Bausparvertrag im Vergleich: Die Vorteile

Der Bausparvertrag ist ein bewährtes und flexibles Finanzierungsinstrument für Immobilien. Bausparen ist ein bewährter Weg, sich gegen Zinssteigerungen abzusichern. Mit dem Bausparvertrag erhalten Sie die feste Option auf ein sicheres Darlehen in der Zukunft. Wir erklären die Vorteile des Bausparens im Vergleich zu anderen Finanzierungsarten.


Die Immobilienfinanzierung – Bausparen im Praxisbeispiel

Sarah und Daniel heiraten. Sie sind beide 25 Jahre alt, haben nach der Hochschule ihre ersten Jobs. Zusammen wollen sie später ein kleines Haus bauen, auf dem Grundstück ihrer Eltern ist viel Platz. Doch erst einmal geht es um den Karrierestart. Sarah und Daniel leben gern im Stadtzentrum und wollen sich noch nicht festlegen. Aber sparen, das wollen sie schon jetzt.

Sie überlegen sich: Wenn sie monatlich 315 Euro in einen Bausparvertrag einzahlen, stehen ihnen in zehn Jahren 80.000 Euro zur Verfügung – diese Summe ergibt sich aus dem angesparten Bausparguthaben von rund 38.000 Euro und dem Darlehensbetrag von rund 42.000 Euro. Damit kommen sie der Umsetzung ihrer Wünsche ein gutes Stück näher, der Anfang ist gemacht.

Ein großer Vorteil aus ihrer Sicht: Sie müssen sich noch nicht festlegen. So viel kann in der Zwischenzeit passieren. Womöglich führen sie die Jobs in eine andere Stadt? Vielleicht möchten sie in zehn Jahren nicht bauen, sondern lieber eine Wohnung kaufen? Oder sie übernehmen das Haus der Schwiegereltern und wollen modernisieren? Der Bausparvertrag ist hier besonders sinnvoll, er lässt ihnen alle Freiheiten. In zehn Jahren können sie das Darlehen abrufen, aber sie müssen nicht. Wenn sie es sich zuteilen lassen, lässt sich das Darlehen flexibel auch für den Wohnungskauf oder für die Modernisierung einer bestehenden Immobilie einsetzen.


Bausparen – eine Gebrauchsanweisung

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Der Bausparvertrag gründet sich auf dem Kollektivgedanken: Viele Sparer gemeinsam kommen leichter zum Ziel. Während die einen noch in der Ansparphase Kapital aufbauen, können diese Mittel anderen bereits als Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Ein Nutzen für alle Beteiligten.

Das Bausparen gliedert sich in drei Phasen:

In der Ansparphase wird das Eigenkapital aufgebaut. Sie zahlen mit regelmäßigen, gleichbleibenden Raten in den Vertrag ein. Für das angesparte Kapital erhalten Sie einen garantierten Guthabenzins. Außerdem können Sie je nach persönlichen Voraussetzungen auch staatliche Bausparförderung in Anspruch nehmen.

Sobald Sie das vereinbarte Ziel – nämlich der vorab festgelegte Sparanteil – erreicht haben, folgt die zweite Phase. Jetzt steht Ihnen ein günstiges Bauspardarlehen zu. Es wird zusammen mit dem angesparten Eigenkapital ausgezahlt. So können Sie Ihr Immobilienprojekt verwirklichen: kaufen, bauen oder modernisieren. Der Darlehenszins ist bereits festgelegt, so sind sie vor einem Zinsanstieg sicher.

In der dritten Phase – der Tilgungsphase – zahlen Sie Ihr Darlehen bequem zurück. Das erfolgt in einer gleichbleibenden monatlichen Rate, mit der Sie sicher planen können. Sie zahlen das Darlehen noch schneller zurück, wenn Sie in der Tilgungsphase mehr als den vereinbarten Betrag zahlen – so erhalten Sie zusätzliche Flexibilität.

Bausparvertrag – sinnvolle Vorbereitungen

Was müssen Sie bedenken, wenn Sie einen Bausparvertrag sinnvoll abschließen wollen? Empfehlenswert ist eine gute Beratung, denn je nach den individuellen Zielen gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für den Bausparvertrag.

Hier sind die wichtigsten Fragen:

  • Welche Bausparsumme streben Sie an?
  • Wie schnell möchten Sie Kapital ansparen und wie viel können und wollen Sie monatlich beiseitelegen?
  • Was ist Ihnen wichtiger: ein besonders niedriger Darlehenszins oder eine niedrige Tilgungsrate in der Rückzahlungsphase?
  • Wollen Sie die Turbo-Variante in Anspruch nehmen, mit der Sie schneller an das Darlehen kommen?

