Kalkulation für den Hausbau: Zuerst Kassensturz

Wenn Sie ein Haus bauen wollen oder den Kauf einer Wohnung planen, müssen Sie sich zuerst einmal einen Überblick über Ihre Finanzen verschaffen. Nur dann können Sie eine solide Kalkulation des Hausbaus oder Wohnungskaufs erstellen.


Was gehört zum Kassensturz?

Beim klassischen Kassensturz denkt man als erstes an den Siebenjährigen der sein Sparschwein schlachtet um festzustellen ob der Inhalt schon für die Anschaffung eines cooleren Fahrrades reicht. Die Finanzsituation eines modernen Privathaushalts zu ermitteln, ist dagegen deutlich komplexer. Besonders dann, wenn Sie das Geld für die Kalkulation eines Hausbaus oder den Kauf einer Eigentumswohnung nutzen wollen. Schließlich geht es um eine Entscheidung fürs Leben.

Einnahmen und Ausgaben ermitteln

Es gilt, die monatlichen Einnahmen den monatlichen Ausgaben gegenüberzustellen. Wichtig ist, auch die Posten zu beachten, die nicht jeden Monat anfallen, aber zu den jährlichen Einnahmen und Ausgaben gehören.


Was gehört zu den Einnahmen?

Wenn Sie für den Immobilienkauf oder Hausbau eine Kalkulation machen wollen, sollten Sie zuerst Ihre Einnahmen auflisten:

  • Nettoeinkommen
  • Einnahmen aus Vermietungen/Verpachtungen
  • Einkommen aus Rentenzahlungen
  • Kindergeld
  • Einkünfte aus Unterhaltsleistungen
  • Kapitalerträge
  • Mieteinnahmen

Was gehört zu den Ausgaben?

Dagegen stellen Sie die Posten, die Sie monatlich für Dinge wie Lebensunterhalt, Wohnen und Freizeit ausgeben:

  • Aktuelle Wohnausgaben (insbesondere Kaltmiete) 
  • Nebenkosten
  • Kredit- und Leasingraten
  • Bei Selbstständigkeit: Steuervorauszahlungen
  • Unterhaltszahlungen
  • Versicherungen
  • Ausgaben für Lebensunterhalt
  • Ausgaben für Konsumgüter/Freizeit/Urlaub
  • Kosten für Pkw und/oder ÖPNV
  • Ausgaben für Geldanlage/private Altersvorsorge
  • Ausgaben für Kindererziehung

Was bedeutet das für die Kalkulation des Hausbaus?

Um bei einem Immobilienkauf oder Hausbau die Kostenaufstellung verlässlich berechnen zu können, müssen Sie neben den verfügbaren monatlichen Finanzen auch ermitteln, welche weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung stehen:

  • Sparguthaben
  • Aktienvermögen
  • Erbe
  • Steuererstattungen

Denn neben den verfügbaren Summen sind beim Immobilienkauf die sofort einsetzbaren Summen, das Eigenkapital, von großer Bedeutung.  

Achtung: Wer eine Immobilie selbst nutzen will, muss keine Miete mehr zahlen. Dieses Geld kann also in die Tilgung fließen. Bei der Kostenkalkulation für den Hausbau dürfen Sie aber nicht den Fehler begehen, mit der Bruttomiete zu rechnen. Denn Nebenkosten zahlt man auch in der eigenen Immobilie.


Welche persönlichen Punkte spielen eine Rolle?

Der Kassensturz ist nur eine aktuelle Bestandsaufnahme. Nicht jeder Werktätige kann sein Einkommen der kommenden Jahrzehnte verlässlich vorhersagen. Im Gegenteil, die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse steigt seit Jahren, und der Arbeitsplatz wird auch immer häufiger gewechselt. Wenn Sie also den Kauf einer Immobilie planen oder die Kostenaufstellung für Ihren Hausbau machen, sollten Sie möglichst realistisch die die Kontinuität Ihrer Einkünfte einschätzen. Weitere Punkte der Lebensplanung, die Einfluss auf die finanziellen Verhältnisse haben, sind:

  • Familie: Wer Kinder haben will, darf auf gar keinen Fall vergessen, dass der Nachwuchs eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt, die durch das Kindergeld nur teilweise ausgeglichen wird.
  • Auto: Wer auf das Auto angewiesen ist oder nicht darauf verzichten will, muss sich darüber im Klaren sein, dass eine Immobilienfinanzierung meistens über mehrere Jahrzehnte läuft. In dieser Zeit steht voraussichtlich auch der Kauf eines neuen Wagens an.
  • Reisen: Auf Urlaube wollen viele Menschen nicht verzichten. Wer die Welt sehen will, benötigt dafür ausreichende finanzielle Mittel.  

Wieviel Immobilie können Sie sich leisten?

Haben Sie die Daten für Ihren Kassensturz zusammengetragen, müssen Sie das Ergebnis auch richtig bewerten. Wieviel Immobilie können Sie sich leisten? Wieviel Notreserve ist ratsam? Muss erst einmal mehr Eigenkapital angespart werden? Die Antworten finden sich im Gespräch mit einem kompetenten Berater. Er kann die Zahlen am besten einschätzen und Empfehlungen geben. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.

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