Das Baukindergeld: Comeback der Eigenheimzulage

Erinnern Sie sich noch an die Eigenheimzulage? Zwischen 1995 und 2005 förderte der Staat damit den Bau und Kauf von Wohneigentum. 2006 wurde die Eigenheimzulage abgeschafft, jetzt feiert sie in neuer Form unter dem Namen Baukindergeld ein Comeback. Hier lesen Sie, ob und wie Sie in den Genuss dieser und anderer Fördermöglichkeiten kommen.


Zahl der Kinder ist ausschlaggebend

Ob und in welcher Höhe Ihnen Baukindergeld als neue Form der Eigenheimzulage zusteht, hängt vom Haushaltseinkommen und der Zahl der Kinder ab. Pro Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine 18 Jahre alt und kindergeldberechtigt ist, gibt es zehn Jahre lang jährlich 1.200 Euro. Insgesamt sind es also 12.000 Euro.
Die Einkommensgrenze für das Baukindergeld orientiert sich ebenfalls an der Zahl der Kinder. Bei einem Kind liegt sie bei 90.000 Euro. Für jeden weiteren Nachwuchs erhöht sich die Grenze um jeweils 15.000 Euro. Eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern kann also maximal bis zu 105.000 Euro jährlich verdienen, um zum Bezug der Fördermittel über zehn Jahren in Höhe von 24.000 Euro berechtigt zu sein. Bei drei Kindern liegt die Grenze bei 120.000 Euro. Dabei zählt immer das zu versteuernde Jahreseinkommen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass es sich bei Ihrem Wohnprojekt um den erstmaligen Bau oder Kauf einer Wohnung oder eines Hauses handelt und Sie das Objekt selbst bewohnen.  


Neue Eigenheimzulage gibt es auch rückwirkend

Baukindergeld wird in jährlichen Raten ausgezahlt und steht für alle Bauprojekte zur Verfügung, zu denen die Baugenehmigung nach dem 1. Januar 2018 erteilt wurde. Bei einem Kauf ist das Datum ausschlaggebend, an dem der Kaufvertrag abgeschlossen wurde. In beiden Fällen ist also auch eine rückwirkende Förderung durch das im September 2018 gestartete Baukindergeld möglich.
Das gilt aber nur, solange der Vorrat reicht. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Das klingt erst einmal nach viel. Einen Monat nach dem Start waren allerdings bereits Anträge auf etwas mehr als eine halbe Milliarde Euro bei der zuständigen KfW-Bank eingegangen. Interessenten sollten also nicht lange mit ihrem Antrag warten.
Anträge lassen sich lediglich bei der KfW-Bank stellen, anders als bei der früheren Eigenheimzulage ausschließlich online. Die Formalitäten müssen Sie spätestens drei Monate nach Einzug in ihr neues Haus oder die neue Wohnung erledigen. Für den Antrag ist zunächst eine Registrierung notwendig, später auch ein Identitätsnachweis, zum Beispiel durch das bekannte Postident-Verfahren. Einkommensteuerbescheide, Grundbuchauszug und Meldebescheinigung sind als Nachweise nötig.  

Ihre Wunschimmobilie – zinsgünstig finanziert

Die Bayerische Sonderförderung

Seit Juli 2018 gibt es für Bauwillige in Bayern eine besondere Förderung – unabhängig davon, ob Kinder da sind oder nicht. Bei der Bayerischen Eigenheimzulage schießt der Freistaat einmalig 10.000 Euro zum Kauf oder Bau einer Immobilie zu. Voraussetzung: Der Antragsteller verdient als Single nicht mehr als 50.000 Euro im Jahr. Die Einkommensgrenze für Mehrpersonenhaushalte ohne Kind liegt bei 75.000 Euro. Pro Kind erhöht sie sich um 15.000 Euro. Eine weitere Bedingung ist, dass die künftigen Immobilieneigentümer seit mindestens einem Jahr in Bayern leben. Auch beim Baukindergeld legt Bayern auf die vom Bund gezahlten 1.200 Euro noch einmal 300 Euro pro Kind drauf.


Bausparvertrag sichert die Zukunft Ihrer Kinder

 

Unabhängig von Eigenheimzulage und Baukindergeld eignet sich ein Bausparvertrag besonders dazu, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen – besonders für junge Familien. Wer für die Zukunft seiner Kinder sinnvoll vorsorgen möchte, liegt mit einem Bausparvertrag für Sohn oder Tochter goldrichtig. Durch regelmäßige Einzahlungen auf das Sparkonto kommt über die Jahre ein erheblicher Betrag zusammen. Und gleichzeitig können Sie dem Nachwuchs die derzeit noch niedrigen Darlehenszinsen sichern, auch wenn das Zinsniveau in den nächsten Jahren steigen sollte – wovon alle Experten fest ausgehen. So sind die Kinder später in der Lage, sich günstig und schnell Wohneigentum zu schaffen.
Hinzu kommt eine Besonderheit des Bausparens für Kinder: die große Flexibilität. Kinder müssen den Vertrag nicht wie sonst vorgeschrieben für wohnwirtschaftliche Zwecke nutzen, sondern können die Mittel auch anderweitig verwenden. Fördermittel erhalten sie trotzdem, so zum Beispiel die Wohnungsbauprämie ab der Vollendung des 16. Lebensjahres. Auch diese Prämie lässt sich zur Verwirklichung anderer Wünsche einsetzen.


