Terrasse umbauen: Freiluftwohnzimmer im neuen Look

Das Wetter hat im Laufe der Jahre Spuren an Ihrem Freiluftwohnzimmer hinterlassen. Da stellt sich die Frage: ausbessern oder ganz neu gestalten? Und mit welchem Material? Ihre Entscheidung hängt auch davon ab, wie viel Geld und Zeit Sie investieren möchten, um Ihre Terrasse umzubauen.


Planen Sie genau, wie Sie Ihre Terrasse sanieren

  • Wollen Sie nur Schäden ausbessern, bedeutet das bei einer Holzterrasse, dass Sie den Boden abschleifen und wieder versiegeln müssen.
  • Sind bei der Beton- oder Stein-Terrasse Risse aufgetreten oder ist ein Stück abgeplatzt, gibt es im Fachhandel Schnellklebeprodukte, mit denen Sie die Stellen behandeln können.
  • Sind Fugen gebrochen, müssen sie ausgekratzt und anschließend neu verfugt oder mit Silikon ausgespritzt werden.

Leider ändert Ausbessern nichts am Untergrund – und der ist oft für immer wieder auftretende Risse verantwortlich. Entschließen Sie sich also dazu, Ihre Terrasse neu zu bauen, überlassen Sie die Arbeit am Untergrund – Fundament, Drainage, Kiesbett – am besten einem Fachbetrieb, der sich damit auskennt, eine Terrasse zu sanieren. Die Experten berücksichtigen auch das notwendige Gefälle: 1,5 bis 2 Prozent sollte sich die Terrasse vom Haus wegneigen, damit Regenwasser abfließen kann.


Stein oder Holz für den Umbau Ihrer Terrasse

Bevor Sie ihre Terrasse umbauen, müssen Sie zunächst einmal entscheiden, welches Material am besten zu Ihrem Haus passt. Grundlegende Frage ist: Stein, Beton oder Holz? Stein ist besonders pflegeleicht, Betonplatten sind günstig, Holz vermittelt eine warme Atmosphäre. Die Preise für die Materialien sind sehr unterschiedlich. Bei Natursteinen wie Basalt oder Grafit müssen Sie mit bis zu 60 Euro pro Quadratmeter rechnen. Wählen Sie Betonplatten, kommen Sie auf etwa 20 Euro/Quadratmeter. Holz liegt preislich dazwischen.


Mögliche Materialien für die Terrasse

Für die Gestaltung Ihrer Terrasse können folgende Materialien genutzt werden:

  • Echtholz: Gute Outdoorhölzer sind hart, wie etwa Eiche oder Esche. Eine preiswerte Alternative sind die Weichhölzer Kiefer und Douglasie. Man kann sie in einer wärmebehandelten und dadurch widerstandsfähigen Variante kaufen.
  • WPC („Wood Plastic Composite“): Das Material besteht zu 60 Prozent aus Holzfasern und zu 40 Prozent aus Kunststoff, es ist auch im praktischen Klicksystem erhältlich. WPC erfordert kein Einölen und ist unempfindlicher als Vollholz.
  • Naturstein: Das sind zum Beispiel Platten aus Schiefer, Sandstein, Travertin, Kalkstein oder Marmor. Der Vorteil liegt in der einzigartigen Ästhetik des Naturmaterials. Jeder Stein ist in Farbe und Zeichnung ein Unikat.
  • Kunststein: Diese Platten sind in Form, Oberfläche und Farbe besonders vielfältig, was eine ausgefallene Terrassengestaltung ermöglicht. Kunststein gilt als langlebig und pflegeleicht, doch es kann mit der Zeit zu Ausblühungen kommen, also weißlichen Kristallablagerungen auf dem Material.
  • Beton: Betonplatten sind robust, belastbar und frostsicher. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Platten imprägniert oder versiegelt sind. Das verhindert optische Veränderung durch Witterung.
  • Keramik: Platten aus Keramik können wie Naturstein aussehen, sind aber leichter, sodass der Untergrund weniger strengen Kriterien genügen muss. Die Farbauswahl ist groß, die Platten sind recht unempfindlich, stoßen jedoch an den Rändern leicht ab. Beim Kauf unbedingt auf Frostbeständigkeit achten.

