Gleiche Spannung mit weniger Strom

Fernseher und Computer gehören zum Alltag. Wer beim Kauf und bei der Nutzung einige Dinge beachtet, spart Strom und erhöht die Lebensdauer der Geräte.


Auf Standby-Betrieb verzichten und sparen

Heimkino: Tuner-Set
Standby- Modus: verbraucht Strom und belastet damit die Umwelt. (Quelle: Panasonic)

Hier ein Leuchten, da ein Glimmen, dazu an der einen oder anderen Stelle noch die aktuelle Uhrzeit – wirklich dunkel wird es in Haushalten, in denen es moderne Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gibt, aufgrund des Standby-Modus der Geräte eigentlich nie. Der wurde mal von der Industrie eingeführt, um den Stromstoß beim Einschalten des Geräts zu verringern und so die Lebensdauer zu verlängern. Mittlerweile sind die elektronischen Bauteile aber so ausgereift, dass der Standby-Modus nur noch der Bequemlichkeit dient. Die verbraucht allerdings Strom und belastet damit die Umwelt.


LCD, LED, Plasma: wie funktioniert was?

Was sich beim Standby-Modus einfach beschreiben lässt, ist beim Normalbetrieb (On-Mode) schon schwieriger. Hier hängt der Stromverbrauch eines Geräts nämlich von vielen Faktoren ab. Generell gilt zwar, dass der Energieverbrauch mit der Größe des Bildschirms wächst. Doch auch Eigenschaften wie HDTV, Dolby Surround oder eine 100-Hertz-Technik beeinflussen wesentlich die Energieeffizienz. Auch die verschiedenen TV-Technologien wirken sich unterschiedlich aus. Dafür sollte man die Technik ein wenig besser kennen.

Bei LCD-Fernsehern sind Kristallpartikel zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen, daher auch der Name „Liquid Crystal Display“. Legt man an diese Kristalle eine Stromspannung an, so kann man deren Lichtdurchlässigkeit steuern. Das Licht selbst kommt von einer Hintergrundbeleuchtung, und da liegt das Problem. Bei herkömmlichen LCD-Geräten ist diese nämlich permanent an, unabhängig vom eigentlichen Lichtbedarf. Neuere Modelle erhalten ihr Licht durch LED-Leuchten.

Viele Faktoren und TV-Leistungsmerkmale beeinflussen die Energieeffizienz.


Der beste Stromspartipp bei Fernsehern

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Eine Weiterentwicklung ist die LED-Hintergrundbeleuchtung mit der sogenannten „Local Dimming“-Technologie. Hier werden nur einzelne, wirklich benötigte Zonen angestrahlt. Noch einen Schritt weiter gehen Plasma-Fernseher. Hier ist jeder Bildpunkt eine Lichtquelle – und damit auch individuell an- und ausschaltbar.

Bei dunklen Bildern ist das von Vorteil, dagegen ist der Stromverbrauch bei einem Ski-Abfahrtsrennen unter strahlendem Sonnenschein wiederum verhältnismäßig hoch. Grundsätzlich hängt der Stromverbrauch immer auch von der Bildqualität ab. Es gilt also, zwischen Fernsehgenuss und Energieeffizienz den persönlich besten Kompromiss zu finden.

Der beste Stromspartipp bei Fernsehern ist daher ein akribischer Modellvergleich, denn in allen Gerätegruppen gibt es Stromsparer und -verschwender. Eines sollte das neue Heimkino aber unbedingt haben: einen echten Aus-Schalter, der den Fernseher vom Stromnetz trennt. Denn sonst befindet er sich im „Schein-Aus“ und verbraucht Strom, obwohl er nichts zur Unterhaltung beiträgt.
 
Ähnlich wie bei den Fernsehern haben sich auch bei Computern in den letzten Jahren Flachbildschirme durchgesetzt. Die neue Gerätegeneration ist nicht nur schöner, sondern auch energieeffizienter als ihre Röhren-Vorgänger. Wer sich einen modernen Monitor zulegt, spart durch den geringeren Stromverbrauch bares Geld.


Stromverbrauch verschiedener TV-Geräte pro Jahr

TV-TechnologieBildschirmdiagonaleStromverbrauch pro Jahr
Röhrenfernseher74 cm/29 Zoll210 kWh
LCD-Fernseher81 cm/32 Zoll230 kWh
Plasma-Fernseher107 cm/42 Zoll500 kWh
  • Fußnoten

    (Quelle: Umwelt-Bundesamt; Stand: 2007) 

Computer: Moderner ist energiesparender

Modern sollte es auch bei den PCs selbst zugehen. Wer sich überlegt, einen neuen Rechner anzuschaffen, sollte dabei ein Notebook ins Auge fassen. Denn die transportablen Rechner sind im Betrieb günstiger als ein Desktop-Computer. Der Grund: Notebooks müssen schon von Haus aus möglichst sparsam arbeiten, um eine lange Laufzeit des Akkus zu gewährleisten. Deshalb ist die Hardware von vornherein auf maximale Energieeffizienz ausgelegt. Daheim kann das Gerät über ein Netzteil betrieben werden, doch auch hier gilt: Nach Gebrauch vom Netz trennen.

Doch auch während des Betriebs gibt es Möglichkeiten, den Stromhunger einzudämmen. „Power Management“ heißt das Stichwort, mit dem Nutzer die Leistungsaufnahme ihres Rechners und Monitors steuern können. Es schaltet zum Beispiel den Monitor bei längeren Pausen aus und versetzt den PC in einen Ruhezustand. Soll es weitergehen, genügt ein Knopfdruck, und das Gerät kehrt wieder in den Arbeitsmodus zurück. Die Konfiguration erfolgt dabei üblicherweise über das installierte Betriebssystem. Für die Einstellung des Energiespar-Modus sollte man sich ruhig etwas Zeit nehmen. Der Lohn: eine Stromersparnis von bis zu 90 Prozent.

Übrigens: Bildschirmschoner sind keine Energiesparer, ganz im Gegenteil. Ursprünglich entwickelt, um das „Einbrennen“ der Monitore zu verhindern, belasten sie den zentralen Prozessor und ziehen damit mehr Strom.

 

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