrung viele Möbel selbst erneuern. Investitionen fallen zum Beispiel für Schleifpapier, Pinsel und Lack an – plus die Zeit für das Streichen. Teurere Alternative: Sie geben die Stücke zu einem Restaurateur. Einsparmöglichkeit des DIY-Spartipps: Hunderte bis Tausende Euro.

  • Multifunktionsmöbel: Nehmen Sie statt Sofa und Gästebett eine Schlafcouch, statt eines Baby- und später eines Kinderbettes ein Modell zum Umbauen. Wählen Sie einen Schlafzimmerschrank mit integriertem Schreibplatz: Wenn Sie sich Möbel mit dualer, multifunktionaler Nutzung anschaffen, sparen Sie den Preis von einem der zwei Stücke. Es gibt viele clevere Möglichkeiten. Einsparmöglichkeit: Hunderte bis Tausende Euro.
 

 
  • Preiswerte Küche: Es gibt viele Materialien für die Kücheneinrichtung, allein verschiedene Fronten können erheblich Preisunterschiede nach sich ziehen. Glas ist teurer als Echtholz-Furnier, Hochglanz kostet mehr als eine matte Oberfläche, und weiße Küchen sind fast immer am günstigsten und am schnellsten lieferbar. Einsparmöglichkeit je nach Hersteller: Hunderte bis Tausende Euro.

Spartipps mit höherem Einsparpotenzial

  • Weniger Badfliesen: Das deutsche Durchschnittsbad ist acht Quadratmeter groß. Und fast immer bis unter die Decke gefliest. Werden alle Wände mit Dekorfliesen geschmückt, belaufen sich die Ausgaben auf circa 2.000 Euro. Wenn Sie weiße, 15 mal 15 Zentimeter große Fliesen nehmen, zahlen Sie etwa 1.300 Euro. Noch günstiger: Schützen Sie lediglich Spritzwasserzonen durch Keramik, kommen Sie in der einfachen Variante mit rund 900 Euro weg. Einsparmöglichkeit: mindestens 700 Euro.
 

 
  • Energieträger einkaufen: Sie heizen günstig, wenn Sie bei Tiefstpreisen die Vorräte an Heizöl und Flüssiggas aufstocken: Im Laufe des Jahres können Preise um mehr als 50 Prozent schwanken. Aktuell sind es 60 bis 70 Cent/Liter (bei 3.000 Litern, Stand Frühjahr 2019). Zusätzliche Spartipps des Bundesverbands der Energieverbraucher: Sammeleinkauf mit Nachbarn und kluge Lieferantenwahl, etwa unter www.easyoil.de. Einsparmöglichkeit: mehrere Hundert Euro.

  • Eigenleistung beim Bau: Beim Hausbau gibt es eine ganze Reihe von Arbeiten, die ein geübter und sachkundiger Heimwerker kostensparend in Eigenleistung erledigen kann. Durchschnittliche Preise für ein 120-m2-Haus:

        - Baugrube ausheben. Ersparnis: ca. 5.000 Euro
        - Fassade mit Holz verkleiden. Ersparnis: ca. 4.500 Euro
        - Dach dämmen. Ersparnis: ca. 750 Euro
        - Dachschrägen verkleiden. Ersparnis: ca. 1.500 Euro
        - Holzinnenwände errichten. Ersparnis: ca. 2.500 Euro
        - Tapezieren und malen. Ersparnis: ca. 4.500 Euro
        - Fliesen verlegen in Bad und Küche. Ersparnis: ca. 3.000 Euro
        - Laminat oder Dielen verlegen. Ersparnis: ca. 1.000 Euro
        - Teppichboden verlegen. Ersparnis: ca. 300 Euro
        - Türen einbauen. Ersparnis: ca. 100 Euro


 
  • Garten selbst anlegen: Ein Garten zu Anlagekosten von 75 Euro/m2 beläuft sich bei einem 400-Quadratmeter-Grundstück mit allen Posten im Durchschnitt auf 30.000 Euro inklusive Material. Beauftragen Sie einen Gartenarchitekten mit Planung, Vergabe und Betreuung, zahlen Sie zusätzlich 7.500 Euro. Wenn Sie sich nur beraten lassen, fallen je nach Zeitaufwand 60 bis 80 Euro/Stunde an. Dann erhalten Sie Ratschläge für die fachgerechte Planung und können darauf aufbauend einige Arbeiten selbst übernehmen. Einsparmöglichkeit: einige Tausend bis Zehntausende Euro.

