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Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Ein eigenes Haus bauen oder kaufen: Mit dieser Entscheidung legt man sich für viele Jahre fest. Da muss alles stimmen – die solide Finanzierung und eine monatliche Belastung, die der Familie Freiraum lässt. Prüfen Sie selbst: Wie viel Haus kann ich mir leisten, welche Preisklasse ist die richtige?


Die Eckpunkte der Finanzierung

Die Entscheidung für ein Eigenheim wird für Sie mehrere Jahrzehnte lang eine wichtige Rolle spielen. Das bedeutet nicht nur, das passende Haus zu bauen oder zu kaufen. Mindestens ebenso wichtig ist die Finanzierung. Sie sollte möglichst optimal zu Ihrer Lebenssituation passen. Darum ist es wichtig, die Grundbedingungen gut aufeinander abzustimmen.

  • Direkt im Alltag spürbar ist die monatliche Belastung durch den Kredit.
  • Der zweite Gesichtspunkt ist die Laufzeit der Finanzierung.
  • Ein dritter Faktor ist Ihre Eigenkapitalausstattung.

Jedes dieser Elemente hat Einfluss auf die Gesamtkosten Ihrer Immobilie. Damit Sie ihre Mittel möglichst gut einsetzen, sollten Sie häufig gemachte Fehler bei der Immobilienfinanzierung vermeiden. Am besten lassen Sie sich zu allen Aspekten – von der Suche nach der geeigneten Immobilie über Ihre persönliche Budget-Ermittlung bis zur Finanzierung – von einem Heimatexperten der Schwäbisch Hall beraten. Der kann Ihre Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“ beantworten und hilft Ihnen dabei, das für Ihre Einkommensverhältnisse richtige Eigenheim zu finden und sicher zu bezahlen.


Die monatliche Belastungsgrenze

Manche Hauskäufer schätzen ihre monatliche Belastbarkeit nur grob und setzen auf das Prinzip Hoffnung: Sie gehen davon aus, dass sie in Zukunft über das gleiche oder ein höheres Einkommen verfügen werden wie heute. Von diesem Vorgehen ist dringend abzuraten. Stattdessen müssen potenzielle Kreditnehmer ihre Einkommenssituation sehr sorgfältig unter die Lupe nehmen. Nur so werden sie eine Finanzierung finden, die genau zu ihren Bedürfnissen und Lebensumständen passt.

Als Vorbereitung für den anstehenden genauen Kassensturz führen Sie am besten eine Zeitlang ein Haushaltsbuch. Listen Sie darin zum einen auf, welche Einkommen Ihr Haushalt hat – also die Gehälter, eventuelle Renten, Mieteinnahmen sowie staatliche Leistungen wie das Kindergeld. Vergessen Sie auch Sondereinnahmen wie das 13. Monatsgehalt nicht, solche Beträge rechnen Sie ebenfalls auf den Monat um.

Ihre Ausgaben für den Lebensunterhalt

Auf der anderen Seite tragen Sie alle regelmäßigen Ausgaben für Versicherungen, Mobilität, Ausbildung, Telekommunikation, Freizeit und Lebensmittel ins Haushaltsbuch ein. Die Miete betrachten Sie extra: Alle Nebenkosten für Heizung und Wasser sowie die Stromrechnung zählen Sie zu den Ausgaben, vergleichbare Aufwendungen werden sie auch im eigenen Heim haben. Die Kaltmiete jedoch dürfen Sie weglassen, denn diesen Betrag werden Sie in Zukunft einsparen. Er bildet dann einen wichtigen Beitrag zu den monatlichen Darlehensraten.

Ziehen Sie nun die monatlichen Aufwendungen von den monatlichen Einkünften ab. Als Ergebnis erhalten Sie den Betrag, den Sie im Monat für eine Finanzierung einsetzen könnten. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass eine Immobilienfinanzierung nicht zu knapp kalkuliert sein sollte. Planen Sie auf jeden Fall ein Budget für Urlaub und Sonderausgaben ein. Gehen Sie davon aus, dass im eigenen Heim die Betriebskosten eher höher sein werden als in einer Mietwohnung (Tipp: Lassen Sie sich die Betriebskostenabrechnung Ihres Wunschhauses zeigen!). Und legen Sie regelmäßig eine feste Summe für Reparaturen und Investitionen im eigenen Haus zurück. Mit diesem angepassten Betrag haben Sie nun einen Rahmen für Ihre monatliche Kreditrate: Das ist der Ausgangspunkt für Ihr Finanzierungskonzept.


