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Solide Immobilienfinanzierung: 5 Tipps

Wie viel Haus kann ich mir leisten? Die historisch niedrigen Darlehenszinsen bieten beste Voraussetzungen für den Erwerb von Wohneigentum oder für die Modernisierung der eigenen vier Wände. Weil die eigenen vier Wände in der Regel die größte Investition im Leben sind, sollte die Finanzierung auch langfristig auf einer soliden Basis stehen. Mit den nachfolgenden fünf Regeln sind Sie auf der sicheren Seite.


1. Ausreichend Eigenkapital einbringen

Ohne Eigenkapital geht es nicht. Mindestens 25 Prozent – besser noch 33 Prozent – sollten Sie vor allem bei größeren Finanzierungen aus vorhandenen Mitteln selbst einbringen. Dazu gehören zum Beispiel das Guthaben auf Ihrem Bausparvertrag, Sparguthaben bei einer Bank oder ein vorhandenes und bereits bezahltes Grundstück.

Wichtig ist es, immer die Gesamtkosten Ihres Vorhabens und nicht nur einzelne Finanzierungsbausteine im Blick zu haben. Nutzen Sie wenn möglich Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen aus öffentlichen Fördermitteln. Achtung: Diese sind zeitlich oft begrenzt. So reduzieren Sie auch die Kosten der Gesamtfinanzierung.


2. Maximale Finanzierungssumme ermitteln

Die Gesamtkosten abzüglich des Eigenkapitals ergeben den Finanzierungsbedarf. Bleiben Sie realistisch bei der Beantwortung der Frage, welche Belastung für Sie tragbar ist und wie viel Immobilie Sie sich leisten können. Sie sollten in der Lage sein, für die Gesamtfinanzierung eine Gesamtbelastung für Zins und Tilgung von jährlich 6 Prozent der Finanzierungssumme tragen zu können.

Die Formel links zeigt an, wie sich aus der tragbaren monatlichen Rate der maximale Finanzierungsbedarf und zusammen mit dem Eigenkapital der maximale Preis für Ihr Wohneigentum ermitteln lässt.


3. Mit höherer Tilgung Schulden schneller zurückzahlen

Vereinbaren Sie eine möglichst hohe Tilgung oder Möglichkeiten für Sonderzahlungen. Das reduziert die Restschuld beim Auslauf der Zinsbindung, und Sie sind schneller schuldenfrei. Das sollte spätestens bei Renteneintritt der Fall sein.

In Niedrigzinsphasen ist eine hohe Tilgung besonders wichtig. Je kürzer die Zinsbindung, desto höher sollte der Tilgungssatz sein. Die Grafik rechts zeigt am Beispiel eines Darlehens über 100.000 Euro (Zinssatz 2 Prozent), wie sich die Restschuld und die Laufzeit je nach Höhe der anfänglichen Tilgung entwickeln.


4. Gesamtkosten realistisch planen

Gehen Sie bei der Ermittlung der Gesamtkosten realistisch und gründlich vor. Denken Sie an die Nebenkosten (etwa Notar, Steuern, Außenanlagen) und planen Sie eine Reserve für mögliche Mehrkosten ein (zum Beispiel für eine höherwertige Ausstattung). Auch die zu erbringenden Eigenleistungen sollten Sie kritisch prüfen und nicht zu hoch ansetzen.


5. Zinsen langfristig festschreiben und Risiken absichern

Eine lange Sollzinsbindung reduziert deutlich das Zinsänderungsrisiko. Sie sollten daher die aktuell historisch niedrigen Zinsen länger als zehn Jahre festschreiben. Laut Stiftung Warentest sollten mindestens 15 Jahre angestrebt werden. Berücksichtigen Sie die Restschuld am Ende der Zinsbindung. Die Tragbarkeit der Finanzierung sollte auch für eine mögliche Hochzinsphase gewährleistet sein. Mit einem Bausparvertrag können Sie bereits für die Anschlussfinanzierung vorsorgen.

Verplanen Sie nicht den letzten Euro Ihres Einkommens und behalten Sie eine Reserve von drei Monats-Nettogehältern für unvorhergesehene Ausgaben (zum Beispiel Reparaturen). Denken Sie auch an die Absicherung Ihrer Arbeitskraft, Ihrer Familie und Ihrer Immobilie (zum Beispiel Wohngebäude-, Hausrat-, Risikolebens-, Berufsunfähigkeitsversicherung).


Immobilienfinanzierung: Tipps beachten und beraten lassen

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Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren

Für Ihre Immobilienfinanzierung sind diese Tipps gute Leitlinien. Um aber die Planung noch mehr voranzutreiben und alle Details zu berücksichtigen, ist eine Beratung durch den Fachmann ratsam. Vereinbaren Sie deshalb jetzt einen Termin mit einem Experten von Schwäbisch Hall.