  • Baumaterial ab Werk: Hersteller von Ausbauhäusern wissen genau, welches Material in welcher Menge gebraucht wird, um aus der vor Ort auf Ihrem Grundstück aufgestellten Gebäudehülle ein fertiges Haus zu machen. Daher sollten Selbermacher nicht in den Baumarkt gehen, um sich dort angeblich preiswertere Produkte zusammenzusuchen, sondern in jedem Fall maßgeschneiderte Ausbaupakete zum Festpreis ordern. Einsparmöglichkeit dieses Spartipps: bis zu 3.000 Euro.
 

 
  • Weniger Möbel: Nicht nur die Lehre des Feng-Shui strebt nach durchdachter Möblierung, um positive Energie in die Wohnung zu bringen. Auch westliche Inneneinrichter raten zu Freiräumen für die seelische Ruhe. Es lohnt zu überlegen, welche Möbel Sie wirklich benötigen, um sich wohlzufühlen und genug Stauraum zu haben. Einsparmöglichkeit: bis zu mehrere Tausend Euro.

  • Fördergeld für Umwelttechnik: Zuschüsse für Investitionen in Umwelttechnik – maßgeblich für Heizungserneuerungen, aber auch Fassadendämmung und Fenstertausch – geben Bund, Länder und Gemeinden. Am bekanntesten sind die Fördermittel der KfW-Bank und des BAFA. Aktuelle Infos: www.baufoerderer.de und www.energiefoerderung.info. Auf der Internetseite können sich Privatpersonen Förderprogramme zusammenstellen lassen (nach Postleitzahlen geordnet). Einsparmöglichkeit durch Fördergelder: einige Hundert bis mehrere Tausend Euro.
 

 
  • Dachflächenfenster statt Gaube: Soll Licht unter die Schräge, kosten Dachaufbauten mehr als einfache Öffnungen in der Schräge. Gauben sind zudem oft wegen strenger Bebauungspläne nicht zulässig. Beispielrechnung: Eine Sattelgaube mit einer Fläche von über 4 Quadratmetern kostet komplett mit Holzfenster im Mittel 3.600 Euro. Der Preis für ein Dachflächenfenster (1,20 x 1,60 Meter) aus lasierter Kiefer mit Schwingflügel beläuft sich inklusive Eindeckrahmen auf 755 Euro (laut „Sirados Baudaten“). Einsparmöglichkeit: 1.850 Euro.

  • Grundstück in Erbpacht: Sie kaufen oder bauen ein Haus und bezahlen an den Grundstückseigner eine Erbpacht für eine vertraglich vereinbarte Laufzeit von meist 99 Jahren. Endet der Erbpachtvertrag, fällt das Haus gegen Zahlung einer Entschädigung an den Grundstückseigentümer, es sei denn, der Erbpachtvertrag wird verlängert. Damit lässt sich Eigenkapital sparen, das für den Grundstückskauf aufgebracht werden müsste. Einsparmöglichkeit je nach Grundstück, Hypotheken- und Erbpachtzins: mehrere Hundert Euro/Monat.
 

 
  • Kürzere Bauzeit: Je kürzer die Bauzeit, umso kürzer die Zeit, in der gleichzeitig Wohnungsmiete und Zinsen für Hypotheken- oder Bauspardarlehen anfallen. Ein gut geplantes Bauvorhaben in konventioneller Bauweise dauert üblicherweise ein Jahr, eines in Fertigbauweise neun Monate. Je höher Ihr Anteil an Eigenleistung ist, desto länger dauert die Bauphase. Einsparmöglichkeit bei einer Monatsmiete von 600 Euro: zwischen 1.800 und 9.000 Euro.

Spartipps mit hohem Einsparpotenzial

  • Carsharing statt eigenes Auto: Wer weniger als 10.000 Kilometer im Jahr mit dem eigenen Pkw zurücklegt, spart mit Carsharing fast immer. Das gilt auch, wenn Sie mit Ihrem privaten Fahrzeug mehrere lange Reisen unternehmen und so auf eine höhere Fahrleistung kommen. Wichtig für die Rentabilität ist beim Carsharing das Verhältnis von gebuchter Zeit zu gefahrenen Kilometern. Einsparmöglichkeit dieses Spartipps: bis zu 3.000 Euro.
 