Wie viel Haus kann ich mir leisten – und wie viel Zeit bleibt für die Kreditraten?

Ein zweiter zentraler Anker der Finanzierung ist die Laufzeit. Sie wird maßgeblich von der individuellen Erwerbsgeschichte beeinflusst. Dabei spielt das Ende der Berufstätigkeit eine wichtige Rolle, denn bis dahin sollte die Immobilie unbedingt abbezahlt sein. Je nachdem, wie lange Sie noch Zeit haben, bevor Sie in Rente gehen, sollten Sie den Kredit schneller oder weniger schnell zurückzahlen. Eine kurze Laufzeit – etwa, weil Sie in 15 Jahren in Rente gehen werden – bedeutet bei einem gleich hohen Kaufpreis zwangsläufig eine höhere monatliche Rate. Die Antwort auf die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“ kann allerdings auch lauten: „Weniger als gedacht“.


Das Eigenkapital

Eine entscheidende Rolle in der Baufinanzierung spielt die Eigenkapitalausstattung. Umso höher der Eigenkapitalanteil, desto besser die Konditionen, die Sie bei Ihrer Bausparkasse für einen Kredit erhalten. Der Grund ist einfach: Wenn Sie viel Eigenkapital aufbringen können, sinkt für den Kreditgeber das Risiko. Selbst wenn der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen kann und die Immobilie verkauft werden muss, reicht bei einer hohen Eigenkapitalquote der Erlös meistens aus, um den Kredit abzulösen.

Zum Eigenkapital gehören alle verfügbaren Sparkonten, Wertpapiere, bereits bezahlte Immobilien und Bausparguthaben, ebenso Kredite von Verwandten oder vom Arbeitgeber. Handwerklich geschickte Bauherren können außerdem Eigenleistungen am Bau als Eigenkapital hinzurechnen.


Risiken während des Projekts

Was die Antwort auf die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten“ so schwierig macht: Keiner kann in die Zukunft schauen. Ein Beispiel: Mit Kindern ändern sich die Prioritäten der Eltern, vielleicht möchte ein Elternteil eine Zeitlang weniger arbeiten oder ganz zu Hause bleiben – in diesem Fall sollte der Alleinverdiener die Monatsrate allein tragen können.

Gleiches gilt für das Risiko Jobverlust: Für die Baufinanzierung ist es gut, wenn bei einem Paar beide Partner erwerbstätig sind. Dann können Sie eine Zeit der Arbeitssuche leichter überbrücken.

Gegen viele Risiken können sich Kreditnehmer absichern: Dazu gehört das Risiko der Berufsunfähigkeit. Schwieriger ist das Risiko, dass sich Partner trennen. Eine Scheidung belastet nicht nur die Familie, sondern auch das Finanzierungskonzept: Die damit verbundenen Risiken sollten Sie zumindest kennen.

Generell schlagen diese Risiken natürlich besonders zu Buche, wenn die Finanzierung von vornherein knapp kalkuliert ist. Dann kann beispielsweise auch eine vorübergehende Arbeitslosigkeit zum Problem werden.


Kauf und Unterhalt der Immobilie: Die Nebenkosten

Die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten“ darf sich nicht allein am Kaufpreis orientieren. Rechnen Sie auf jeden Fall 10 bis 15 Prozent Kaufnebenkosten hinzu. Und vergessen Sie die Rücklagen nicht, die Sie für Reparaturen oder Modernisierung benötigen.

Nebenkosten steigern nicht den Wert der Immobilie und sind im Falle eines Wiederverkaufs verloren. Daher erwarten Banken und Bausparkassen, dass Sie sie aus Eigenkapital decken. Zu den wichtigsten Kaufnebenkosten zählen:

Bei Neubauten kommen weitere Nebenkosten auf den Bauherren zu, etwa die Kosten für

  • die Erschließung des Grundstücks,
  • die Vorbereitung des Bodens und
  • die Gartenanlage.

