Wärmeschutz aus der Natur

Matten aus Wolle, Flachs oder Hanf, Schüttgut aus Kork: Natürliche Dämmstoffe haben nicht nur gute Produkteigenschaften, sie überzeugen auch mit ihrer Ökobilanz


Öko-Dämmstoffe werden gefördert

Ein ebenso wichtiges Argument: die guten baubiologischen Eigenschaften. Schafwolle filtert Schadstoffe aus der Luft, wie auch Hanf und Flachs wirkt sie ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit. Keine Probleme gibt es hinsichtlich Brandsicherheit sowie der Resistenz gegenüber Schädlingen und Schimmel. Die Natur hat ihre Produkte ja widerstandsfähig ausgestattet. Ansonsten haben die Hersteller ein wenig nachgeholfen. Ganz natürlich.

Dank des Markteinführungs-programms "Nachwachsende Rohstoffe" können Bauherren stattliche Zuschüsse vom Bundeslandwirtschaftsministerium bekommen:

  • 40 Euro pro Kubikmeter für Dämmstoffe der Kategorie I;
  • 30 Euro pro Kubikmeter für Dämmstoffe der Kategorie II.

Welche Dämmstoffe zu welcher Kategorie gehören, hängt nicht nur vom Rohstoff, sondern auch vom Hersteller ab. Näheres erfahren Sie im Internet unter www.naturdaemmstoffe.info. Dort können Sie auch das Antragsformular herunterladen.
 

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Behagliches Wohnklima garantiert

Je nach Anwendung eignen sich unterschiedliche Materialien. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie wirken sich sehr positiv auf die Baubiologie eines Hauses aus. Öko-Dämmstoffe im Überblick:

Hanf: überzeugendes Comeback

Die anspruchslose Ackerpflanze wird gerade wieder neu entdeckt. Als Dämmmaterial steht sie in Form von Matten ("Thermohanf") und Stopfwolle und sogar zum Einblasen in Hohlräume zur Verfügung. Sie dämmt ausgezeichnet und wirkt ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit. Sie ist ohne Behandlung resistent gegen Schädlinge und Schimmel. Preis der Matten: circa 30 Euro pro Quadratmeter.

Flachs: wärmender Blaublüher

Der Dämmstoff aus der Pflanze, die so attraktive blaue Blüten treibt, bietet eine sehr gute Dämmwirkung und reguliert zudem das Raumklima. Er ist auch für Heimwerker leicht und schnell zu verarbeiten: Die elastischen Dämmplatten werden einfach zwischen die Hölzer der Wandkonstruktion beziehungsweise die Dachsparren geklemmt. Preis: je nach Stärke sieben bis 32 Euro pro Quadratmeter.

Schafwolle: Durchatmen, bitte!


Wolle kann Schadstoffe aus der Luft filtern und bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne ihre Wärmedämmwirkung einzubüßen - ausgezeichnete Voraussetzungen für ein gesundes Raumklima. Sie ist geruchsneutral und beständig gegen Schimmel und Motten, zudem kann sie auch vom Heimwerker problemlos verarbeitet werden. Preis: 35 bis 85 Euro pro Kubikmeter.

Zellulose: Altpapier im Einsatz

Ein Klassiker unter den Öko-Dämmstoffen ist Zellulose, aus Altpapier recycelt. Sie wirkt ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit und hat eine besonders hohe Wärmespeicherfähigkeit, schützt im Sommer also vor Überhitzung. Sie ist langlebig und eignet sich gut zur Schalldämmung. Aber: Die Dämmung mit Zellulose ist nur etwas für Fachfirmen. Preis: ab circa 92 Euro pro Kubikmeter inklusive Einbau.

Kork: schützt nicht nur Wein


Selbst ein Space Shuttle wird durch einen Wärmeschild aus Kork geschützt - am Bau gibt es den Stoff in Form von Platten und Rollen sowie als Schüttgut. Er kann sehr viel Wärme speichern, eignet sich zum Einblasen in Hohlräume und - als einer der ganz wenigen Öko-Dämmstoffe - in Plattenform zur Dämmung von Fassaden, die danach verputzt werden können. Preis je nach Plattenstärke: vier bis 20 Euro pro Quadratmeter.