Mit der KfW zur eigenen Immobilie

Sie wollen ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen? Oder umbauen, sodass Ihre Immobilie weniger Energie verbraucht? Dann sollten Sie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Boot holen. Wir stellen die wichtigsten Förderungen vor, darunter die Programme KfW 124 und KfW 153.


Vorteile der Förderung durch die KfW

Die KfW gibt es bereits seit 1948. Sie ist eine Förderbank. Das heißt, die KfW vergibt öffentliche Mittel des Bundeswirtschaftsministeriums im Rahmen spezieller Kredit- und Zuschussprogramme. Eine ihrer Aufgaben ist es, Privatleute

  • bei Bauprojekten,
  • beim Kauf von Wohneigentum und
  • bei der Finanzierung von Energiesparmaßnahmen zu unterstützen.

Dazu hat sie eine Reihe von Programmen aufgelegt, die sich zum Teil miteinander kombinieren lassen.

Die KfW zahlt Förderungen, die sie als Zuschuss gibt, direkt aus. Von der KfW geförderte Kredite dagegen laufen über die Hausbank des angehenden Bauherren oder Immobilienbesitzers. Wichtig: Sprechen Sie das Thema KfW frühzeitig bei Ihrer Bank an. Denn den Antrag auf Förderung müssen Sie vor Beginn Ihres Immobilienprojekts einreichen. Ihre Bank ist es dann auch, die den Kredit für Sie bei der KfW beantragt.

Der große Vorteil eines KfW-Kredits liegt darin, dass er zinsgünstig ist. In der Regel rangieren die Zinsen spürbar unter dem marktüblichen Niveau. Mithilfe des KfW-Kredits lässt sich bei Hausbau, Hauskauf oder Umbau eine Menge Geld sparen. Mit dem praktischen Kreditfinder der KfW entdecken Interessenten schnell das für sie passende Programm (www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Produktfinder/).


Was die Konditionen im KfW-Kredit bedeuten

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Bei den Förderprogrammen der KfW werden Ihnen immer wieder einige Fachbegriffe begegnen:

  • Effektivzins. Im Gegensatz zum Sollzins gibt der Effektivzins die tatsächlich pro Jahr anfallenden Gesamtkosten für einen Kredit an. In ihm sind auch Nebenkosten wie beispielsweise die Vermittlungs- und Bearbeitungsgebühren enthalten, die eine Bank für den Kredit erhebt. Dementsprechend vermittelt nur der Effektivzins realistisch, mit welcher finanziellen Belastung der Kreditnehmer rechnen muss.
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre. In dieser Zeit zahlt der Kreditnehmer nur die Zinsen für einen Kredit, das Darlehen selbst wird noch nicht getilgt. Das ist vorteilhaft für den Kreditnehmer. Denn so ist er gerade am Anfang seines Projekts „flüssiger“ und kann auch unvorhergesehene Ausgaben leichter bezahlen.
  • Zinsbindung. Die Zinsbindung wird in der Regel in Jahren angegeben. Liegt sie beispielsweise bei fünf Jahren, ist garantiert, dass in dieser Zeit die Zinsen immer gleich hoch bleiben. Was am Markt passiert, ob die Zinsen allgemein steigen oder fallen, wirkt sich in dieser Zeit nicht aus. Ist die Zinsbindung abgelaufen, schickt die KfW ein Angebot für eine Anschlussfinanzierung mit einer aktualisierten Zinshöhe.

Selbst genutztes Wohneigentum: Die Förderung KfW 124

Mit dem Kredit KfW 124 fördert die Bank die Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum. Der Kredit kann sich auf bis zu 50.000 Euro belaufen. Er darf sowohl für den Kauf als auch für den Bau einer Wohnung oder eines Hauses eingesetzt werden. Für ein Darlehen von 50.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren gelten aktuell folgende Konditionen (Stand September 2018):

  • Bei drei tilgungsfreien Anlaufjahren und fünf Jahren Zinsbindung zahlt der Kreditnehmer 1,0 Prozent Effektivzins pro Jahr.
  • Bei einer zehnjährigen Zinsbindung sind 1,61 Prozent effektiver Jahreszins zu zahlen.

