Blütenparadies unter Glas

In unseren Breiten müssen viele Pflanzen im Winter vor Minusgraden geschützt werden. In einem Wintergarten gedeihen sie übers ganze Jahr - sogar die Exoten aus den Tropen


Zwei wichtige Faktoren: Temperatur und Belüftung

Ein zweiter Faktor: die Temperatur im Winter. Mediterrane Pflanzen mögen es von November bis Februar kälter als zehn Grad Celsius, damit sie im Frühjahr reichlich blühen. Stehen sie zu warm, treiben sie zu früh aus und sind anfälliger für Schädlinge. Hibiskus und Gummibaum dagegen sind aus der tropischen Heimat ganzjährig über 20 Grad gewohnt. Sie schwächeln, wenn sie kälter stehen. Dritter Aspekt: die Belüftung. Sie verhindert Überhitzung, entsorgt zu viel Luftfeuchtigkeit und bietet ein ausgeglichenes Wunschklima. Vierter Faktor: das Wasser.

Je nach Art und Temperatur im Glashaus brauchen Topfpflanzen unterschiedlich viel Wasser, besonders in den Sommermonaten. Wer in üppigem Grün sitzen will, sollte den täglichen Aufwand fürs Gießen bedenken. Perfekt für die meisten Pflanzen ist kalkarmes Wasser in Zimmertemperatur. Am einfachsten sammelt man Regenwasser draußen in einer Tonne.

Die Kombination der Faktoren ergibt für Pflanzengemeinschaften drei Wintergartentypen. Ein winterkühles Glashaus wird in den kalten Monaten nicht beheizt. Es kann zum einen benutzt werden, um frostempfindliche Terrassenpflanzen über den Winter zu bringen. Da die Sonne den Raum tagsüber erwärmt, können hier zum anderen ganzjährig Pflanzen stehen, die ab und zu Minusgrade brauchen, um im Frühjahr auszuschlagen, etwa solche aus dem Mittelmeerraum. Bei Sonne ist es auch im Winter wichtig, ausreichend zu lüften, damit es nicht zu warm wird. Geeignete Pflanzen: Hanfpalme, Schmucklilie, Mimose, Zitrusgewächse und Klematis.

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So halten die Pflanzen auch den Winter über

Wintergarten: subtropische Topfpflanzen gedeihen ganzjährig
Topfgarten: In einem Wohnwintergarten setzen Solitäre in großen Kübeln Akzente (Foto: Finstral)

Ein temperierter Anbau bietet im Winter 5 bis 15 Grad Celsius – perfekt auch für subtropische Arten. Sie haben die Wahl: Oleander, Bananenstrauch, Kaffeepflanze, Passionsblume, Trompetenblume, Schönmalve, Wein oder Feigenkaktus. Viele blühen besonders prächtig – das bedeutet Mehrarbeit, wenn der Wintergarten gepflegt aussehen soll.

Ein ganzjährig beheizter Wintergarten bietet das gleiche Klima wie ein üblicher Raum – doch mit mehr Licht. Hier gedeihen alle üblichen Wohnungspflanzen von Zimmerlinde, Strelitzie, Fächerpalme und Hibiskus bis zu Tulpenbaum, Orchideen und Palmlilie. Dank der Lichtflut können sie eine stattliche Größe erreichen, wenn es die Höhe des Glashauses erlaubt. Bei 20 Grad gedeihen auch tropische Pflanzen. Wichtig für sie ist genug Schatten, damit es ihnen nicht zu heiß wird.


Die richtige Planung ist das A und O

Wer einen Wintergarten mit vielen Pflanzen will, muss bei der Planung besonderen Wert auf Sonnenschutz, Luftwechsel und eventuell Heizung legen. Bei der Wahl der Verglasung sollte man immer darauf achten, dass die Pflanzen genug Licht zur Fotosynthese erhalten. Außen angebrachte Systeme wie Markisen sperren Hitze am effektivsten aus. Perfekt ist eine elektrische Steuerung über eine Zeitschaltuhr oder über Temperatursensoren. Jede Pflanze produziert Feuchtigkeit, die aus dem Glashaus ziehen muss. Am einfachsten ist eine natürliche oder mechanische Lüftung, die durch Dachfenster und offene Türen oder Zuluftklappen am Boden die Luft zirkulieren lässt.

Komfortabler und zuverlässiger ist eine elektronisch geregelte automatische Lüftung. Die Heizung kann beim warmen Wintergarten an das Gesamtsystem angeschlossen sein. Beim temperierten Glashaus sollte der Fachmann entscheiden, ob man einen separaten Kreislauf installiert.

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