  • Carport statt Garage: Eine Unterstellmöglichkeit fürs Auto ist komfortabel und sichert den Wert des Fahrzeugs. Die Preisunterschiede sind aber beachtlich: Ein einfacher Carport ist ab 600 Euro zu haben, eine gemauerte Garage kostet je nach Größe ab 10.000 Euro, steigert jedoch den Wert der Immobilie. Kompromiss: eine Garage aus Betonfertigteilen, die ab etwa 3.500 Euro zu haben ist. Einsparmöglichkeit: mehrere Tausend Euro.
  • Aktionshaus kaufen: In Zeiten schlechter Baukonjunktur bieten Fertighausfirmen und Bauträger Standardmodelle zu Sonderpreisen an. Im besten Fall lassen sich die Standardhäuser bei Bedarf später sogar noch ausbauen. Aber Vorsicht: Lassen Sie gründlich von einem Fachmann prüfen, ob der günstige Preis nicht auf billigen Materialien beruht. Einsparmöglichkeit (bei gleicher Größe und Ausstattung von individuellem und Aktionshaus): 5.000 bis 10.000 Euro.
 

 
  • Maklergebühr teilen: In der Regel muss der Käufer einer Immobilie die Maklerkosten (bis zu sechs Prozent) auf den Kaufpreis zahlen. In Regionen mit geringer Immobiliennachfrage können Sie diesen Posten verhandeln. Der Makler verzichtet dann auf einen Teil des Honorars, oder der Verkäufer übernimmt eine Hälfte. Die Einsparmöglichkeit bei diesem Spartipp beträgt bis zu drei Prozent, bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro also 7.500 Euro.

  • Bauherrengemeinschaft: Wer mit einer Bauherrengemeinschaft baut, kann auch nach der Fertigstellung Kosten durch eine gemeinsame Heizungsanlage sparen. Außerdem lassen sich Kanal-, Frischwasser-, Strom- und Gasanschlüsse in gemeinsamen Leitungsgräben führen. Einsparmöglichkeit: bis zu 10.000 Euro.
 

 
  • Grundstück von einem Bauträger: Wer mit einem Bauträger oder Fertighausanbieter bauen will, kann häufig dessen gute Beziehungen nutzen und so leichter und günstiger zu einem Grundstück kommen. Das spart Zeit und Mühe. Finanzielle Einsparmöglichkeit: etwa zehn Prozent, bei einem Grundstückspreis von 100.000 Euro also bis zu 10.000 Euro.

  • Pult- statt Satteldach: Einfache Dachformen sind preiswerter als komplizierte. Günstig: Ein Pultdach mit 75 Quadratmetern Fläche kostet komplett (Holzdachstuhl, Flachdachpfannen) etwa 13.500 Euro. Ein ähnliches Satteldach mit Pfettendachstuhl beläuft sich auf rund 23.500 Euro – jedoch entsteht hier auch mehr Nutzfläche. Ein Walmdach wiederum bietet mehr Höhe, der Knick macht es aber noch teurer. Einsparmöglichkeit: ab 10.000 Euro.
 

 
  • Kleiner bauen: Ein gut geplantes Haus von 120 Quadratmetern kann großzügiger wirken als eines mit 150 Quadratmetern. Der Trick: Es kommt mit wenigen Fluren aus, Nischen für Einbauschränke sind vorgesehen, und ein offener Grundriss unterstreicht die Großzügigkeit. Eine offene Raumaufteilung spart zudem Baumaterial: Jeder Quadratmeter Innenwand kostet etwa 60 Euro, jede komplette Tür samt Einbau etwa 200 Euro. Einsparmöglichkeit: bis zu 15.000 Euro/10 Quadratmeter weniger.

  • Gemeinsam bauen: Sich mit anderen Bauwilligen zusammenzutun, kann sich für alle lohnen. Beispiel: Für ein Reihenmittelhaus können circa 200 Quadratmeter Wohnfläche genügen. Wenn sich zehn Familien zusammenschließen und zusätzlich eine Gemeinschaftsfläche von 500 Quadratmetern erwerben, kauft jede Familie ihre eigenen 200 Quadratmeter plus 50 Quadratmeter. Dafür sind durchschnittlich rund 50.000 Euro fällig. Doch jede Familie hat mehr Platz wegen der Gemeinschaftsfläche. Für dieselbe Fläche müsste der Bauherr bei einem frei stehenden Einfamilienhaus 140.000 Euro zahlen. Einsparmöglichkeit: mehrere Zehntausend Euro.
 

 
  • Holzfassade statt Klinker: Eine Fassade mit Holzverschalung oder Wärmedämmverbundsystem ist deutlich günstiger als Klinkermauerwerk. Allerdings ist Holz pflegeintensiver, es muss regelmäßig lasiert oder gestrichen werden. Ein Spartipp, der daher sorgfältig überdacht werden sollte. Einsparmöglichkeit: ca. 15.000 bis 20.000 Euro.