Bestimmte Immobilien und Maßnahmen dürfen aber nicht mit dem KfW 124 gefördert werden. Dazu gehören Ferienwohnungen, die Eigenleistung am Bau und die Erweiterung von Wohnraum, auch wenn er vom Kreditnehmer selbst genutzt wird.

Folgende Ausgaben sieht die KfW beim Bau eines Hauses oder einer Wohnung dagegen als förderwürdig an:

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie lässt sich der KfW-Kredit für den Kaufpreis, die Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung, für Hauskauf-Nebenkosten wie Notar- oder Maklergebühren oder die Grunderwerbsteuer nutzen.


Energieeffizient Bauen: Die Förderung KfW 153

Der Kredit KfW 153 trägt den Titel „Energieeffizient Bauen“. Er ist für den Bau oder Kauf eines neuen KfW-Effizienzhauses gedacht. Was ein Effizienzhaus ist, hat die KfW selbst definiert. Es gibt acht verschiedene Standards, die Förderung KfW 153 gilt auch für Wohnungen mit den entsprechenden Standards. Die Standards sind Güteklassen, mit denen der Energiebedarf einer Immobilie angegeben wird. Je niedriger die Kennzahl des Effizienzhaus-Standards, desto geringer ist auch der Energiebedarf der Immobilie. Die Standards reichen von 40 bis 115. Ein weiterer, spezieller Standard heißt „KfW-Effizienzhaus Denkmal“. Er richtet sich an Käufer von alten, geschützten Häusern.

Doch nicht für alle Effizienzhäuser gibt es den KfW 153. Nur für Bau oder Kauf eines der drei KfW-Effizienzhäuser 40 plus, 40 oder 55 können Sie diese KfW-Förderung erhalten. Ein Überblick über die Konditionen (Stand September 2018):

  • Wenn Sie den KfW-Kredit in voller Höhe von 100.000 Euro in Anspruch nehmen, zahlen Sie einen effektiven Jahreszins von 1,61 Prozent.
  • Der Kredit KfW 153 hat eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren.
  • Besonderes Plus: Die KfW gewährt einen Tilgungszuschuss. Das heißt, Sie müssen beim KfW 153 nicht den vollen Kreditbetrag zurückzahlen. Die Höhe des Tilgungszuschusses richtet sich nach dem Standard des Effizienzhauses: je energiesparender das Haus, desto höher der Tilgungszuschuss. Er kann bis zu 15.000 Euro betragen. Den Tilgungszuschuss schreibt die KfW dem Kreditnehmer gut, wenn er sein Immobilienvorhaben erfolgreich abgeschlossen hat.

Der Investitionszuschuss KfW 430

Die KfW ist nicht nur Ihr Ansprechpartner, wenn es um Kredite geht. Für das energieeffiziente Sanieren beispielsweise zahlt die Förderbank auch einen richtigen Zuschuss. Das Programm heißt KfW 430. Infrage kommt es, wenn Sie Ihre Bestandsimmobilie zu einem KfW-Effizienzhaus aufrüsten wollen. Auch einzelne Maßnahmen, die Ihr Wohneigentum energiesparender machen, werden damit unterstützt. Als besonders förderungswürdig gelten beispielsweise der Austausch ineffizienter Heizungen und der Einbau neuer Lüftungsanlagen.

Die Konditionen: Im Rahmen des Investitionszuschusses KfW 430 zahlt die Förderbank maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit. Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Objekt muss aber vor dem 1. Februar 2002 gestellt worden sein, sonst kommt der KfW 430 nicht infrage. Die KfW verlangt vom Antragsteller darüber hinaus, dass er einen Experten für Energieeffizienz in sein Vorhaben einbindet. Der Experte sorgt dafür, dass die notwendigen technischen Anforderungen eingehalten werden.