Terrasse umbauen – Auf die richtige Größe achten

Eine Terrasse, auf der ein Tisch mit vier Stühlen Platz haben soll, muss mindestens drei mal drei Meter messen. Ratsam ist eine Größe ab zwölf Quadratmetern. Bedenken Sie bei der Planung des Umbaus, welche Funktion die Terrasse erfüllen soll. Besonders leicht wird Ihnen der Umbau fallen, wenn Sie einen Holzbelag auf eine alte Betonstein-Terrasse aufbringen wollen. Dann können Sie sich Arbeiten am Untergrund sparen. Sie legen lediglich eine Konstruktion aus Längs- und Querhölzern auf den Beton, die mit Winkeln verschraubt werden. Eine Umrahmung mit Bordstein hält sie am Platz.

Tipps in Kürze:

  • Dielen immer längs vom Haus weg verlegen (Wasserabfluss).
  • Gefälle von 1,5 bis 2 Prozent zum Garten hin einhalten.
  • Plattenfugen gut mit Sand verfüllen, zum Beispiel mit Stein- oder Quarzsand.
  • Arbeitet der Untergrund (etwa alte Holzdielen), Entkoppelungsmatte verbauen.
  • Beim Kauf von Fliesen auf hohe Rutschfestigkeit bei Nässe achten.

Beleuchtung und Beschattung Ihrer Terrasse

Überlegen Sie vor der Sanierung Ihrer Terrasse, ob Sie irgendwo Strom benötigen. Sollen etwa am Übergang zum Garten Lampen aufgestellt werden, verlegen Sie die Kabel gleich „unsichtbar“ mit. Wer das vergessen hat, kann auf Solarleuten zurückgreifen. Achten Sie dabei auf warmweißes Licht, das strahlt mehr Gemütlichkeit aus.

Das Thema Beschattung ist ebenfalls wichtig, wenn Sie Ihre Terrasse umbauen. Vor allem, wenn die Terrasse eine Ausrichtung gen Süden hat, brauchen Sie für die Sommermonate einen Schattenspender. Ein Sonnenschirm erfüllt zwar den Zweck, steht aber häufiger im Weg. Die besseren Varianten sind Markise und Sonnensegel. Eventuell kommt auch eine (Teil-)Überdachung infrage. Sie schützt auch Terrassendielen und Möbel vor Wettereinflüssen. Allerdings sollten Sie immer daran denken, dass eine Überdachung den Raum dahinter – meist das Wohnzimmer des Hauses – deutlich verdunkelt.


Sonderfall Dachterrasse: Sanieren ist Pflicht, wenn Wasser eindringt

Auch bei einer Dachterrasse stellt sich die Frage einer Sanierung, wenn die Witterungseinflüsse das Material zunehmend unansehnlich gemacht haben. Zwingend wird die Ausbesserung allerdings, wenn die Dachterrasse nicht mehr dicht ist und Wasser in die darunterliegenden Räume dringt. Bei der Sanierung müssen die Regelungen für die Dämmung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt werden – wenn die Terrasse zehn Prozent oder mehr der Dachfläche einnimmt.


Lassen Sie sich bei der Finanzierung beraten

Wenn Sie sorgfältig und vorausschauend planen, werden Sie lange Freude an Ihrem Projekt haben. Und falls Sie Unterstützung benötigen, um Ihre Terrasse umzubauen: Schwäbisch Hall hilft Ihnen bei der Finanzierung Ihres Bauvorhabens. Ein Experte aus unserem Haus steht Ihnen gern für eine Beratung zur Verfügung.

Für eine persönliche Beratung sprechen Sie mit Ihrem Experten vor Ort.

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