Anhand des Online-Rechners können Sie hier verschiedene Varianten durchspielen, bevor Sie mit Ihrem Berater ein konkretes Vertragsangebot ausarbeiten.


Bausparvertrag – Vergleich und Bewertung

Auf dem Markt gibt es viele Anlageprodukte und eine große Auswahl an Finanzierungslösungen. Was macht das Bausparen da so besonders? Hier ein Überblick:

Immobilienfinanzierung mit dem Bausparvertrag – Vergleich mit reinen Immobilienkrediten

Der klassische Immobilienkredit bei der Hausbank setzt ein Minimum an Eigenkapital voraus. Wer noch kein Eigenkapital aufgebaut hat, erhält in aller Regel keinen Immobilienkredit. Wenn kaum Eigenkapital vorhanden ist, ist zudem der Zinssatz für das Darlehen entsprechend hoch.

Außerdem wird ein Immobilienkredit erst dann gewährt, wenn die Hauskäufer bereits ein konkretes Objekt im Auge haben – die Immobilie wird zur Absicherung des Kredits benötigt, daher muss die Bank den Wert des Objekts kennen.

Anders der Bausparvertrag. Mit ihm wird zunächst Eigenkapital aufgebaut. Die Zinsen für das spätere Darlehen sind daher günstig und verlässlich. Schon bei Vertragsabschluss ist absehbar, wann der Kredit zur Verfügung steht. Die Interessenten können in aller Ruhe nach einem passenden Objekt suchen – egal, ob Neubau oder Bestandsimmobilie, Haus oder Wohnung. Die Zinssätze des Bauspardarlehens sind zudem oftmals sehr günstig. Sie werden frühzeitig festgelegt, sodass die künftigen Hauseigentümer verlässlich planen können.

Der Bausparvertrag im Vergleich zur Sofortfinanzierung

Der klassische Bausparvertrag teilt sich in eine Ansparphase, eine Darlehens- und eine Tilgungsphase. In Phase eins sparen Sie zunächst eine vereinbarte Summe an und bilden so Eigenkapital. In Situationen, in denen Sie schnell Mittel zur Immobilienfinanzierung brauchen, greift alternativ die Sofortfinanzierung der Bausparkasse. Hier erhalten die Kreditnehmer das Darlehen für die Immobilienfinanzierung sofort – auch bei geringem Eigenkapital. Das Bausparen zur Ablösung des Darlehens wird dieser Sofortauszahlung nachgelagert. Sie können Ihre Immobilie kurzfristig erwerben, genießen aber trotzdem die Vorteile des Bausparens und können die staatliche Förderung nutzen.

Sparen mit dem Bausparvertrag – Vergleich mit anderen Sparplänen

Der Bausparvertrag kann als Anlageprodukt verstanden werden, wenn die Sparer zum Zuteilungszeitpunkt auf das Darlehen verzichten und sich nur das Sparguthaben auszahlen lassen. In früheren Zeiten, als das Zinsniveau allgemein höher war, war diese Option für viele Anleger interessant. Heute ist diese Nutzung des Bausparvertrags nur sinnvoll für eine Gruppe: die jungen Berufsanfänger. Sie erhalten fürs Bausparen viel staatliche Förderung, sodass der Bausparvertrag für sie auch als Vorsorgeprodukt sinnvoll sein kann. Allerdings müssen die Mittel später für Wohnzwecke eingesetzt werden, nicht für beliebigen Konsum.

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag? Vergleich der Rahmenbedingungen und Konditionen

Der Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit der künftigen Immobilienfinanzierung. In diesem Sinne ist er einzigartig und kommt den Bedürfnissen vieler Sparer entgegen. In vielen Situationen ist das Bausparen die ideale Finanzierungslösung.

Versicherung gegen steigende Zinsen

Als Instrument der Immobilienfinanzierung bietet der Bausparvertrag vor allem Planungssicherheit für die Darlehensphase: Denn der Zinssatz, zu dem das Bauspardarlehen vergeben wird, steht in der klassischen Variante bei Vertragsabschluss fest. So ist der Bausparvertrag eine hervorragende Versicherung gegen steigende Zinsen. Gerade im aktuellen Zinstief können Bausparer sich gute Konditionen für die Zukunft sichern.