Wem die Sanierung bis zum KfW-Effizienzhaus-Standard zu teuer oder zu aufwendig ist, kann bei der KfW auch einen Zuschuss zu einzelnen Maßnahmen beantragen. Das können beispielsweise sein:


Weitere Förderprogramme der KfW

Über die genannten Programme hinaus hat die KfW zahlreiche weitere Kredite und Zuschüsse im Angebot. So können Sie sich beispielsweise sogar beim Erwerb von Genossenschaftsanteilen fördern lassen (KfW 134). Welches Angebot genau zu Ihrer geplanten Immobilienmaßnahme (Bau, Kauf, Sanierung) passt, ermitteln Sie am besten mit einem der KfW-Produktfinder. Eine solche Suchfunktion gibt es für den Bereich „Neubau“ (www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Produktfinder/), aber auch zum Thema „Bestandsimmobilie“
(www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Produktfinder/index.html).

Im Folgenden geben wir Ihnen einige Beispiele für weitere KfW-Förderungen:

  • Sicherheitsmaßnahmen: Der Zuschuss KfW 455-E wird gezahlt, wenn Sie den Einbruchschutz Ihrer Immobilie verbessern, etwa eine einbruchhemmende Haustür oder Bewegungsmelder einbauen, ein Mehrfachverriegelungssystem an der Tür oder Pilzkopfverriegelungen an den Fenstern anbringen. Der Zuschuss beläuft sich auf bis zu 1.600 Euro.
  • Effizienz-Maßnahmen: Der Kredit KfW 167 wird für die Umstellung Ihrer Heizung auf erneuerbare Energien gewährt. Er kann bis zu 50.000 Euro umfassen. Den Zuschuss KfW 431 in Höhe von bis zu 4.000 Euro wiederum können Sie erhalten, wenn Sie eine Sanierung von einem Experten für Energieeffizienz planen lassen.
  • Altersvorsorge-Maßnahmen: Mithilfe des Kredits KfW 159 können Sie Ihre Immobilie alterstauglich modernisieren. Förderwürdig sind beispielsweise schwellenfreie Balkonaustritte, Fenstergriffe, die sich im Sitzen bedienen lassen, sowie elektrische Antriebe zum Bedienen von Rollläden. Die Kreditsumme beträgt maximal 50.000 Euro.

Staatliche Förderung per BAFA und Riester

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Finanzielle Unterstützung für Vorhaben rund um die Immobilie erhalten Sie auch aus anderen öffentlichen Töpfen. Dazu gehören das sogenannte Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Riester-Förderung.

  • BAFA: Das Bundesamt fördert das Heizen mit erneuerbaren Energien durch Zuschüsse. Mit bis zu 3.600 Euro wird beispielsweise der Einbau von einer Solarthermie-Anlage oder einem Pelletkessel gefördert. Für Wärmepumpen ist sogar ein Zuschuss von bis zu 12.300 Euro möglich. Wichtig: Sagen Sie Ihrem Heizungsinstallateur unbedingt schon bei der Planung, dass Sie eine BAFA-Förderung beantragen wollen. Dementsprechend schlägt er Ihnen die passenden Anlagen vor.
  • Riester-Rente: Riester-Verträge sind eine Form der privaten Altersvorsorge. Dabei erhalten Sie für das Geld, das Sie ansparen, jährlich Zulagen vom Staat. Außerdem mindert „Riestern“ Ihre Steuerlast, weil Sie die Beiträge absetzen können. Die Eigenheimrente (Wohn-Riester) ist eine Variante dieser Altersvorsorge. Damit wird Ihnen die Finanzierung oder Sanierung einer selbstgenutzten Immobilie erleichtert. 154 Euro (ab 2018: 175 Euro) fallen hier an Grundzulage an, für ein ab 2008 geborenes Kind gibt es noch einmal 300 Euro an Zulage.

Schwäbisch Hall berät Sie gern in der Frage, welche staatliche Förderung Sie für den Kauf oder Umbau einer Immobilie in Anspruch nehmen können. Die Berater informieren Sie über KfW-Finanzierung, Riester-Förderung und BAFA-Programme.

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