Ebenfalls wichtig für die langfristige Budgetplanung: der Unterhalt der Immobilie. Bei neueren Gebäuden sollte 1 Euro pro Monat und Quadratmeter auf ein Rücklagenkonto eingezahlt werden, bei älteren Objekten sollten es zwei bis drei Euro sein. Denn Teppiche nutzen ab, Türen brauchen irgendwann frische Farbe, und auch Heizungen und elektrische Installationen können kaputtgehen.


Das aktuelle Zinsniveau und die Folgen einer Zinswende

Noch sind die Zinsen auf einem historisch tiefen Stand. Niemand kann sagen, wie lange diese für Bauherren günstige Situation anhalten wird. Erste Zeichen deuten auf einen Zinsanstieg. Doch Sie können sich beim Bausparen die aktuellen Zinsen möglichst lange sichern. Das funktioniert über die Zinsbindung. Damit wird ein fester Zinssatz bestimmt – je nach Angebot zehn oder fünfzehn Jahre oder sogar noch länger. Natürlich bezahlen Kreditnehmer diese Angebote mit einem leichten Zinsaufschlag, denn schließlich trägt nun der Darlehensgeber das Risiko einer Zinsänderung.

Auch wenn Sie sich die momentan niedrigen Zinsen gesichert haben, sollten Sie die Zinsentwicklung nicht aus dem Blick verlieren. Schließlich werden Sie nach Ende der Zinsbindungszeit eine Anschlussfinanzierung benötigen. Bei der Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten“ sollten Sie daher auch ein möglicherweise steigendes Zinsniveau berücksichtigen. Bei verschiedenen Bausparprodukten können Sie sich den aktuell niedrigen Zins langfristig sichern.


Wie viel Haus kann ich mir leisten – der Sanierungsbedarf

Wenn Sie ein älteres Haus kaufen oder von Ihren Eltern übernehmen, sind oftmals größere Investitionen nötig. Prüfen Sie das Haus auf Herz und Nieren und schätzen Sie den Sanierungsbedarf mit Sachverständigen.

  • Einige Sanierungen sind gesetzlich vorgeschrieben, so etwa der Austausch alter Heizkessel. Andere Maßnahmen sind nötig, wenn umfassend saniert wird. Dazu gehören eine bestimmte Wärmedämmung und energiesparende Fenster.
  • Weitere Maßnahmen erhöhen Ihren Wohnkomfort und sparen Energie, auch diese Investitionen beispielsweise in Bäder oder Fenster wollen Sie möglicherweise nicht jahrelang aufschieben.
  • Bei älteren Immobilien lässt sich oft schon absehen, wann beispielsweise ein neues Dach nötig sein wird.

Machen Sie sich ein realistisches Bild von diesen Kosten. Denn wer sich von einem sehr niedrigen Kaufpreis locken lässt, übersieht womöglich den hohen Sanierungsbedarf.


So viel Haus kann ich mir leisten – mit der passenden Finanzierung

Für eine persönliche Beratung sprechen Sie mit Ihrem Heimatexperten vor Ort.

Bausparen und Baufinanzierung – Beratung vor Ort durch unsere Heimatexperten-144x173Beratung vereinbaren

Diese Angaben – also die gewünschte monatliche Rate, die Laufzeit und das verfügbare Eigenkapital – reichen für ein Grobkonzept der Baufinanzierung. So können Sie die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten“ für sich beantworten und eine passende Immobilie suchen. Gleiches gilt, wenn Sie planen, in welchem Umfang Sie eine ererbte oder überschriebene Immobilie nach Ihren Vorstellungen umbauen oder grundsanieren. Sobald die Pläne konkret werden, vereinbaren Sie ein Gespräch mit einem Heimatexperten der Schwäbisch Hall.

Mit einem zuverlässigen Finanzierungspartner an Ihrer Seite steht dann Ihrem Weg zum Wunschhaus nichts mehr im Wege.