Bonus staatliche Förderung

Die Spareinlage wird verzinst, allerdings erlaubt die angebotene Verzinsung im Niedrigzinsklima keine großen Zinsgewinne. Als reine Sparanlage ist der Bausparvertrag nicht sinnvoll und wird selten so genutzt. Eine wichtige Ausnahme: Für junge Menschen unter 25 Jahren gibt es eine besondere staatliche Förderung, sodass sie den Bausparvertrag auch als Vorsorgeprodukt nutzen können.

Wer Anspruch auf staatliche Förderung hat, erreicht mit dem Bausparvertrag eine gute Rendite, trotz vergleichsweise niedriger Zinsen. Zuschüsse und Förderungen zahlt der Staat über die Riester-Rente, die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage.

Sichere Kreditzuteilung

Die Zuteilung des Kredits erfolgt in der Regel, sobald der vereinbarte Sparanteil erreicht ist. Da das Bausparen jedoch auf dem bewährten Kollektivgedanken beruht, kommen bezüglich des Auszahlungstermins weitere Faktoren ins Spiel. Die Bausparkasse errechnet eine Bewertungszahl. Diese Zahl legt fest, welcher Sparer aus der Gemeinschaft der Bausparer am Zuge ist. An ihn werden die Bausparmittel als nächstes ausgezahlt. Die Kreditvergabe ist also verlässlich und sicher, allein das Auszahlungsdatum kann leicht variieren.


Warum ist der Bausparvertrag sinnvoll?

Das Bausparen hat viele Vorteile, die es von anderen Formen der Immobilienfinanzierung unterscheidet.

Die Pluspunkte auf einen Blick:

  • Der Vermögensaufbau beginnt sofort. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie einmal in das eigene Haus oder eine Wohnung investieren wollen, sollten Sie sofort mit dem Sparen beginnen. Dazu eignet sich der Bausparvertrag besonders gut. Er kombiniert den Vermögensaufbau mit dem Anrecht auf ein günstiges Bauspardarlehen zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie es benötigen.
  • Der Staat fördert das Bausparen. Bausparprodukte sind in vielen staatlichen Programmen zur Förderung der privaten Altersvorsorge und in der Wohnungsbauförderung anerkannt.
  • Lange bevor Ihr Immobilienprojekt konkret wird, haben Sie bereits eine feste Finanzierungszusage. Auch die Zinssätze sind fix. So können Sie Jahre im Voraus sicher planen.
  • Der Bausparvertrag lässt Ihnen alle Flexibilität. Wenn Sie zum Zuteilungszeitpunkt noch kein Darlehen benötigen, müssen Sie es nicht in Anspruch nehmen. Außerdem können Sie die Bausparsumme für ganz verschiedene Zwecke einsetzen.

Für wen ist der Bausparvertrag sinnvoll?

Vom Berufsanfänger bis zum Paar vor dem Ruhestand: Viele Menschen profitieren von den Vorteilen des Bausparens. Dabei lässt sich das Bauspardarlehen sehr flexibel einsetzen. Ob direkt für Haus, Wohnung oder eine Folgefinanzierung – das Bauspardarlehen eignet sich für viele Zwecke.

Personengruppen, die von einem Bausparvertrag besonders profitieren:

  • Bauherren und Wohnungskäufer. Viele Familien und Einzelpersonen, die mittel- oder langfristig ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten, fangen frühzeitig mit dem Bausparen an.
  • Eigenheimbesitzer, die für größere Projekte sparen. Mit dem Darlehen aus einem Bausparvertrag können sie das Haus oder die Wohnung modernisieren oder Umbauten finanzieren. Auch für Energiesparmaßnahmen und den seniorengerechten Umbau eignet sich das Bauspardarlehen hervorragend.
  • Berufsanfänger. Sie profitieren von zusätzlicher staatlicher Förderung. Gleichzeitig ist der Bausparvertrag im Vergleich zu anderen Lösungen ein beliebtes erstes Anlageprodukt.
  • Hauseigentümer mit einem laufenden Immobilienkredit. Sie können mit dem günstigen Bauspardarlehen einen bestehenden Immobilienkredit ganz oder teilweise ablösen. Auch die Anschlussfinanzierung lässt sich mit einem neu zugeteilten Bausparvertrag besser stemmen. Durch das Bauspardarlehen sparen Kreditnehmer Zinsen und verkürzen die Laufzeit der Finanzierung.

Lassen Sie sich umfassend beraten, damit Sie die zu Ihren persönlichen Zielen passende Lösung finden. So entsteht Ihre ganz persönliche Immobilienfinanzierung, die auch in den kommenden Jahren zu Ihrem Lebensstil und Budget passt und Ihnen die Verwirklichung Ihres Wohntraums ermöglicht.

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