Ein Beet in der Küche

Kräuter sprießen auch in der Küche und auf dem Balkon – wenn man ein paar Tricks beachtet.


Sofort nach dem Kauf umtopfen

Sie sind fragile Wesen: ganz dem Aroma verpflichtet, oft Exilanten aus wärmeren Zonen. Damit Kräuter wie Basilikum, Thymian und Oregano auch außerhalb des Beets gedeihen, muss man zu ihnen besonders nett sein. Dazu gehört, dass sie nicht in den Plastiktöpfchen bleiben, in denen sie im Supermarkt angeboten werden – die sind zu klein und haben kaum Nährstoffvorräte. Gleich nach dem Kauf sollte man sie in größere Gefäße umtopfen.

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Richtig eingetopft - Tipps für Kräutergärtner

Gegen Schnecken an Balkonpflanzen klebt man Kupfermünzen auf den Topf.
Kupfer gegen Schnecken

Kupfer gegen Schnecken

Schädlingsgift oder Pflanzenschutzmittel in Küchenkräutertöpfen sind keine gute Idee – das landet später samt Kräutern im Kochtopf. Gegen Schnecken an Balkonpflanzen klebt man Kupfermünzen auf den Topf. Das vergällt ihnen die Wanderroute.


Küchenkräuter: integriertes Bewässerungssystem mit seitlichem Gießeinlauf beugt Staunässe vor
Nasse Füße ohne Wasserstau

Nasse Füße ohne Wasserstau

Die „Hold“-Kräutertöpfe (Sagaform) machen es den Küchenkräutern angenehm: Ein integriertes Bewässerungssystem mit seitlichem Gießeinlauf beugt Staunässe an den Wurzeln vor. „Hold“ gibt es für ein, zwei oder drei Pflanzen, ab 14 Euro.

 


Glasglocken schützen gerade weichblättrige Kräuter wie Schnittlauch und Basilikum vor zu trockener Heizungsluft
Gutes Klima unter Glas

Gutes Klima unter Glas

Die Glasglocken schützen gerade weichblättrige Kräuter wie Schnittlauch und Basilikum vor zu trockener Heizungsluft. Denselben Effekt hätte auch eine Gefriertüte über der Pflanze, sähe aber nicht so gut aus. Von Hagen Grote, ab 59,95 Euro.

 


Weitere Tipps für Kräuter im Eigenanbau

Am besten verwendet man Kräutererde (im Fachhandel oder in gut sortierten Baumärkten), so genannte Aussaaterde oder normale Pflanzerde, die mit etwas Kalk (etwa 1 Teelöffel für einen 15-Zentimeter-Topf) abgesäuert und mit feinem Splitt oder grobem Sand (ein Drittel Splitt, zwei Drittel Erde) abgemagert wurde – das entspricht den kargen Böden, den Mittelmeerbewohner wie Thymian von zu Hause kennen. Sand und Splitt beugt Staunässe vor – die vertragen Topfkräuter gar nicht.

Drinnen benötigen Kräuter einen hellen Fensterplatz ohne Zugluft. Im Sommer müssen Pflanzen, die wie Basilikum keine ledrigen Blätter haben, etwas abgerückt werden, um nicht zu verbrennen. Sie haben auch einen höheren Wasserbedarf – ein guter Schluck pro Tag ist Pflicht. Nach dem Umtopfen sollte man die Kräuter kräftig zurückschneiden, um den Neuaustrieb zu fördern. Auch sonst sollte man sie regelmäßig schneiden. Das hält die Pflanzen kräftig und lässt sie schön kompakt wachsen.