Günstiges Baugeld: Beste Finanzierung für Ihr Heim

Der Begriff Baugeld bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch alle Arten der Finanzierung zur Anschaffung einer Immobilie – sei es der Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung. Welche Varianten es gibt und wie Sie sich die besten Konditionen sichern, lesen Sie hier.


Baugeld: Jetzt schnell handeln!

Wie wichtig es ist, sich möglichst schnell und gründlich mit dem Thema Baugeld und der Finanzierung von Wohneigentum zu beschäftigen, zeigt ein Blick auf diese Fakten:

  • Laut neuem „Schuldneratlas“ der Wirtschaftsauskunftei „Creditreform“ (Stand: November 2018) werden hohe Mietkosten vor allem in den Städten zunehmend zum Überschuldungsrisiko. Hauptbetroffene sind demnach unter anderem Familien mit Kindern. Immer mehr müssten einen „kritisch hohen Anteil ihres Einkommens“ fürs Wohnen ausgeben.
  • Gleichzeitig geht die Phase, in der Baugeld wegen niedriger Zinsen günstig zu haben war, langsam aber sicher zu Ende. Klare Anzeichen dafür sind unter anderem die bereits deutlich steigenden Zinsen in den USA – wie auch die anziehende Inflation bei uns in Deutschland. Ende 2018 lag sie bei 2,3 Prozent. Eine hohe Preissteigerungsrate zieht in der Regel auch höhere Zinsen nach sich. Für Kreditnehmer bedeutet das: Bei einer Zinssteigerung um 0,5 Prozentpunkte wäre bei einem Darlehen von 300.000 Euro nach zehn Jahren die Restschuld etwa 14.000 Euro höher als vorher.

Baugeld, Eigenkapital und Nebenkosten

Es empfiehlt sich deshalb für viele derzeitige Mieterinnen und Mieter, die Planung für die eigenen vier Wände jetzt anzugehen. Die zwei wichtigsten Fragen lauten: Wie viel Baugeld benötigen Sie für Ihren Hausbau oder den Erwerb einer Eigentumswohnung? Und wie hoch ist die monatliche Belastung, die Sie realistisch stemmen können?
Die erste Frage beantworten Sie, indem Sie klären, wie viel Eigenkapital Ihnen für Ihr Bauprojekt zur Verfügung steht. Dabei gilt der simple Grundsatz: Je mehr, desto besser. Denn je mehr eigenes Geld Sie in den Hausbau stecken, um so günstigere Zinssätze erhalten Sie von der Bank. Experten raten bei der Finanzierung zu einem Verhältnis von 20 bis 30 Prozent Eigenanteil und 80 bis 70 Prozent Baugeld. Denken Sie aber auch an die anfallenden Nebenkosten. Beim Bau kommen unter anderem Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Maklergebühren für den Grundstückkauf und Gebühren für den Grundbucheintrag auf Sie zu. Auch ein Bodengutachten, mit dem sich künftige Bauherren vor unliebsamen Überraschungen absichern, verursacht Kosten. Alles in allem erhöht sich der Baupreis auf diese Weise leicht um zehn bis 15 Prozent.

