Tipps & Geräte für die Rasenpflege

Das perfekte Grün: Mit der richtigen Kur verwandelt sich das heimische Grün vom Flickenteppich in einen feinen Rasen. 


In 8 Schritten zum perfekten Rasen

 

1. Schritt: Vertikutieren

Im Mai geht es dem Rasenfilz an den Kragen. Dazu die Fläche erst so tief wie möglich mähen (auf Wurzelhöhe) und dann mit einem Vertikutierer mehrmals in Längs- und Querrichtung durchpflügen. Die ausgerissenen Filze gründlich abbrechen. Am einfachsten geht die Radikalkur mit einem elektrischen Vertikutierer. Echte Rasenfreaks wiederholen die Prozedur jährlich.

 

2. Schritt: Säen

Unebenheiten mit frischer Erde korrigieren, schwere Gartenerde mit Sand krümelig machen. Sandiger Lehmboden ist ideal für Gras. Zuverlässiges Saatgut gibt’s in RSM-Mischungen. Rasensanierungssysteme haben den phosphorbetonten Starterdünger gleich dabei, feiner Gartenkompost tut es auch. Professionell: mit einem Streuwagen Samen in Längs- und den Dünger in Querrichtung verteilen. Abschluss: eine dünne Torfschicht.

 

3. Schritt: Wässern

Etwa drei Wochen dauert es, bis alle Graskeimlinge wurzeln. So lange muss der Boden feucht gehalten werden. Am besten mit einem automatischen Beregnungssystem: fünfmal täglich für etwa 10 Minuten. Der Rasensprenger hat auch den Rest des Sommers zu tun: Bei anhaltender Trockenheit muss der Rasen immer wieder so stark gegossen werden, dass sich die Wurzelschicht mit Wasser vollsaugt.

 

4. Schritt: Mähen

Vier Wochen nach der Sanierung darf zum ersten Mal geschnitten werden. Vier Zentimeter Höhe ist ideal. Wer einen seidigen und dichten Zierrasen möchte, muss das bis zum September wöchentlich wiederholen. Faustregel: Beim Mähen höchstens ein Drittel kappen. Sobald der neue Rasen stärker wächst, kann das Mähen zweimal wöchentlich nötig sein. Ein Mulchmäher sollte erst im zweiten Jahr zum Einsatz kommen.

 

Säen und düngen präzise mit dem Sprüher
Präzise säen: Sprüher Granomax (Quelle: Birchmeier)

Rasenkantenschneider: Manchmal reicht es schon, die Kanten zu begradigen, um ein wuscheliges Etwas wie einen „Rasen“ aussehen zu lassen.
Saubere Kanten: Der QuickFit Rasenkantenschneider (Quelle: Fiskars)

5. Schritt: Düngen

In der sechsten Wachstumswoche braucht der Rasen Futter: Mitte Juni ist es Zeit für einen speziellen Rasenlangzeitdünger. Eine zweite Dosis gibt es im Hochsommer. Kurz vor Saisonende einen kalibetonten „Herbstdünger“: Biogärtner streuen holzaschereichen Kompost. Eisenpräparate sind nicht sinnvoll – Grasflächen leiden kaum an Eisenmangel. Dafür werden Menschen und Tiere durch Kontakt mit diesen Chemikalien krank.

 

6. Schritt: Belüften

Ende Oktober ist ein guter Zeitpunkt, um Luft an die Graswurzeln zu lassen. Mit einer Belüftungsgabel kleine Löcher in die Grasnarbe stanzen. Das beseitigt Verdichtungen, die durch häufiges Betreten entstanden sind. Stark verdichtete Flächen müssen im folgenden April noch behandelt werden.

 

7. Schritt: Kanten schneiden

Manchmal reicht es schon, die Kanten zu begradigen, um ein wuscheliges Etwas wie einen „Rasen“ aussehen zu lassen. Dazu sticht man mit einem Spaten oder einem speziellen Kantenschneider die Grasnarbe am Rand der Rasenfläche in einer sauberen Linie ab. Am besten schneidet man die Ränder schon im März, während des Frühjahrsputzes in den Beeten, und dann immer wieder, sobald sie aus der Form laufen.

 

8. Schritt: Bekämpfen

Wer „Rasenunkräuter“ mit Herbiziden bekämpft, wird in den Beeten daneben keine glücklichen Blumen bekommen – die reagieren auch auf das Gift. Der beste Schutz ist Fleiß: Je mehr Arbeit man in die Rasenpflege steckt, desto weniger werden sich die Konkurrenten zwischen den Gräsern wohlfühlen. Wer einen Rasen hat, den der Maulwurf im Winter erobert, kann sich geehrt fühlen: Hier ist der Boden trotz Monokultur in Ordnung. Einfach Erde absammeln und zum Beispiel zum Ausbessern von Rasenfehlstellen verwenden.

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