Diese staatlichen Zuschüsse stehen Ihnen zu

Die Wohnungsbauprämie gehört wie die frühere Eigenheimzulage und das neue Baukindergeld zu den wichtigsten staatlichen Förderangeboten zur Schaffung von Wohneigentum. Sie wurde in den 1950er-Jahren eingeführt, um der herrschenden Wohnungsnot entgegenzuwirken. Aktuell erhalten Bausparer einen Zuschuss von 8,8 Prozent zu den sogenannten förderfähigen Sparbeiträgen. Bei Singles sind das 512 Euro, bei Ehepaaren ist es das Doppelte, also 1.024 Euro im Jahr. Gewährt wird die Prämie bis zu einer Einkommensgrenze von 25.600 Euro beziehungsweise 51.200 Euro. Beantragen lässt sie sich ganz einfach: Schwäbisch Hall schickt Ihnen jährlich einen schnell ausfüllbaren Antrag, den Sie an uns zurückschicken. Wir reichen ihn dann ans Finanzamt weiter.
Grundsätzlich bietet Bausparen mehrere Vorteile:

  • Sie können schon frühzeitig Geld ansparen.
  • Sie erhalten später ein günstiges Darlehen.
  • Der Staat greift Ihnen finanziell unter die Arme.

Sie müssen sich beim Bausparen nicht bereits zu Beginn auf ein bestimmtes Ziel festlegen. Mit den Erlösen und dem Bauspardarlehen können Sie nicht nur Immobilien kaufen oder bauen, sondern auch umbauen, renovieren, modernisieren und vieles mehr.  


Vielfältige zusätzliche Unterstützung

Neben der generellen Förderung gibt es Unterstützung für spezifische wohnwirtschaftliche Vorhaben. So werden zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zusätzlich von der KfW-Bank gefördert. Das kann etwa der Einbau von wärmeisolierenden Fenstern oder eine neue energiesparende Dämmung von Dach und Wänden sein.
Für einen Bausparvertrag lassen sich auch die vom Arbeitgeber gezahlten vermögenswirksamen Leistungen einsetzen. Derzeit sind das bis zu 40 Euro im Monat. Ergänzt wird diese Zahlung noch durch die damit verbundene Arbeitnehmer-Sparzulage für Geringverdiener. Hier legt der Staat noch einmal bis zu 43 beziehungsweise 86 Euro im Jahr drauf. Vorausgesetzt, Sie verdienen als Alleinstehender nicht mehr als 17.900 Euro im Jahr und als Ehepaar nicht mehr als 35.800 Euro.  


Wohn-Riester: Die Eigenheimrente

Zu den staatlichen Förderungen gehört zudem das bekannte Wohn-Riester, auch Eigenheimrente genannt. Hiermit unterstützt der Staat die Schaffung von Wohneigentum als Altersvorsorge. Denn nichts sichert ein solides Auskommen im Alter besser als eine eigene, vollständig abbezahlte Immobilie – sei es, dass sie zu geringen Kosten selbst bewohnt wird oder als zusätzliche Einnahmequelle durch Mieteinnahmen dient.
Vom Wohn-Riester profitieren künftige Bauherren bei Ausnutzung aller Vorteile gleich dreifach. Sie erhalten

  • die Grundzulage,
  • die Kinderzulage und
  • steuerliche Vorteile.

„Die höchste Förderung für Bausparer ermöglicht ein Riester-Bausparvertrag“, fasst die Stiftung Warentest zusammen. Die Grundzulage wurde Anfang 2018 von 154 auf maximal 175 Euro im Jahr erhöht (Ehepaare: 350 Euro). Diese Höchstförderung erhalten Sparer, die mindestens vier Prozent ihres Einkommens in den Vertrag investieren, also zum Ansparen oder zur Tilgung des Bauspardarlehens nutzen. Ausschlaggebend ist immer das Einkommen des Vorjahres. Mehr als 2.100 Euro im Jahr müssen zur Erlangung der Förderung nicht eingezahlt werden.
Hinzu kommen Zulagen für jedes Kind. Solange es kindergeldberechtigt ist, gibt es für jedes vor 2008 geborene Kind 185 Euro. Für jedes jüngere Kind sind es 300 Euro. So kommt eine vierköpfige Familie mit kleinen Kindern auf 950 Euro an Zuschüssen pro Jahr (350 Euro Grundzulage plus 600 Euro Kinderzulage). Auch hierbei handelt es sich um die Höchstförderungsbeträge: Voraussetzung ist, dass vier Prozent des Jahreseinkommens in den Vertrag fließen.

 

Viele Fördervorteile

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Bausparen und Baufinanzierung – Beratung vor Ort durch unsere Heimatexperten-144x173Beratung vereinbaren

Manche Förderungen wie etwa die Arbeitsnehmersparzulage können Sie sogar noch bis zu vier Jahre rückwirkend beantragen. Welche staatlichen Mittel Sie für Ihre Immobilienfinanzierung konkret nutzen können, erläutern Ihnen die Heimatexperten von Schwäbisch Hall bei einem Beratungstermin. Dabei können Sie auch gleich Ihr für die Darlehensraten verfügbares Budget ausloten und Ihren ganz individuellen Finanzierungsplan ausarbeiten, mit dem Sie langfristig zinsgünstig Ihr Immobilienprojekt verwirklichen können.

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