Die Vorteile eines Bausparvertrages

Die gute Nachricht: In die Berechnung der Höhe Ihres Eigenkapitals können Sie nicht nur vorhandene Sparguthaben einbeziehen. Auch Wertgegenstände wie Schmuck, Aktien oder eine sicher zu erwartende Zahlung (zum Beispiel eine Erbschaft) werden von Banken in der Regel als Eigenkapital akzeptiert und verschaffen Ihnen günstigere Bedingungen beim Baugeld. Das gilt ebenso für die Eigenleistung, die Sie beim Bau erbringen können – etwa Malerarbeiten oder Fliesenlegen. Je weiter Ihre handwerklichen Fähigkeiten reichen, um so mehr können Sie hier sparen. Doch Vorsicht: Wer sich überschätzt, zahlt später bei eventuellen selbst angerichteten Schäden womöglich drauf, da der Bauunternehmer keine Gewährleistung übernimmt.
Eine der beliebtesten Arten, zunächst einmal Eigenkapital anzuhäufen, ist seit vielen Jahrzehnten der Bausparvertrag. Bereits in den 1920er-Jahren nutzten Bauwillige diese Form der Finanzierung, in der jetzigen Situation mit (noch) niedrigen Zinsen bietet sie sich mehr denn je an. Der Grund: Mit einem Bausparvertrag stellen Sie Ihre Baufinanzierung auf zwei Beine.
Nachdem eine bestimmte Bausparsumme von beispielsweise 50.000 oder 60.000 Euro festgelegt wurde, sparen Sie die Hälfte dieser Summe durch monatliche Einzahlungen an. Sobald der Bausparvertrag zugeteilt wird, erhalten Sie die zweite Hälfte als zinsgünstiges Darlehen – und zwar zu Konditionen, die sie bereits bei Vertragsabschluss festgelegt haben. Von zwischenzeitlich steigenden Zinsen sind Sie also nicht betroffen.  


Nutzen Sie staatliche Fördermittel!

Darüber hinaus profitieren Sie von Beginn an von vielen staatlichen Fördergeldern, ohne dass Sie sich gleich entscheiden müssen, ob Sie Erspartes und Baugeld später zum Kauf einer Wohnung, zum Bau eines Hauses, zur Renovierung oder einem sonstigen wohnwirtschaftlichen Zweck einsetzen wollen. Diese Flexibilität bietet Ihnen nur der Bausparvertrag.
Ganz neu ist das 2018 eingeführte Baukindergeld, im Grunde eine Wiederauflage der 2006 abgeschafften Eigenheimzulage. Für jedes Kind schießt der Staat zehn Jahre lang 1.200 Euro zu Ihrem Bauvorhaben zu, insgesamt also 12.000 Euro. Im Kombination mit Erlösen zum Beispiel aus einem Bausparvertrag kommt da eine schöne Summe zusammen. Die Einkommensgrenze für den Erhalt von Baukindergeld liegt bei 90.000 Euro jährlich, mit jedem weiteren Kind steigt sie um 15.000 Euro.  


Der Arbeitgeber schießt auch Geld zu

Als weiteres Fördermittel ist unter anderem das sogenannte Wohn-Riester zu nennen, bei dem die staatliche Grundzulage Anfang 2018 von 154 auf 175 Euro jährlich (bei Ehepaaren das Doppelte) erhöht wurde. Hinzu kommen vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers (bis zu 40 Euro monatlich), die Sie zum Ansparen Ihres Bausparguthabens nutzen können. Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmersparzulagen bringen Sie Ihrem Ziel unter bestimmten Voraussetzungen noch ein Stück näher.
Mit einem sicheren Eigenkapitalpolster können Sie sich beruhigt der zweiten eingangs gestellten Frage zuwenden: der Höhe Ihrer maximal möglichen monatlichen Zinsbelastung. Kalkulieren Sie genau durch, welche Summe Ihnen monatlich zur Verfügung steht, inklusive eines finanziellen Sicherheitspolsters. Dazu stellen Sie einfach Ihre monatlichen Einnahmen (Nettogehälter, Kindergeld, eventuelle Zinseinnahmen) den obligatorischen Ausgaben gegenüber. Die Kaltmiete können Sie natürlich abziehen, sobald Sie selbst im neuen Haus oder der neuen Wohnung wohnen – nicht aber die Nebenkosten. Die Heizkosten sind in einem freistehenden Haus normalerweise sogar etwas höher als in einer Mietwohnung.  