Spartipps mit sehr hohem Einsparpotenzial

  • Grundstück parzellieren: Große Grundstücke werden meist zu einem günstigeren Quadratmeterpreis angeboten als mittlere und kleine. Das Teilen des Baugrunds ist nicht immer erlaubt, oftmals lassen sich aber mehrere Häuser darauf bauen – die Fläche wird dann parzelliert. Vorteile: nur eine Erschließung, nur eine Zuwegung, Leitungen können gemeinsam genutzt werden, der anteilige Preis ist niedriger. Einsparmöglichkeit: mehrere Zehntausend Euro.
 

 
  • Auf den Keller verzichten: Die Kosten für einen Keller belaufen sich auf 5 bis 15 Prozent der Baukosten. Das Baukosten-Informationszentrum hat für ein Passivhaus (193 Quadratmeter Wohnfläche) folgende Zahlen dokumentiert: Es kostete 400.000 Euro ohne Keller, jedoch mit drei Ersatzräumen. Deren Anteil an den Gesamtkosten machte 31.000 Euro aus. Ein Keller (mit Aushub der Baugrube) hätte 58.000 Euro gekostet. Einsparmöglichkeit: 27.000 Euro.

  • Preise vergleichen: Bei Baupreisen gibt es stattliche Unterschiede. Kostenbewusste Architekten geben sich sehr viel Mühe mit einer präzisen Ausschreibung der Bauarbeiten und holen verschiedene Angebote von Baufirmen ein. Bei Bauträgern und Fertighausherstellern können die Preise für gleichwertige Häuser ebenfalls differieren. Problem: Ein Laie kann solche Angebote nur schwer beurteilen, ein Architekt oder unabhängiger Gutachter sollte es bewerten. Einsparmöglichkeit für das komplette Haus: mehrere Zehntausend Euro.
 
  • Dachgeschoss später ausbauen: Vor allem für junge Familien, die ihr Haus für späteren Nachwuchs planen, ist der Ausbau des Dachgeschosses eine wichtige Platzreserve. Trotzdem lässt sich das Erdgeschoss in aller Regel so planen, dass Eltern mit einem Kind dort ausreichend Platz finden, und das Dach erst ausgebaut werden muss, wenn ein zweites oder drittes Kind kommt. Einsparmöglichkeit dieses Spartipps: circa 750 Euro/m2 Wohnfläche, bei 40 m2 also 30.000 Euro.

  • Wohn-Riester: Wenn Sie bauen, kaufen, entschulden, umschulden oder barrierefrei modernisieren möchten, profitieren Sie mit der Wohn-Riester-Förderung von Zulagen und gegebenenfalls zusätzlichen Steuervorteilen. Diese wirken in der Sparphase wie Sonderzahlungen und in der Darlehensphase wie Sondertilgungen. Folglich verkürzen sich die Spar- und Darlehenslaufzeiten, und die Gesamtfinanzierungskosten sinken. Die Höhe der jährlichen Riester-Förderung richtet sich nach der Familiensituation und der Anzahl der Kinder:
    - Grundzulage: 175/350 Euro (Alleinstehende/Verheiratete)
    - Kinderzulage: 185/300 Euro (für vor/ab 2008 geborene Kinder)
    - Einmalig: 200 Euro für unter 25-jährige Berufseinsteiger
    Wussten Sie, dass Sie auch Zuschüsse wie Baukindergeld oder Arbeitnehmersparzulage für Ihre Immobilienfinanzierung nutzen können?
 

 
  • Bauberatung: Geld ausgeben, um später nichts für Mängelbeseitigung zahlen zu müssen, können Häuslebauer beim Verband Privater Bauherren. Neben dem Monatsbeitrag (anfangs 15, ab dem 7 . Mitgliedsmonat 8 Euro) zahlen Sie nur für die Beratungsleistung, die Sie wirklich benötigen. Für eine Rundumbetreuung fällt im Durchschnitt ein Prozent der Baukosten an, bei 300.000 Euro also 3.000 Euro. Laut dem Verband sind bei über 50.000 Bauvorhaben Mängel aufgedeckt oder vermieden worden, deren Beseitigung jeweils bis zu 50.000 Euro gekostet hat oder hätte. Einsparmöglichkeit: möglicherweise viele Tausend Euro.

  • Ausbauhaus selbst ausbauen: Das Bauunternehmen stellt eine wetterfeste Haushülle aufs Grundstück und überlässt dem Bauherrn den Innenausbau. Überschätzen Sie aber Ihre Leistungsfähigkeit nicht. Über den Daumen gepeilt benötigen Sie das Dreifache der Zeit, die ein Handwerker braucht. Allein die Koordination des Bauvorhabens erfordert viel Zeit. Einsparmöglichkeit bei diesem Spartipp: bis zu 50.000 Euro.

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