Fenster und Haustüren dämmen

Dreifach dämmt besser: Moderne Fenster und Türen können die Energieverluste im Haus reduzieren. Entscheidend dafür ist aber eine sorgfältige Montage, bei der eine möglichst wärmebrückenfreie Verbindung mit den angrenzenden Bauteilen entsteht.


Messung der energetischen Qualität mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten

Zwischen Wand und Fensterrahmen sollte dann eine Dämmschicht von zwei bis drei Zentimetern Dicke verhindern, dass Feuchtigkeit und Luft eindringen. Kalziumsilikatplatten als Dämm-Material sind hier eine gute Option. Die energetische Qualität des Fensters wird mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten, dem UWert (früher k-Wert), gemessen. Er wird ausgedrückt in „Watt pro Quadratmeter und Kelvin“ (W/m2K). Bei Fenstern lassen sich U-Werte nur für die Verglasung oder nur für den Rahmen errechnen, aber auch für das gesamte Fenstersystem.

 

Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung

Es gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung. So weist die historische Einfachverglasung einen UWert von 6,0 W/m2K auf, während die in den Siebzigerjahren eingeführte Isolierverglasung (Doppelglas mit Vakuum) mit einem Wert von 3,0 um 50 Prozent effizienter ist. Seit dem Jahr 1995 ist in Deutschland Wärmeschutzglas vor geschrieben, bei dem eine der bei den Innenscheiben noch unsichtbar metallisch bedampft ist. Zusätzlich kann der Zwischenraum mit einem Edelgas gefüllt sein.

Bei einem Drei-Scheiben-Aufbau mit Gasfüllung können teure Hightech-Energiesparfenster heute U-Werte von bis zu 0,4 erreichen. Wärmeschutzfenster mit U-Werten von 0,8 bis 1,1 sind derzeit ein guter Standard. Qualitativ hochwertige Fenster erkennt man am Gütesiegel, etwa CE oder RAL. Zusätzlich lässt sich der Wärmeschutz mit Außenjalousien oder Rollläden verbessern.

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So dämmt man Haustüren und Innentüren

Auch Haustüren und Innentüren zu unbeheizten Räumen lassen sich energetisch optimieren. Wenn die Tür nicht ersetzt werden soll, sind Dichtungsstreifen, die zwischen Tür und Rahmen geklebt werden, eine einfache Maßnahme. Über die Ritze unter der Tür kann bei glatten Böden auch noch eine federgelagerte Bürstendichtung ge schraubt werden. Besser ist es allerdings, Energiesparhaustüren einzubauen. Das können zum Beispiel Türen in Türblattbauweise sein, die U-Werte bis zu 0,8 W/m2K erreichen. Sie sind besonders gut isoliert – mit Hartschaumplatten und einer luftgefüllten Hohlkammer im Türblatt.

Innen- und Außenprofile werden durch nicht leitende Kunststoffe thermisch getrennt. Umlaufende Dichtungen komplettieren das Ganze. Die Standard-Energiesparhaustür hat eine Dicke von 68 Millimetern, im Passivhaus sind 100 Millimeter die Regel. Um bis zu 75 Prozent kann eine moderne Tür die Wärmeverluste reduzieren.

 

Sparcheck

Fenster haben sich dank Wärmeschutzglas und gedämmter Rahmen von Energieschleudern zu Energiesparern entwickelt. Bei der energetischen Sanierung sollte man auch an die Rollladenkästen und die Haustür denken.


  • Was fordert die EnEV?

    Die EnEV 2009 fordert für neue Fenster einen U-Wert von 1,3 W/m²K; das ist durch eine gute Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung zu erreichen. Die besten Werte erzielen Fenster mit gut gedämmtem Rahmen sowie Dreifachverglasung. Sie erreichen U-Werte von 0,7 und sogar besser.

    • Hinweis: Die o.a. Anforderungen der EnEV 2009 sind auch in der neuen EnEV vom 1. Mai 2014 gültig.
     

  • Wie lautet die Einsparformel?

    Eine Senkung des U-Werts um 0,1 W/m²K bedeutet grob gerechnet eine jährliche Ersparnis von 10 kWh pro Quadratmeter Fensterfläche.

     

     

  • Was lässt sich an Energiekosten einsparen?

    Im einem Musterhaus wurden die alten Fenster mit einem Uw-Wert von 2,70 W/m²K gegen neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung und einem Uw-Wert von 0,9 W/m²K ausgetauscht. Zusätzlich wurden die Rollladenkästen gedämmt und die alte Haustür (U-Wert 3,5 W/m²K) gegen eine Energiespartür (U-Wert 1,30 W/m²K) ausgetauscht.

    Durch die Sanierung von Fenstern, Rollladenkästen und Haustür gehen die Energieverluste um rund 4.400 kWh zurück. Das bedeutet eine Brennstoff-Einsparung von rund 9 Prozent. Man spart bei den aktuellen Brennstoffkosten ca. 290 Euro Heizkosten im Jahr.

     

Profi-Tipps zur energetischen Fenstersanierung

  • Am Anfang einer energetischen Fenstersanierung steht immer eine gute Planung. Es geht nämlich nicht nur um die energetische Qualität der Verglasung, sondern auch um die Beseitigung von Wärmebrücken und Undichtigkeiten rund um das Fenster.
  • Schwachstellen können die Rahmenprofile der Fenster, der Randverbund der Scheiben, die Abdichtungen zur Außenwand und auch die Fensterlaibungen sein. Aber auch ein Rollladenkasten, eine Heizungsnische oder undichte Fugen zur Fensterbank können Wärmebrücken bilden.

Gut geplant ist halb saniert