 

Baugeld als Annuitätendarlehen am beliebtesten

Sobald Sie wissen, welche Summe Sie monatlich an Zinsen für Ihr Bauprojekt aufbringen können, lässt sich leicht ausrechnen, wie hoch das für die Finanzierung benötigte Baugeld sein darf. Zusammen mit Ihrem Eigenkapital ergibt sich der Betrag, den Sie für das neue Haus oder die neue Wohnung ausgeben können. Bei der Berechnung hilft Ihnen Ihr Heimatexperte von Schwäbisch Hall gern.
Am häufigsten vergeben Banken Baugeld als sogenanntes Annuitätendarlehen. Der Vorteil für den Kreditnehmer besteht darin, dass er mit stets konstanten Monatsraten rechnen kann. Die Rate findet sowohl zur Zinszahlung als auch zur Tilgung Verwendung, wobei sich mit der Zeit der Zinsanteil verringert und der Tilgungsanteil erhöht. Eine solche Finanzierung ist in Zeiten niedriger Zinsen auch deshalb so beliebt, weil sich die Bedingungen während der Laufzeit des Darlehens nicht ändern. Die Niedrigzinsen sind also bis zum Ablauf der Zinsbindungsfrist sicher.


So sichern Sie sich niedrige Zinsen fürs Baugeld

Der Grund: Üblicherweise hat ein Vertrag über Baugeld mit Zinsbindung eine begrenzte Laufzeit, zum Beispiel zehn oder 15 Jahre. Weil danach in der Regel noch eine Restschuld besteht, muss eine Anschlussfinanzierung her – zu den dann geltenden, neuen Bedingungen. Also möglicherweise mit Zinsen, die in der Zwischenzeit gestiegen sind.
Dagegen können Kreditnehmer sich absichern, indem sie ein sogenanntes Forward-Darlehen abschließen. Es wird erst zu einem vereinbarten Zeitpunkt in der Zukunft ausgezahlt, sodass der Kreditnehmer eine Art Versicherung gegen steigende Zinsen abschließt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Anschlussfinanzierung mit einem Volltilgerdarlehen zu umgehen. Anders als bei einem normalen Annuitätendarlehen wird damit die komplette Darlehenssumme getilgt – bei einer entsprechend längeren Laufzeit von 25 oder mehr Jahren. Der Nachteil besteht darin, dass Sie mit einem auf so lange Zeit festgelegten Baugeld nicht auf Änderungen im Zinsniveau oder in Ihren persönlichen Lebensumständen reagieren können. Grundsätzlich lässt sich zwar sagen, dass Kreditnehmer in Niedrigzinsphasen von einer langen Zinsbindung profitieren. Es kann sich aber durchaus lohnen, genauer hinzuschauen.

 

Die Laufzeit spielt beim Baugeld ebenfalls eine Rolle

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Bei der Zinshöhe für das Baugeld spielt nämlich auch die Länge der Zinsbindung eine Rolle. Länger laufende Darlehen sind teurer als kurze. So kann es passieren, dass ein Darlehen mit einer kürzeren Bindung sogar günstiger ist als eines mit einer langen Laufzeit – selbst, wenn die Zinsen zwischenzeitlich steigen.
Finanzexperten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ haben das einmal an einem Beispiel durchgerechnet: Angenommen wird ein durchschnittlicher Zinssatz von derzeit etwas mehr als zwei Prozent bei 30 Jahren Zinsbindung gegenüber 1,5 Prozent bei 15-jähriger Bindung. Ein 380.000-Euro-Kredit mit 20 Prozent Eigenkapital wäre demnach selbst bei einem Zinsanstieg auf vier Prozent in der 30-Jahre-Variante rund 35.000 Euro teurer als Baugeld mit nur 15-jähriger Zinsbindung.
Fazit: Beim Baugeld spart derjenige, der auf die Details achtet und Fachleuten vertraut, die sich mit der Materie auskennen. Am besten vereinbaren Sie einen umfassenden Beratungstermin mit Ihrem Heimatexperten von Schwäbisch Hall.  

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