Schöne Wege sind das Ziel

Ein Pfad durch den Garten und ein schöner Platz zum Draußensitzen können mit viel Fantasie und unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Sie haben die Wahl!


Wegverlauf nach "Trampelpfaden" festlegen

Schöne Wege im Garten: Wegverlauf nach "Trampelpfaden" ausrichten
Der Weg ist das Ziel: gepflasterter Gartenweg

Der erste Schritt zum Bau eines Weges durch den Garten ist, den Verlauf genau festzulegen. Die "Trampelpfade" von einem Punkt zum anderen sind schon mal eine Richtlinie. Besonders schöne Plätze im Garten sollten trockenen Fußes erreicht werden können, Sitzplätze miteinander verbunden werden. Stecken Sie den Verlauf des neuen Weges mit Richtschnüren ab. Was dann folgt, ist harte Arbeit: Der Untergrund muss ausgekoffert werden, das heißt, Sie müssen den ganzen Verlauf des Weges 20 bis 30 cm tief plus der Höhe des Pflasters ausgraben. Man kann Kleinbagger mieten, die auch von Laien leicht zu bedienen sind! Gartenwege brauchen keine Einfassung, Terrassen ebenfalls nicht.


So wird der Weg angelegt

Ein Weg jedoch, der stark belastet wird, etwa die Garageneinfahrt, muss seitlich mit Kantsteinen befestigt werden, die man in Magerbeton stellt. Nun wird in die Grube 10 bis 20 cm hoch Schotter gefüllt, der dem Weg Halt gibt und dennoch wasserdurchlässig ist. Die Schotterschicht wird mit einem Rüttler (kann man mieten) verfestigt. Auf die Schotterschicht kommt nun eine Schicht Sand oder Splitt, so hoch, dass die Pflastersteine mit dem Boden bündig sind. Mit einer Richtlatte, das ist eine Aluminiumlatte mit einer eingebauten Wasserwaage, wird diese Schicht glattgezogen.

Und nun wird gepflastert. Auch hier muss ständig mit der Wasserwaage gearbeitet werden, damit der Weg später keine Unebenheiten hat. Die Ränder werden wieder mit Erde aufgefüllt, damit die Steine Halt haben. Die gepflasterte Fläche wird nun mit dem Rüttler verfestigt.

Bei empfindlichen Steinen wie etwa Klinker muss unter den Rüttler eine Gummimatte gelegt werden. Große Platten dürfen nicht gerüttelt werden. Zuletzt werden die Fugen mit Sand (bei Splittuntergrund) oder Quarzsand ausgefüllt. Dafür schüttet man das Material auf das Pflaster und kehrt es mit einem Besen so lange über die Fläche, bis alle Fugen geschlossen sind. Nach einem Regenguss muss man eventuell nachfüllen.

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Wahl der Materialien und Formate für den Weg

Welche Materialien und Formate Sie verwenden, hängt von Ihrem Geschmack, praktischen Gesichtspunkten und Ihren finanziellen Möglichkeiten ab:

  • Betonsteine

    Betonsteine sind industriell gefertigt und wegen ihrer gleichmäßigen Form leicht zu verlegen. Es gibt sie in vielen Formen und Formaten. (ca. 16- 40 Euro/m²).

     
  • Natursteine

    Natursteine sind wunderschön, allerdings auch etwas teurer (ca. 40- 80 Euro/m²). Favorit ist Granit, farblich interessanter sind Gneis, Diorit und Porphyr. Besonders beliebt sind wieder alle Formen von Kieselpflaster: Kleinkiesel als Mosaik, Wackersteine als Kopfsteinpflaster. Sandstein ist dekorativ, aber nicht immer frostfest. Auch Marmor ist recht frostempfindlich und wird nur als Ornamentstein oder in Verbindung mit anderen Materialien in Mosaiken verwendet. Schiefer wird nur zu Platten verarbeitet.

     
  • Pflasterklinker

    Pflasterklinker ist frostfest und mit schönen Farben und vielen Formaten vielseitig verwendbar (ca. 30 Euro/m²).

     
  • Holz

    Holz wird u.a. in Form von Holzrosten (ca. 20 Euro/m²) oder als Holzpflaster (ca. 50 Euro/m²) verlegt. An schattigen und feuchten Plätzen kann es rutschig werden. (Alle Preise unverbindlich) Wofür Sie sich auch entscheiden - bedenken Sie, dass Wege und Terrassen wichtige Gestaltungselemente sind.

     

Gestaltungsvielfalt: vom Plattenbau bis zum Holzweg

So vielseitig das Material zum Pflastern, so vielfältig sind die Möglichkeiten der Gestaltung. Rasensteine werden mit breiten Fugen verlegt, in die Gras gesät wird. Mosaiken gestaltet man aus unterschiedlichem Material in schönen Farben und Mustern. Bogenmuster und künstlerische Formen erzielt man mit Kleinkieseln oder Kleinpflaster. Läuferverbund, Fischgrätverbund und Parkettverbund sind nur einige Möglichkeiten für quadratische oder rechteckige Pflastersteine.

Dabei kann man verschiedene Verbundarten mischen, was die Fläche sehr interessant macht. Trittplatten im Rasen oder einem Kiesweg brauchen keinen Unterbau. Plattenwege aus Beton- oder Naturstein können mit anderen Steinen optisch aufgelockert werden.  Kopfsteinpflaster kann aus Vollkieseln oder gespaltenen Steinen bestehen. Holzroste müssen von unten belüftet sein.