Rosen-Romantik

Kein Garten ohne Rosen – dieser Satz gilt heute genauso wie vor Hunderten von Jahren.


Die Rose: weitverbreitet, populär, vielgestaltig

Rosen: In jedem Garten voll im Trend
Eine von den Tausenden von Rosensorten (Foto: Pixelio)

Im Schlosspark wie im schlichten Bauerngarten sind Rosen schon immer Mittelpunkt und Kulisse gewesen, in jeder Region von der Küste bis ins Voralpenland blüht die "Königin der Blumen" ganz volkstümlich hinter fast jedem Gartenzaun.

Hunderte, vermutlich Tausende von Rosensorten für jeden Anspruch und jeden Geschmack sind die Folge einer solchen Beliebtheit - und heute ist es für jeden Rosenkäufer mehr denn je eine Qual, die richtige Wahl zu treffen.


Welche Rose paßt in welchen Garten?

Bei der großen Sortenvielfalt der Rosen muss die Wahl mit Überlegung getroffen werden, denn nicht jede Rose passt an jeden Gartenplatz. Hier stellen wir Ihnen die bekanntesten und verbreitetsten Rosensorte vor:

  • Wildrosen

    Es sind die Urahnen aller Rosen, ihre einfachen, ungefüllten Blüten sind gerade wegen ihrer Schlichtheit schön. Es gibt viele Sorten in vielen Farben. Sie blühen nur einmal im Jahr, schmücken sich dafür im Herbst mit dekorativen Hagebutten. Wildrosen sind in der Regel winterhart, passen in Naturgärten, können in Hecken und als Einzelpflanzen eingesetzt werden.

     
  • Kletterrosen

    Sie verwandeln auch noch die langweiligste Ecke, die trostloseste Wand in eine Märchenlaube. Sie ranken sich am Spalier an Hauswänden hoch, winden sich um Rosenbögen, in alte Bäume und über Pergolen. Sie blühen meist das ganze Jahr über und viele Sorten duften. Wenn nach der Blüte alle abgewelkten Blütenstände abgeschnitten werden, folgt eine neue, üppige Blüte.

    Man unterscheidet Climber-Rosen, die dicke, starke Triebe haben und sich mit ihren Stacheln beim Klettern festhalten. Diese Rosenart kann man an Bäumen oder einer Mauer mit viel Platz ranken lassen.

    Rambler-Rosen haben weiche Triebe, sie brauchen ein Spalier oder eine andere Stütze zum Ranken.

     
  • Bodendeckerrosen

    Bodendeckerrosen haben bis zu 10 m lange dünne Triebe, die den Boden überspinnen und das Unkraut unterdrücken. Man kann damit ganze Böschungen "verstecken", Rabatten abdecken oder sie an einem Zaun entlangranken lassen.

     
  • Strauchrosen

    Strauchrosen sind wohl die beliebtesten und vielseitigsten Rosen. Sie werden in drei "Klassen" aufgeteilt: Moderne Strauchrosen blühen mehrmals oder sogar das ganze Jahr über, duften aber seltener.

    Sie wirken am besten, wenn man mehrere Pflanzen zusammen an einen exponierten Platz setzt und sie vielleicht noch mit anderen Blütenpflanzen kombiniert. Moderne Strauchrosen sind recht widerstandsfähig gegen Krankheiten.

     

Im Trend: Alte Rosen

Ganz groß in Mode sind zur Zeit "Alte Rosen", die ebenfalls zu den Strauchrosen zählen. Diese traumhaft schönen Rosensorten haben üppige vielblättrige Blüten in meist müden Farben, die stark duften. Die meisten Sorten blühen nur im Frühsommer.

  • Englische Rosen

    Englische Rosen (Austin-Rosen) verbinden die Vorzüge moderner Sorten wie lange Blüte und Resistenz gegen Krankheiten mit dem Charme der alten Sorten.

     
  • Beetrosen

    Beetrosen wirken besonders dekorativ in Rabatten, entlang eines Weges, in einem Rondell im Garten. Auch sie sind in verschiedene Klassen unterteilt: Die großblumigen Edelrosen mit den duftenden Einzelblüten auf langen Stielen können auch einzeln stehen. Beim Schnitt muss man darauf achten, dass die herrlichen Blüten gut zur Geltung kommen.

    Besondere Blütenfülle erzielt man mit vielen relativ eng gepflanzten büschelblütigen Floribunda- und Polyantharosen. Floribundarosen haben recht große Blüten in Büscheln, es gibt auch ungefüllte oder halbgefüllte Sorten in allen Farben. Polyantharosen haben eher kleine gefüllte Blüten, die den ganzen Sommer über bis in den November hinein blühen.

     
  • Zwergrosen

    Zu den Beetrosen gehören auch die Zwergrosen für Töpfe und Kübel. Sie wurden aus verschiedenen Arten gekreuzt. Die Büsche bleiben klein, auch Blätter und Blüten sind Miniaturausgaben. Hochstammrosen und Kaskaden sind eigentlich gärtnerische Kunstprodukte.

     
  • Wildrosenstamm

    Auf einem Wildrosenstamm werden dabei verschiedene Sorten veredelt. Hochstammrosen tragen kugelförmige oder halbkugelförmige Kronen aus duftenden Edelrosen oder Beetrosen, aber auch Veredelungen mit Bodendecker- oder Floribundarosen sind ausgesprochen dekorativ.

    Bei Kaskadenrosen besteht die Krone aus Kletterrosen, deren Triebe kaskadenförmig nach unten wachsen. Im Winter müssen die Kronen aller Hochstammrosen vor Frost geschützt werden.