Richtige Verglasung für Wärmegewinnung

Durch Fenster geht nicht nur Wärme verloren. Mit der richtigen Verglasung können Hausherren auch kostenlose solare Wärme-Energie einfangen.


Wärme-Energie: Die Sonne heizt mit

Moderne Fenster erzielen heute teilweise Wärmegewinne. Bei guter Wärmeschutzverglasung und südorientierten Fensterflächen kann die gewonnene Wärme-Energie gegenüber den Energieverlusten sogar überwiegen. Während beim unsanierten Altbau solare Energiegewinne etwa zehn Prozent des Wärmebedarfs ausmachen, können bei einem Neubau oder einer Sanierung nach den Neubau-Anforderungen der Energiesparverordnung bis zu 40 Prozent der benötigten Wärme-Energie gewonnen werden. Passivhäuser können ihren Wärmebedarf in der Übergangszeit sogar ohne zusätzliche Beheizung decken.


Was ist der g-Wert?

Ausschlaggebend ist der Gesamtenergiedurchlassgrad, kurz g-Wert der Verglasung. Er gibt an, wie viel der einstrahlenden Sonnenenergie durch das Glas ins Gebäudeinnere gelangt. Ein g-Wert von 0,5 beispielsweise besagt, dass 50 Prozent der einfallenden Sonnenenergie als Wärme-Energie zur passiven Beheizung genutzt werden können. Die anderen 50 Prozent werden vom Glas reflektiert oder absorbiert. g-Werte von 0,6 bis 0,65, die einem nutzbaren Lichteinfall von 60 bis 65 Prozent entsprechen, sind bei Fenstern mit moderner Zwei- und Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung möglich.

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Sonneneinstrahlung liefert kostenlose Wärme-Energie zur passiven Beheizung

Die meiste Wärme-Energie gewinnen Hausherren natürlich südorientierte Fenster mit vorteilhaftem und beständigem Strahlungseinfall. Ein Fensterflächenanteil von 40 bis 60 Prozent der Südfassade ist dabei für Niedrigenergiehäuser bereits ausreichend. Ein größerer Flächenanteil der gegenüber der Außenwand teureren Fenster rentiert sich aus energetischer Sicht nicht. Der Verlust nach außen kann durch gute Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen und das Vermeiden von übermäßigem und unkontrolliertem Lüften gering gehalten werden. Ideal ist auch ein schnell reagierendes Heizsystem, das sich umgehend auf den jeweilig geminderten Bedarf an Wärme-Energie anpassen kann.

 

Sparcheck zum Thema solare Wärme-Energie

Fenster waren lange die Schwachstelle im Wärmeschutz der Gebäudehülle. Das hat sich durch hochgedämmte Rahmen und Dreifach-Wärmeschutzverglasung geändert.

  • U-Werte im Vergleich

    Der von der EnEV 2009 geforderte Mindestwärmeschutz mit einem U-Wert von 1,3 W/(m²K) ist durch eine gute 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung zu erreichen. Moderne Fenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung erreichen U-Werte von 0,7 W/(m²K) und besser. Zum Vergleich: Ältere Isolierglasfenster haben U-Werte von etwa 3 W/ (m²K), verlieren also mehr als viermal so viel Wärme-Energie.

     
  • Sparpotential

    Eine Senkung des U-Werts um 0,1 W/(m²K) bedeutet grob gerechnet eine jährliche Ersparnis von 10 kWh (oder 1 Liter Heizöl) pro Quadratmeter Fensterfläche.

     
  • Die Sonne heizt mit

    Gutes Wärmeschutzglas lässt möglichst viel Licht und Wärme-Energie ins Haus und sorgt gleichzeitig dafür, dass nicht mehr Heizwärme als nötig verloren geht. Der g-Wert der Verglasung sollte deshalb möglichst hoch sein, der U-Wert möglichst niedrig.